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Jäger stürzt vom Hochsitz

Landesjagdverband vermutet Anschlag Jäger stürzt vom Hochsitz

"Ich hätte tot sein können", sagt Peter Hupfer. Der Rentner aus Oranienburg (Oberhavel) wollte Wildscheine jagen, kletterte auf seinen Hochsitz im Wald von Germendorf und stürzte zwei Meter in die Tiefe - angeblich, weil Unbekannte die Stufen angesägt haben sollen.

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Angesägte Leitersprosse: Der 74-jährige Jäger Peter Hupfer stürzte beim Besteigen seines Hochsitzes schwer.

Michendorf. Wie der Landesjagdverband am Donnerstag mitteilte, wollte der 74-jährige Peter Hupfer aus Oranienburg in der Nacht zum 30. Mai Wildschweine jagen. Um 0.30 Uhr kletterte er auf den Hochsitz im Wald, doch oben auf der Leiter brach plötzlich eine Sprosse. Der Jäger stürzte aus knapp zwei Metern Höhe in die Tiefe und landete rückwärts auf seinem Hinterkopf.

„Ich hätte tot sein können“, sagt Hupfer nach dem Unfall. „Der Holm wurde von unten so angesägt, dass ich das gar nicht sehen konnte.“ Doch der Rentner hatte Glück im Unglück. Nachdem er eine Weile benommen am Boden lag, konnte er noch selbstständig in die Notaufnahme fahren. Dort stellte man eine schwere Stauchung der Halswirbelsäule fest, „Ich kann meinen Kopf nicht bewegen und mir ist oft schwindelig“, sagt Hupfer. „Gebrochen ist glücklicherweise nichts.“

Die Polizei hat indes eine Anzeige wegen Körperverletzung in Verbindung mit Sachbeschädigung aufgenommen, bestätigte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeiinspektion Nord am Donnerstag.

Der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB) Wolfgang Bethe zeigte sich entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Jäger. „Wer so heimtückisch handelt, möchte wehrlosen Menschen körperlichen Schaden zufügen und nimmt ihren Tod billigend in Kauf“, sagt LJVB-Präsident Wolfgang Bethe.

Nach Angaben des Verbandes mit Sitz in Michendorf sei es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Unbekannte Hochsitze, Leiter und Kanzeln zerstört oder manipuliert haben. Dadurch seien Jäger teilweise schwer verletzt worden.

MAZ-online

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