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Offene Töpferei auf dem Dorfplatz

Klein-Ziethen Offene Töpferei auf dem Dorfplatz

Die „Oberkrämer-Keramik“ in Petra Manthai in Klein-Ziethen nahm am „Tag der offenen Töpferei“ statt. Bei ihr konnten sich die Gäste nicht nur anschauen, was alles in den vergangenen Jahren entstanden ist, sondern sich auch informieren, wie die guten Stücke entstehen.

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Petra Manthai (r.) hatte in Klein-Ziethen am Sonnabend einiges zu zeigen.

Quelle: Robert Roeske

Klein-Ziethen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Der orange Fisch aus Keramik hat es Alexander Groß am Sonnabendmittag sofort angetan. Der Berliner war mit seiner Frau unterwegs zu den Ateliers am „Tag der offenen Töpferei“. Die „Oberkrämer Keramik“ am Dorfplatz in Klein-Ziethen war dabei seine erste Station – und gleich ist er fündig geworden. „Hauptsächlich wegen der Farbe“, erzählt er. „Er hat eine gewisse Frechheit, die Einzigartigkeit gefällt mir.“ Das gute Stück ist gleich eingepackt und ins Auto gebracht worden.

Für Petra Manthei ein Erfolg. Seit 2010 gibt es die „Oberkrämer-Keramik“. „Ich habe das Töpfern in einer Hobbygruppe kennengelernt“, erzählt sie. Das war in der Ofenfabrik in Velten. Aber die Gruppe löste sich auf. „Ich habe dann überlegt, was ich in meiner Freizeit mache.“

Alexander Groß (l) aus Berlin kaufte diesen Keramikfisch

Alexander Groß (l.) aus Berlin kaufte diesen Keramikfisch.

Quelle: Robert Roeske

Nun töpfert sie also. Das ehemalige Feuerwehrdepot in Klein-Ziethen ist sowohl der Ausstellungsort von Petra Manthais kleinen und großen Kunststücken. Dort steht auch der Ofen. „Drüben im Gartenhäuschen arbeite ich.“ Sie macht ganz gern auch größere Teile aus Keramik, „nicht nur Fummelarbeit“, erzählt sie und lächelt.

Wer sich im alten Depot umsieht, wird einiges entdecken. Dazu gehören Frösche, Katzen, ein Uhu, verschiedene Köpfe, Kerzenbehälter, Unterlagen, aber auch Schneemänner. Alles handgemacht und ein Unikat.

Blumenhalter aus Keramik

Blumenhalter aus Keramik.

Quelle: Robert Roeske

„Das Formen der Figur passiert mit den Händen“, erzählt die Klein-Ziethenerin. Manchmal benutzt sie auch eine Gipshalbschale. Die Arbeitszeit sei sehr unterschiedlich, an einem Hahn sitzt sie schon mal acht bis zehn Stunden. Zwischendurch muss alles immer wieder trocknen. Bei 960 Grad wird die Figur im Ofen gebrannt, dann kommt die Glasur rauf, bei 1040 Grad wird dann noch einmal gebrannt.

Das Ganze muss später im Ofen abkühlen – bis auf 70 Grad. „Erst dann kann man den Ofen einen Spalt breit öffnen. Das Abkühlen dauert meist länger als das Heizen.“ Zweieinhalb Tage können die guten Stücke so schon mal im Ofen verbringen.

Hahn aus Keramik

Hahn aus Keramik.

Quelle: Robert Roeske

„Ich kann mir die Zeit frei einteilen, ich bin Rentnerin“, sagt Petra Manthei. Im Winter legt sie meist eine Pause ein – auch weil ihre Werkstatt nicht beheizt ist. „Es gibt aber auch im Sommer Wochen, in denen ich wenig mache.“

Hin und wieder ist sie auf Märkten anzutreffen. „Aber es sind nicht allzu viele, es ist sehr umständlich, alles immer wieder zu verpacken“, sagt die Klein-Ziethenerin. Aber auf regionale Märkte fährt sie öfter mal – oder nutzt wie an diesem Wochenende den „Tag der offenen Töpferei“. „Da ist das Interesse immer groß“, sagt sie. Schon bis Sonnabendmittag kamen mehrere Dutzend Leute.

Von Robert Tiesler

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