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Oberkrämer Familie hofft auf Einigung im Streit mit Oberkrämer
Lokales Oberhavel Oberkrämer Familie hofft auf Einigung im Streit mit Oberkrämer
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00:23 14.03.2019
Stefanie Heuchel mit Mann und Sohn vor dem Grundstück, auf dem einmal ihr Haus stehen soll. Quelle: privat
Velten/Marwitz

Mit mehreren Familien war Stefanie Heuchel am Donnerstag zur Veltener Stadtverordnetenversammlung gekommen. „Wir wollten den Abgeordneten die Dringlichkeit unseres Anliegens zeigen“, sagt die 29-Jährige. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern – sieben Jahre und fünf Monate – will Heuchel noch in diesem Jahr ihr Eigenheim ziehen, das gerade im BaugebietParkstadt Velten II“ entsteht. Doch das gehört nach wie vor zu Marwitz in Oberkrämer. Mit Velten liegt die Gemeinde seit Jahren im Zwist. Die Stadtverordneten beschlossen, dass nun nochmals und schnellstmöglich Gespräche geführt werden sollen. Stefanie Heuchel hofft auf eine Einigung. „Es geht dabei um die Zukunft meiner Kinder.“

Heuchels großer Sohn besucht die Lindengrundschule. „Melden wir uns um, dann muss er in Vehlefanz zur Schule.“ Wenn der Gebietsaustausch positiv endet, dann müsste ihr Sohn wiederum wieder die Schule wechseln – zurück nach Velten. „Für einen 7-Jährigen ist solch ein Wechsel schrecklich. Es ist schon schwer genug, von der Kita in die Schule zu wechseln. Neue Situationen und neue Freunde.“

Im schlimmsten Fall könnten sie das Haus nicht abzahlen

Stefanie Heuchels zweites Kind soll nächstes Jahr in Velten zur Kita oder Tagesmutter. „Melden wir uns jedoch um, dann verfällt mein Platz bei der Stadt Velten und ich muss verspätet Anträge in Oberkrämer stellen. Und wenn ich dann keinen Kitaplatz habe, kann ich meinen Job nicht ab Januar 2020 antreten, was wiederum bedeuten würde, dass ein Einkommen fehlt, welches dann zur Folge hat, dass ein Haus nicht so einfach abbezahlbar wäre.“ Ein Teufelskreis für die Betroffenen.

Die Stadt Velten sehe nur die Kosten, die durch zusätzliche Kinder und zu schaffende Plätze entstünden. „Wir zahlen aber Fernwärme und aus Niederschlagswasser an die Stadt Velten“, so die Buchhalterin. Zudem profitiere die Stadt auch von der höheren Einkommenssteuer durch die neuen Einwohner, die ja allesamt keine Geringverdiener seien. Es müsse schnellstmöglich eine Lösung her, fordert Stefanie Heuchel. „Wir fühlen uns einfach nur im Stich gelassen, wenn man Aussagen von Frau Hübner hört, dass sie sich mehr auf den Ausbau der Innenstadt konzentrieren will und nicht auf das Randgebiet von Velten.“

Immer auf eine Einigung gehofft und im guten Glauben gebaut

Als die Familie 2017 den Vertrag mit der Baufirma über den Hausbau unterschrieben hatte, liefen die Verhandlungen zwischen Velten und Oberkrämer schon seit Jahren. „Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand wissen, wie dies ausgehen wird“, so die junge Mutter. Hätten ihre Familie vorher gewusst, dass sich die Gespräche so schwierig gestalten, hätten sie dort nicht gebaut. Stefanie Heuchel sei schon ihr Leben lang Veltenerin und wolle es auch bleiben. „Und wer“, fragt die junge Mutter, „will seinen Kindern schon einen ständigen Wechsel antun?“

Von Marco Paetzel

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