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Metall für die ganze Familie

„Rock am Hafen“ in Hennigsdorf Metall für die ganze Familie

Das Open-Air-Festival „Rock am Hafen“ zog am Sonnabend wieder die Freunde handgemachter Musik nach Hennigsdorf. Veranstalter ist seit elf Jahren die Musikerinitiative Hennigsdorf.

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Hat keine Scheu vor dramatischen Rockballaden: Tom Zips, Sänger von The Spacelords. Quelle: Köser

Hennigsdorf. Zeit für etwas Werbung. Zwischen zwei Songs, bestehend aus harten Gitarren-Riffs, ebenso harten Drum-Beats und Stimmbänder-strapazierenden Brüll-Gesang, müssen T-Shirts und CDs an den Mann gebracht werden. „Die Artikel findet ihr gleich nebenan“, sagt der Frontmann von den Ironic Bastards.

Und wer das nicht möchte? Denjenigen ist der nächste Song gewidmet, so der Sänger weiter. Der Titel lautet schlicht und ergreifend „Fuck you“. Und schon legen sie los. „Ich will den selben Song noch mal hören“, ruft jemand aus dem Publikum.

Zum elften Mal fand das Open-Air-Festival „Rock am Hafen“ in Hennigsdorf statt. Der Eintritt war kostenlos, die Musiker spielten ohne Gage. Ehrenamtlicher Veranstalter des Festivals ist die Musikerinitiative Hennigsdorf (MH). Mitorganisator Tom Zips spricht von acht Bands, darunter Jimmy Gee als Hauptact. Und er spricht von einem Geheimauftritt. Ihn und einige MH-Kollegen zieht es ebenfalls auf die Bühne. The Spacelords habe man sich, „ganz bescheiden“, genannt. Nur für diesen Tag. Die Band mit Tom Zips als Sänger spielt ausschließlich Cover-Versionen, unter anderem von Bob Dylan oder Jimi Hendrix.

Die Witterung hat es uns nicht gerade leicht gemacht, sagt Tom Zips. Extreme Hitze und mehrere Regenschauer hätten die Aufbauarbeiten behindert. Umso mehr freut er sich über die vielen Besucher, die nun auf die Festwiese an der Ruppiner Straße strömen. Die meisten zieht es zur Bühne. Zwei junge Frauen versuchen sich als Headbanger, lassen ihre Mähnen fliegen. Aber auch mehrere Familien stehen dort. Ein Kind hat große Kopfhörer auf, die beiden Töchter von Nicole und Dirk aus Hennigsdorf nicht.

Die zweijährige Celine scheint die Lautstärke nicht zu stören. Ungerührt saugt sie an ihrem Schnuller. „Echt cool“, lobt Mutter Nicole. Auch die achtjährige Roxana beschwert sich nicht. Wie auch immer, „sie leben ja noch“, so Nicole lachend. Der Nachwuchs dürfte ohnehin einiges gewöhnt sein, zuhause hören die Eltern Bands wie Manowar oder In Extremo.

Andere strömen zu den Buden. Sie genießen frisch gezapftes Bier, schlürfen Cocktails oder laben sich an Bratwurst, Hamburgern oder Hot Dogs. Besonders bei dem Stand mit dem Spanferkel herrscht reger Andrang.

Die Verkäufer meinen es fast zu gut, die üppigen Fleischstücke passen kaum zwischen die Brötchenhälften. „Darf es noch zusätzlich etwas Schwarte sein“, fragt der freundliche Mann. Und schon ziert eine gewaltige fetttriefende Kruste das kulinarische Gesamtkunstwerk.

Die zwei jungen Herren im Backstage-Bereich sind mit dem Essen mehr als zufrieden. Sie haben fast alles probiert, als Stärkung vor dem Auftritt, so Vokalist Andi von Call of Acheron. Die Band stammt aus Wilhelmshaven, nur der Drummer ist Hennigsdorfer. Deathcore spielen sie, „gut tanzbar“, so Lead-Gitarrist Phil.

Beide hören aber fast jede Musikrichtung, wie sie versichern. Phil: „Schlager aber nicht unter drei Promille.“

Von Fritz Hermann Köser

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