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Oberhavel Mädchen allein in einer vermüllten Wohnung
Lokales Oberhavel Mädchen allein in einer vermüllten Wohnung
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22:19 07.03.2018
Die Oranienburger Polizei musste am Dienstag zu einem nicht alltäglichen Einsatz ausrücken, bei dem besonders starke Nerven gefragt waren. Quelle: Julian Stähle
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Oranienburg

Bei diesem Einsatz in Oranienburg mussten die Polizeibeamten vermutlich mehrmals kräftig schlucken: Am Dienstag gegen 15 Uhr informierten Mitarbeiter einer Oranienburger Wohnungsbaugesellschaft die Polizei darüber, dass eine von ihnen betreute Bewohnerin schon seit geraumer Zeit keine Miete mehr zahlt.

Briefkasten voll und Fliegen an der Tür

Festgestellt wurde, dass der Briefkastenüberfüllt ist und durch einen Spalt der Wohnungstür Fliegen ein- und ausfliegen. Auf das Klingeln und Klopfen der Beamten erfolgte keinerlei Reaktion.

Schlüsseldienst öffnet Wohnung

Daraufhin wurde ein Schlüsseldienst verständigt, der die Wohnungstür öffnete. Nach Auskunft der Polizei hätten die Beamten eine völlig verwahrloste Wohnung vorgefunden. und mittendrin hielt sich ein zehnjähriges Mädchen auf, das allein war.

Mutter taucht plötzlich auf

Die Polizei verständigte daraufhin umgehend das Jugendamt. Noch während sich Einsatzkräfte sowie Mitarbeiter des Jugendamtes in der Wohnung aufhielten, erschien die 56-jährige Mieterin und Mutter des Kindes. Ihr wurde die Auflage erteilt, bis Mittwochmittag die Wohnung in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Dann werde es eine erneute Kontrolle durch das Jugendamt geben. Die Mutter willigte ein, weshalb das Kind bei ihr bleiben durfte. Dennoch wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung aufgenommen.

Update: Jugendamt prüft Hilfeleistungen

Auf Nachfrage beim Kreis hieß es am Mittwochnachmittag, es würden derzeit weitere Jugendhilfeleistungen geprüft. Keine Auskunft gab es dagegen auf die Frage, ob die Frau die Wohnung bis Mittwochmittag tatsächlich aufgeräumt hatte.

Von MAZonline

Anja Lemcke ist Leiterin der Oranienburger Tafel. Sie kann nicht nur anpacken, sondern weiß auch aus eigener Erfahrung, was es heißt, jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Sie findet es tragisch, dass immer mehr Menschen auf die Tafel angewiesen sind. Sie macht ihren Job mit Herzblut.

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