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Oberhavel Orangefest in Oranienburg
Lokales Oberhavel Orangefest in Oranienburg
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00:17 04.05.2017
Artist Martin van Bracht nimmt Bürgermeister, Kurfürstin und Kerstin Schilling von der Preußenstiftung auf den Arm. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Frau Antje auf Stelzen, den Käselaib unterm Arm, plauderte mit flanierenden Besuchern im Schlosspark von Oranienburg. Kleine orangefarbene Kronen oder Blumen im Haar, orangefarbene Federboas um den Hals gelegt – der Sonntag war nicht nur erfreulich sonnig, sondern er stand im Schlosspark und vor dem Schloss Oranienburg im Zeichen der Orange. Denn hier fand zum 10. Mal das Orangefest statt. Und die Besucher waren freundlich gebeten worden, sich orangefarbene Accessoires anzustecken, umzulegen oder aufzusetzen. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke trug einen orangefarbenen Hut und eine Jacke in knalligem Orange. Denn Orange ist die Farbe des niederländischen Königshauses. Und Kurfürstin Louise Henriette, die im Schloss mit dem Großen Kurfürsten lebte, war nun mal eine Tochter aus dem Hause derer von Oranien, worauf die Stadt ihren Namen Oranienburg erhielt.

Niederländische Gäste von der Kunsthandwerk-Gruppe Salland mit ihrem Holzschuhtanz. Quelle: Robert Roeske

Anlass des Festes ist es stets, das Leben zur Zeit der Kurfürstin und den Einfluss der Holländer erlebbar zu machen. Die Veranstalter – die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Tourismus und Kultur Oranienburg (TKO) gGmbH und die Stadt Oranienburg – hatten deshalb die Kunsthandwerk-Gruppe Salland aus Raalte in den Niederlanden eingeladen. An deren Ständen konnten die Festbesucher typisch holländisches Handwerk erleben. So zum Beispiel Korbflechter, Seiler, Glasbläser oder Perlenstrickerinnen. Viele Besucher blieben bei Riny Stam aus Almelo in den Niederlanden stehen. Denn sie klöppelte und stellte zarte Spitzenkragen für Kleidungsstücke her. Freundlich hielten Frauen aus den Niederlanden den Festbesuchern einen Korb mit Knieperke zum Kosten hin. Knieperke sind ein Gebäck aus hauchdünnem Teig, das über offenem Feuer knusprig gebacken wird. Wer einmal zugriff und kostete, nahm meist noch eine zweite Kostprobe.

Martin van Bracht und seine Artistokraten riss die Besucher des Orangefestes mit seinen Darbietungen und seinem Witz mit. Er darf bei keinem Schlossfest von Oranienburg fehlen. Quelle: Robert Roeske

Doch auch einheimische Aussteller aus Oberhavel, zeigten, was der Landkreis zu bieten hat. Da gab es Säfte, Sirup, Honig, Fruchtaufstriche und Wurstwaren aus eigener Produktion. Um das Bewahren von Geschichte geht es den Frauen und Männern vom Geschichtsstübchen Birkenwerder.

Die Frauen vom Geschichtsstübchen Birkenwerder hatten im Schlosspark ihre „Waschstraße“ aufgebaut und zeigten, wie hierzulande vor Jahrzehnten gewaschen wurde. Quelle: Robert Roeske

Sie hatten eine historische „Waschstraße“ aufgebaut in Form von Kessel, Zinkwannen mit Waschbrettern, einer Wringmaschine, Wäscheleinen und Wäschemangel. Sie zeigten den Kindern, wie vor etlichen Jahrzehnten ohne Waschmaschine gewaschen wurde. Die Kinder durften auch selbst in das eiskalte Wasser greifen, die Wäsche rubbeln und das etliche Kilogramm schwere Bügeleisen in die Hand nehmen.

Altes Handwerk aus den Niederlanden: Beim Orangefest bestaunten viele Besucher dieses Kunsthandwerk. Quelle: Robert Roeske

Im Schlosspark konnten die Kinder toben, die Familien picknicken. Dazu das „typisch Oranienburger Strahlewetter“, wie Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke meinte. Kein Wunder, dass die Besucher an den Festeingängen in Doppelreihen anstanden und die Rekordbesucherzahl von 6000 erreicht wurde.

Von Marion Bergsdorf

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