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Oberkrämer Friederike Siegmund (23) wird die neue Kantorin
Lokales Oberhavel Oberkrämer Friederike Siegmund (23) wird die neue Kantorin
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00:19 30.10.2018
Die neue Regionalkantorin für Velten, Oberkrämer und Leegebruch Friederike Siegmund Quelle: Ulrike Gawande
Velten/Leegebruch/Oberkrämer

Geboren wurde Friedrike Siegmund in Königsstein in der Sächsischen Schweiz, doch nun ist sie nach Oberhavel gezogen, weil sie ab 1. November die Nachfolge von Sylvia Ohse als Regionalkantorin antritt. Als Tochter einer Erzieherin und eines Pfarrers wuchs sie bereits kirchlich geprägt auf, doch der Wunsch Kirchenmusikerin zu werden, habe sich erst in der 12. Klasse herauskristallisiert, verrät die 23-Jährige, deren Lebensgefährte der Oranienburger Kantor Markus Pfeiffer ist.

Kirchmusikstudium in Dresden

Die beiden haben sich beim Studium an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden kennen- und liebengelernt. „Es ist eine wunderschöne Hochschule, direkt an der Elbe gelegen“, gerät die junge Frau ins Schwärmen. Erst in diesem Jahr hat sie ihre Diplomprüfung zur hauptamtlichen Kirchenmusikerin abgelegt. Umso mehr habe sie sich über die Ausschreibung der Regionalkantorenstelle gefreut, in der sie nun für die Kirchengemeinden in Velten, Marwitz, Leegebruch, Schwante, Vehlefanz und Bärenklau zuständig ist. Die Leitung des Posaunenchores, des Ökumenischen Chores und die Gestaltung von Gottesdiensten gehören dabei zu ihren Kernaufgaben. Bereits für ihre Bewerbung musste sie die entsprechenden Proben leiten. Doch Friederike Siegmund wirkt völlig entspannt, schließlich hat sie schon während des Studiums verschiedene Chöre geleitet. Sie sieht darin eine ihrer Stärken. „Ich hoffe auf Respekt, und dass man mir etwas zutraut.“ Auch die Gründung eines Kinderchores für Grundschulkinder könnte sie sich vorstellen.

Abitur an der Landesschule Pforta

Sie selbst hat als Fünfjährige mit dem Blockflötenspiel begonnen, in der Grundschule kam das Klavier hinzu. „Das war immer mein Wunsch.“ Die 23-Jährige, die noch drei Geschwister hat, berichtet, dass sie in einem sehr musikalischen Zuhause groß geworden sei. „Wir haben viel gesungen und alle haben ein Instrument gespielt – nie auf Leistung, sondern immer nur aus Spaß.“ Trotzdem entschied Siegmund 2007, nach dem Umzug der Familie nach Döbeln, sich bei der Landesschule Pforta für den Musikzweig zu bewerben. Sie bestand die Aufnahmeprüfung und zog zur neunten Klasse dort ins Internat. Mit Mitschülern aus ganz Deutschland hatte sie fortan täglich zehn Stunden Unterricht, denn zu den normalen Fächern kamen noch Gesang, Klavier, Instrumentalunterricht, Gehörbildung, Musiktheorie und-geschichte, Chorleitung sowie schulpraktisches Klavierspiel hinzu. Die Schule für Begabtenförderung bereitet die Jugendlichen auf ein Musikstudium vor.

Aufbaustudium im Orgelspiel

„Rückblickend war das meine schönste Zeit, ich habe viel gelernt und es sind viele Freundschaften entstanden“, erinnert sich Friederike Siegmund. Auch wenn es eine leistungsorientierte Schule sei und man wenig Freizeit habe und es auch zum Teil anstrengend sei. Denn als Musiker habe man eigentlich nie fertig geübt. 2014 legte sie ein Einser-Abitur ab und begann zu studieren. Unter anderem gehörten auch die Flöten, das Cembalo und die Orgel zu ihren Studieninstrumenten. Parallel zu ihrer 75 Prozentstelle als Kantorin, absolviert sie derzeit noch ein Aufbaustudium in Dresden im liturgischen Orgelspiel. „Ich spiele gerne Orgel. Das Studium erhöht meine Qualifikation und kommt ja auch der Gemeinde zugute.“

Liebe zu norddeutschen Meistern

Ansonsten mag die kreative Frau die alten, norddeutschen Meister wie Dietrich Buxtehude, aber auch die französischen Romantiker. Und natürlich Bach – wie kann es bei einer Kirchenmusikerin auch anders sein. Da es bis zu den Adventskonzerten nur noch wenige Wochen sind, steht der Neu-Oranienburgerin – dort lebt sie mit ihrem Partner inklusive einer eigenen Elektro-Orgel in der Wohnung – nun eine arbeitsreiche Zeit bevor. Aber Friederike Siegmund freut sich darauf. Denn sie möchte etwas bewirken – mit musikalischen Mitteln den Glauben verbreiten. Trotzdem blickt sie immer über den eigenen Tellerrand, will Kirche und andere einladen.

Von Ulrike Gawande

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