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Oberhavel Klimaschutz-Vision für einen Stadtteil
Lokales Oberhavel Klimaschutz-Vision für einen Stadtteil
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00:32 26.03.2018
Heiderose Ernst, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Hohen Neuendorf, stellte die Projektidee für Borgsdorf vor. Quelle: Peter Geisler
Borgsdorf

Die ProjektideeQuartierskonzept Borgsdorf“ stellte die Hohen Neuendorfer Klimaschutzbeauftragte Heiderose Ernst am Mittwochabend im Sportfunktionsgebäude des FSV Forst Borgsdorf öffentlich vor. Zuvor hatte Bürgermeister Steffen Apelt die in überschaubarer Zahl erschienenen Gäste begrüßt und deutlich gemacht: Die Stadt nimmt den Klimaschutz ernst.

Im Mittelpunkt des Ansatzes für Borgsdorf steht eine möglichst autonome Energieversorgung mittels Photovoltaik. Denn das Klimaschutzkonzept der Stadt hatte ergeben, dass die Privathaushalte für den Mammutanteil der CO2-Emissionen im Stadtgebiet verantwortlich sind. Aus diesem Grund stellte die Klimaschutzbeauftragte das KfW-Förderprogramm 432 für die „Energetische Stadtsanierung“ vor. Dieses Programm nimmt nicht Einzelgebäude, sondern ganze Quartiere in den Fokus – wie zum Beispiel Borgsdorf. „Wir müssen das Thema systemisch angehen“, so Heiderose Ernst – auch mit Blick auf Heizung und Mobilität.

Das EU-Life-Projekt Zenapa, das sich mit der Energiewende im Einklang mit Klima-, Natur und Artenschutz befasst, stellte Projektmanager Peter Zacharias vor. Er ist vom Landesamt für Umwelt beim Naturpark Barnim als Klimaschutzmanager eingesetzt worden. Und die gesamte Stadt Hohen Neuendorf – inklusive Borgsdorf – sei Bestandteil dieses Naturparks. Seine Aufgabe sieht er darin, in der Region bestehende kommunale Klimaschutzprojekte zu unterstützen – und neue zu initiieren. Insgesamt acht Jahre hat er dafür Zeit. So lange läuft das Projekt für Großschutzgebiete namens „Zero Emissions Nature Protection Areas“, kurz Zenapa. Vom Gesamtbudget in Höhe von rund 17 Millionen Euro trägt die EU acht Millionen Euro. Den Rest tragen die Partner, Stiftungen und die Projektleitung, das Trierer Hochschulinstitut IfaS. Die These: Wenn eine Null-Emission von Kohlendioxid in Gebieten mit den größten Hürden und Schwierigkeiten möglich ist, „dann ist das überall möglich“, so Peter Zacharias.

Erneuerbare Energie zu jeder beliebigen Tag- und Nachtzeit nutzen zu können, bedingt die Möglichkeit zum Zwischenspeichern. Das Projekt Esquire – Energiespeicherdienste für smarte Quartiere erläuterte deshalb Esther Hoffmann vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH. Auch ihr Forschungsfeld: nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz. Auf Nachfrage sicherte sie zu, dass es Speicherlösungen auch für Bestandsquartiere gibt, nicht nur für Neubauten.

In der abschließenden Diskussion wurden als Finanzierungsmodell Energiegenossenschaften oder Bürgergesellschaften vorgeschlagen. Das gäbe auch weniger zahlungskräftigen Haushalten eine Chance zur Teilnahme. Zu den nächsten Schritten könnte eine Beratung im Stadtentwicklungsausschuss gehören, sagte Heiderose Ernst: „Diese Veranstaltung war als Auftakt gedacht.“

Von Helge Treichel

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