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Orafol baut Hauptquartier in Oranienburg aus

25 Millionen Euro für neues Verwaltungsgebäude Orafol baut Hauptquartier in Oranienburg aus

Orafol bleibt auf Expansionskurs. Nachdem das Oranienburger Unternehmen mit Kunden in aller Welt im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Euro vor allem in Maschinen investiert hat, baut das Unternehmen in diesem Jahr für rund 25 Millionen Euro am Standort ein neues Verwaltungsgebäude für den Konzern, eine Lagerhalle und einen Parkplatz.

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Folien in jeder Farbe, Breite und Qualität.

Quelle: dpa

Oranienburg. Vor fast genau einem Jahr hatte Orafol im Gewerbepark Nord seine neue Produktionshalle eingeweiht. Der damals elfte Anbau. „Der heute fast zu klein ist“, sagt Geschäftsführer Holger Loclair. Der Spezialfolienhersteller bleibt auf Expansionskurs. Auch, weil er 2015 das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte mit Umsätzen weit über einer halben Milliarde Euro verbuchen konnte. Aktuell werden im Standort Straßen aufgebrochen, Bäume gefällt, nach Munition gesucht: „In diesem Jahr werden wir 25 Millionen Euro investieren, im kommenden ebenso viel“, so Loclair. Dabei bekomme das Industriegebiet eine neue Grundstruktur. Eine B-Plan-Änderung sei in Arbeit, „wir hoffen, sie ist Ende Januar durch.“

Orafol hat weitere Grundstücke erworben. Im nördlichen Bereich des Firmenareals ist dabei ein großer Parkplatz für die Mitarbeiter mit 500 Stellplätzen bereits im Bau. „Dabei werden wir die Orafolstraße dem Firmengelände einverleiben.“ Im Juni ist dann Baustart für die neue Konzernzentrale. „Die Verwaltung ist einfach zu klein geworden.“ In den bisherigen Verwaltungssitz zieht unter anderem die Produktionsleitung und die Arbeitsvorbereitung ein, im Neubau – 38 mal 38 Meter groß und vier Stockwerke hoch, geplant von namhaften Architekten, „haben dann auch die Geschäftsführer, die sonst weltweit unterwegs sind, hier einen angemessenen Arbeitsplatz“, so Holger Loclair. Das „Hauptquartier“ werde großzügig, hell und biete Platz für rund 100 Mitarbeiter.

Im südlichen Bereich hat Orafol Grundstücke von Elgora und Micromix erworben, die beräumt werden, damit dort ab März eine Rohstofflagerhalle für 6500 Paletten errichtet werden kann. „Wir brauchen Lagerwirtschaft entsprechend unseres Leistungsvermögens“, so der Geschäftsführer und Hauptgesellschafter des Unternehmens. „Wir arbeiten aber auch künftig an der Kapazitätsgrenze.“

Dem umsatzstarken Jahr 2015 soll 2016 nicht nachstehen. „Auch wenn die politischen Rahmenbedingungen nicht gut sind.“ Die Krise mit Russland, einem wichtigen Handelspartner des Unternehmens, bescherte Orafol einen Rückgang der Exporte dorthin von zehn Prozent, „wir konnten das aber ausgleichen“.

Drei Produktsysteme kommen aus dem Hause Orafol: Klebebandsysteme, grafische Produkte und mikroreflektierende Folien. Im grafischen Bereich gehört Orafol zu den Marktführern, „bei den Reflexfolien vor allem fürs Verkehrswesen wollen wir dorthin“. Im Alltag sind die Spezialfolien überall, und nirgends mehr wegzudenken: auf Verkehrsschildern, Warnbaken, Bussen oder Flugzeugen unter anderem von Air Berlin. Die Basis der Erfolgsstory sieht Holger Loclair in der Entwicklungsarbeit, die in Oranienburg geleistet wird, „in einer straff organisierten Qualitätssicherung, im disziplinierten Verkauf über Händlerstrukturen, Verlässlichkeit und natürlich unser finanziellen Stärke“.

Loclair arbeitet seit 1977 im Unternehmen, leitet es seit 1987. In diesem Jahr wird er 65. An Ruhestand denkt er deshalb nicht. Er fühle sich im Unternehmen wohl, schwört auf sein Team und würde deshalb „gern noch zehn Jahre drauf packen.“

Von Heike Bergt

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