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Oberkrämer Hundeleinen-Zwang am Mühlensee ist vom Tisch
Lokales Oberhavel Oberkrämer Hundeleinen-Zwang am Mühlensee ist vom Tisch
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23:35 29.08.2018
Großer Andrang im Sozialausschuss Oberkrämer in Eichstädt. Quelle: Robert Tiesler
Oberkrämer

Der mögliche Leinenzwang für Hunde rund um den Mühlensee in Schwante und Vehlefanz ist vom Tisch – zumindest vorerst. Die Verwaltung hat am Mittwochabend im Sozialausschuss eine entsprechende Beschlussvorlage zurückgezogen.

Zahlreiche Anwohner waren zu der Sitzung gekommen, um ihrem Unmut Luft zu machen und um die Begründung der Verwaltung zu hören.

„Wir hatten vor einiger Zeit ein paar Beschwerden am Mühlensee“, sagte Ordnungsamtsleiter Dirk Eger in der Sitzung. Seitdem das Thema am köcheln sei, habe er zudem Anrufe bekommen, in denen über die Situation berichtet worden sei – allerdings hätten die Anrufer keine Anzeige erstatten wollen. Wie bereits berichtet, gebe es keine Protokolle darüber, welche Beschwerden es genau und von wem gegeben habe.

Das störte auch Carsten Schneider (parteilos), dem Leiter des Sozialausschusses. „Die Begründung ist für mich nicht so recht nachvollziehbar“, sagte er in Richtung der Verwaltung. Aus seiner Sicht sei es hilfreich, solche Beschwerden zu dokumentieren.

Zuvor hatten sich auch viele der anwesenden Anwohner geäußert. Einer merkte an, dass es dann ja auch sein könne, dass man in der Verwaltung anrufe und sich über Jogger beschwere.

„In erster Linie sind wir Anwohner betroffen“, sagte eine weitere Besucherin des Ausschusses. „Wir als Anwohner werden bestraft.“ Im Laufe der Diskussion ist noch angemerkt worden, dass es am Mühlensee noch ganz andere Probleme gebe. So liege an vielen Stellen Müll. „Die Angler machen mehr Mist als Hunde“, sagte eine Anwohnerin. „Angelhaken, Dosen, Chipstüten räumen wir weg. Es gibt auch keine Mülleimer.“

Auch im Schutzgebiet parkende Autos sind angesprochen worden. Laut Ordnungsamtsleiter Dirk Eger sei das Problem, dass die Gemeinde Oberkrämer da nicht eingreifen könne, da müsse das Umweltamt des Landkreises eingreifen. Erst eine kommunale Leinenzwang-Verordnung führe überhaupt erst dazu, dass das Ordnungsamt am Mühlensee aktiv werden könne. Ein Umstand, der die Anwohner am Mittwochabend sehr gewundert hat.

Der Gemeindevertreter Wolfgang Geppert (FWO) sagte, dass er es nicht gut fände, dass die Anwohner und Hundebesitzer erst mit Fingern auf andere zeigen würden und wenig für sich reflektieren würden. „Ich wünsche mir Sachlichkeit“, sagte er. Seine Aussagen sorgten für Unruhe.

Bernd Ostwald (CDU) schlug ein Monitoring vor. Damit solle rausgefunden werden, welche Probleme es am Mühlensee wirklich gibt und wer da mit wem Konflikte hat. Zudem übte er Kritik an den Leuten, die sich in der Verwaltung über die Umstände am See beschweren, dies dann aber nicht offiziell und mit Namen machen wollen. „Da halte ich nichts von“, so Ostwald.

Susanne Spang (SPD) stimmte ihrem Vorredner zu. Es müsse eine gewisse Erhebung geben, losgelöst vom Leinenpflicht-Thema.

Dieses Monitoring könnte nun ein Jahr dauern – so zumindest der Vorschlag des Sozialausschusses. Klar ist, dass die Leinenpflicht für Hunde zum 1. November nicht kommen wird.

Von Robert Tiesler

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