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Oberkrämer Titanen on Tour: Bäcker Plentz erlebt bewegende Momente
Lokales Oberhavel Oberkrämer Titanen on Tour: Bäcker Plentz erlebt bewegende Momente
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17:14 08.10.2018
Karl-Dietmar Plentz traf auf der Tour auf viele Einheimische. Quelle: privat
Schwante

Karl-Dietmar Plentz hat ein emotionales Wochenende hinter sich. Der Schwantener Bäckermeister war nach Weliki Nowgorod in Russland gereist. Dort endete die Reise der „Titanen on Tour“, die im Juli in Brück bei Potsdam gestartet war. Der Treck mit Pferden und Planwagen führte über Polen durch das Baltikum bis nach Russland – organisiert unter anderem von der evangelischen Kirche. Plentz war beim Start dabei, bei der Tour nach Litauen und am Ziel.

„Die Ankunft in Weliki Nowgoro war ein sehr bewegender Moment“, erzählte er am Montag. Mit acht Wagen sei der Treck in die Stadt gefahren, ein Polizeiorchester spielte, der Vize-Bürgermeister war da, ebenso Vertreter der deutschen Botschaften in Moskau. Die Deutschen überreichen eine kleine Glocke. „Um unseren Friedenswunsch deutlich zu machen“, so Karl-Dietmar Plentz. „Für mich als Christ hat die Friedensbotschaft eine große Bedeutung. Ihm sei bewusst gewesen, dass es manchmal nerve, dass Deutschland an vielen Stellen immer nur mit dem zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht werde. „Auf der Tour ist mir aber bewusst geworden, dass der Frieden ein so hohes schützenswertes Gut ist, und dass es notwendig ist, sich dafür einzusetzen, den Frieden zu suchen.“ Man müsse aufpassen, wie man miteinander spreche und umgehe.

Karl-Dietmar Plentz war streckenweise Teil des Trecks, Quelle: privat

Auf der Tour sei das Elend an einigen Stellen noch greifbar gewesen, dass im Zweiten Weltkrieg durch Deutschland angerichtet worden sei. Plentz erinnert sich vor allem an eine Begegnung in Litauen. „Wir sind mit den Kindern und Enkeln einer Familie zur Oma in den Wald gefahren. In einer Lichtung sahen wir ein schlichtes Bauernhaus, wie im Märchenfilm. Die Dame stand vor dem Haus, hatte sich total schick gemacht. Wir stiegen ab, und die Frau brach in Freudentränen aus und fragte uns: Warum kommt ihr jetzt erst?“ Die Gruppe erfuhr, dass der Wald, in dem sie sich befanden, im Krieg eine Frontlinie war. Das Haus der Frau ist damals von einem Panzer zerstört worden. Dass nun Deutsche mit der Kutsche kommen und die Familie der nun alten Frau an Bord hat, sei für sie ein großer Moment gewesen. „Sie konnte sich versöhnen, das hat ihr eine ganz große Erfüllung gegeben“, so der Schwantener. Das sei rührend und bewegend gewesen.

Das Friedensbrot war immer mit dabei. Quelle: privat

Andererseits habe Plentz zum Beispiel dem litauischen Fernsehen erklären müssen, dass sich die Tourteilnehmer nicht vom russischen Präsidenten Putin instrumentalisieren ließen. „Wir sind eine Friedensmission, und die kann nur gelingen, wenn man in Frieden auch mit Russland lebt“, so Plentz dazu.

Von Robert Tiesler

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