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Oberhavel Offene Ohren für fast 900 Familien
Lokales Oberhavel Offene Ohren für fast 900 Familien
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10:43 21.02.2017
Nicole Erfort aus Zehdenick mit Tochter Nele und den Zwillingen Emily und Josephine (nicht auf dem Bild) mit einer Patin. Quelle: Netzwerk Gesunde Kinder
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Oranienburg

„Was Eltern ihren Kindern in den ersten drei Jahren an Nähe und Liebe geben, ist das Rüstzeug für ein ganzes Leben“, sagt Barbara Simon aus Glienicke. Die Ärztin im Ruhestand möchte Wissen und Erfahrung weitergeben. „Wir wollen Familien zur Seite stehen, auf Augenhöhe beraten“, fügt Brigitte Wittkamp aus Hohen Neuendorf an. Simone Brunn aus Leegebruch betreut privat Pflegekinder. „Ich möchte dafür sorgen, dass Kinder nicht erst in so eine Lage kommen“, sagt sie. Was die Frauen eint: Sie wollen Patinnen im Oberhavel Netzwerk Gesunde Kinder werden.

Mit drei weiteren Interessierten sitzen sie am Sonnabend im Raum „Kleines Briesetal“ in der Oranienburger Klinik. Parallel findet eine identische Veranstaltung in Gransee statt. Das Netzwerk in Trägerschaft der Oberhavel Kliniken hat 128 Paten, jährlich werden es mehr. „Das Netzwerk ist dabei nicht nur für sozial schwächer gestellte Familien da“, stellt Andrea Zapp, stellvertretende Projektkoordinatorin, klar. „Wir bieten das für alle Familien an.“

Unterschied Nord- und Süd-Oberhavel

Einen Unterschied im Nord- und Südkreis gibt es aber. Im Süden haben 73 Prozent der insgesamt 753 Netzwerkfamilien (das sind alle Familien, die sich bis Oktober 2015 im Netzwerk angemeldet haben – und auch wieder „ausgetreten“ sind) einen hohen bis mittleren Sozialstatus, im Norden des Kreises (134 Familien) „nur“ 39 Prozent. Dafür haben 44 Prozent einen niedrigen Sozialstatus. „Jede Familie ist anders, hat andere Bedürfnisse“, so Andrea Zapp. Als das Netzwerk 2016 mit dem Ehrenpreis der Stadt Oranienburg ausgezeichnet wurde, bezeichnete Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke es als „Lotse für die ersten Elternjahre“.

Zielgruppe: Schwangere und Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Die Teilnahme kostet nichts, bringt aber Verpflichtungen mit sich, wie die Partizipation an Vorsorgemaßnahmen beim Kinderarzt – und mindestens zehn Besuche durch die ehrenamtlichen Familienpaten. Sie sollen motivieren, zu Untersuchungen zu gehen, diese dokumentieren, beraten, begleiten, ein offenes Ohr haben, auf Hilfen hinweisen, dabei aber nicht belehren, werten oder kontrollieren. Klare Grenzen gibt es dabei. Was ein Pate nicht ist: Babysitter, Haushaltshilfe, Chauffeur, Konkurrenz zu professionellen Fachkräften.

Auch Zuwendungen an die Familien verteilen die Paten. Quelle: Marco Winkler

Um Pate zu werden, müssen mindestens sechs Schulungen gemacht werden. Themen: Stillen, Gewaltprävention, Sprachentwicklung, Frühförderung, Kinderkrankheiten. Für die Paten selbst gibt es regelmäßige Stammtische, Ausflüge, Praxisberatungen und die Erstattung von Fahr-, Telefon- und Portokosten. Zusätzlich sind sie über das Land unfall- und haftpflichtversichert.

Wer ehrenamtlicher Pate werden möchte, findet auf der Internetseite www.netzwerk-gesunde-kinder.de alle nötigen Informationen.

Von Marco Winkler

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