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Oberhavel Oranienburg: Jetzt kann's losgehen
Lokales Oberhavel Oranienburg: Jetzt kann's losgehen
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06:43 15.08.2014
Uta Gerber führt durch das alte Haus. Die ersten Zwischenwände sind schon abgerissen. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Tag für Tag schaut Uta Gerber von ihrem Büro aus auf das alte Haus an der Lehnitzstraße 30. Der Geschäftsführerin des Vereins Lebenshilfe wäre es allerdings lieber, in dem Gebäude, das einst das Katasteramt beherbergte, würden sich schon lange die Bauleute die Klinke in die Hand geben. „Wir wollen dort sieben Wohnungen bauen“, sagt Uta Gerber. Das möchte der Verein schon lange. Doch erst am Montag kam die Baugenehmigung aus dem Landratsamt. „Das hat auf den Tag genau elf Monate gedauert.“ Und das, obwohl alle Unterlagen eingereicht und abgesegnet waren. Aber Uta Gerber hat sich schon genug geärgert über die bürokratischen Hürden. Jetzt kann der Umbau endlich starten.

Und zu tun gibt es in der Tat eine ganze Menge an dem Gebäudekomplex. „Herr Prußok ist doch dafür bekannt, dass er alte Schinken kauft“, lacht Uta Gerber. An dem „alten Schinken“ an der Lehnitzstraße 30 sind seit Jahren die Fenster zugenagelt. Das Dach des u-förmigen Baus war an mehreren Stellen löchrig. Der Verein musste es flicken lassen, nachdem mit dem Landkreis vor einem Jahr ein Erbbaupachtvertrag über 90 Jahre geschlossen wurde.

Im Inneren sind inzwischen die ersten Wände abgerissen. Die Geschäftsführerin schätzt die Nutzfläche auf etwa 1700 Quadratmeter. Fast alle Decken müssen raus. Unter Denkmalschutz steht das Gebäude nicht. „Aber den Erker müssen wir erhalten“, sagt Uta Gerber. „Uns ist die Zentrumsnähe ganz wichtig“, meint die Geschäftsführerin. Die Bewohner sollen kurze Wege haben. Das Haus wird nach dem Umbau drei Vollgeschosse haben. Die großzügig ausgestatteten Wohnungen sollen im hinteren Gebäudeteil entstehen. Auf jeder Etage gibt es eine 70 Quadratmeter große barrierefreie Wohnung, zu erreichen über einen Aufzug. „Die anderen vier Wohnungen haben so 40 bis 50 Quadratmeter“, erzählt Uta Gerber. Aber auch dort werden sich Rollifahrer gut bewegen können. Für die Geschäfsführerin ist immer wichtig, dass die Fenster zum Rausschauen eine niedrige Brüstungshöhe haben. Balkone gibt es nicht, dafür aber so genannte französische Fenster, die bis auf den Boden reichen

Der Verein

Die Lebenshilfe ist ein Verein, der sich um Menschen mit geistiger Behinderung kümmert, aber auch für alle anderen offen steht. Zurzeit werden etwa 190 Menschen betreut.
Der Verein bietet an: ambulant betreutes Wohnen, einen ambulanten Pflegedienst, einen familienentlastenden Dienst. Betrieben werden außerdem die Wohnstätten „Villa Sonnenschein“ in Lehnitz, die „Rote Villa“ in Velten, die Wohngemeinschaft „Aufbruch Psychiatrie“ in Oranienburg, weitere Wohngruppen in Oranienburg und Hennigsdorf, Freizeitstätten und Treffpunkte, eine Kontakt- und Beratungsstelle.
Die Geschäftsstelle befindet sich in Oranienburg, Lehnitzstraße 26, und ist unter 03301/677440 zu erreichen. Geschäftsführerin ist Uta Gerber, Vorstandsvorsitzender Bolko Prußok.

84 Mitarbeiter beschäftigt die Lebenshilfe Oberhavel Süd. Das sind vor allem Heilerziehungspfleger, Sozialarbeiter und Psychologen.

Es gebe sogar schon eine Bewerberliste. Die künftigen Bewohner sollen bei der Gestaltung der Räume gleich eingebunden werden und zum Beispiel die Farben der Wände selbst auswählen.
Im vorderen Teil direkt an der Lehnitzstraße wird die Geschäftsstelle der Lebenshilfe einziehen. Das jetzige Provisorium auf dem Hof in der Lehnitzstraße 26 hätte dann ein Ende. Im Vorderhaus Nummer 30 werden außerdem der Betreuungsverein und der Pflegedienst sitzen. Insgesamt 1,7 Millionen Euro fließen in den Umbau.

Die Zeit drängt. „Bis zum 15. Juni 2015 wollen wir fertig sein.“ Dann feiert die Lebenshilfe ihr 25-jähriges Jubiläum.

Von Andrea Kathert

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