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Oranienburg bekommt mehr Geld für die Bombensuche

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg Oranienburg bekommt mehr Geld für die Bombensuche

Wahrscheinlich schlummern noch Hunderte Blindgänger im Erdreich von Oranienburg. Die Suche nach den Bomben ist teuer. Jetzt gibt es gute Nachrichten für Oberhavels Kreisstadt – das Land hat seinen Zuschuss leicht erhöht.

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Das war der 200. Blindgänger, den die Sprengmeister am 14. Dezember in der Lehnitzstraße 73 unschädlich machten.

Quelle: Archivfoto: Enrico Kugler

Oranienburg. Ausnahmsweise gibt es auch mal gute Nachrichten zum Thema Bombensuche in Oranienburg. In diesem Jahr bekommt die Stadt vielleicht noch ein bisschen mehr von den Landesmitteln ab als in den Jahren davor. Auf Nachfrage beim Zentraldienst der Polizei, dem der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes (KMBD) unterstellt ist, war folgendes zu hören: „Für das Jahr 2017 stehen 7,5 Millionen Euro zur Kampfmittelbeseitigung als freiwillige Leistung des Landes zur Verfügung. Geplant ist, wie in den vergangenen Jahren, die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel für Maßnahmen der Kampfmittelräumung in der Stadt Oranienburg einzusetzen“, erklärte Gabriele Krümmel vom Direktionsbüro des Zentraldienstes der Polizei. Dies wäre eine Summe von etwa 3,75 Millionen Euro. Bisher lagen die Zuwendungen aus dem Land ein wenig darunter. Der KMBD habe bisher jährlich circa sechs Millionen Euro für Maßnahmen der Kampfmittelsuche zur Verfügung. Circa drei Millionen Euro seien davon in Oranienburg eingesetzt worden, meint Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm.

Oranienburg kann jeden Euro für die Bombensuche gebrauchen. Denn noch liegen etwa 300 Blindgänger in der Erde. Deshalb sind auch die Mittel, die der Bund in Aussicht gestellt hat, eine wichtige Hilfe. Die Stadt hatte einen Antrag auf Unterstützung durch den Bund in Gesamthöhe von rund 1,55 Millionen Euro gestellt. Das Land hat diesen bereits an den Bund weitergeleitet. Nach Auskunft des Landes soll der Antrag noch in diesem Jahr beschieden werden.

Noch gibt es keinen konkreten Termin, wann die Bombensuche in der Stadt weitergeht. In Oranienburg soll das Geld schwerpunktmäßig für die Absuche von Restflächen für Baumaßnahmen eingesetzt werden.

Geplant ist natürlich weiter auch die systematische Kampfmittelsuche. Und die wird unter anderem unter anderem am Louise-Henrietten-Steg, im Havelkorso in Lehnitz, in der Julius-Leber-Straße sowie in der Straße Zum Bahnhof in Sachsenhausen durchgeführt.

Aus der Stadtverwaltung war weiterhin zu hören, dass im Hinblick auf eine anstehende weiträumige Umleitung wegen der Baumaßnahmen der Deutschen Bahn auch die Bahnunterführung in Lehnitz nach Kampfmitteln abgesucht und anschließend instandgesetzt werden soll. Auch für den Parkplatz des Bahnhofes Sachsenhausen lägen die Endabstimmungen in den letzten Zügen, so Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Eine Fortschreibung der Prioritätenliste wird noch im Frühjahr erfolgen, Ergänzungen werden dann gesondert bekannt gegeben.

Birte Palke, Bereichsleiterin KMBD, Frank Ritter, Luftbildauswertung beim KMBD, Tiefbauamtsmitarbeiter Stephan Bernard, Frank Stolper, Direktor d

Birte Palke, Bereichsleiterin KMBD, Frank Ritter, Luftbildauswertung beim KMBD, Tiefbauamtsmitarbeiter Stephan Bernard, Frank Stolper, Direktor des Zentraldienstes der Polizei, Sylvia Holm, Ordnungsamtsleiterin und Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (v. l.) sahen sich in den neuen Räumen den Arbeitsplatz für Luftbildauswertung an.

Quelle: Stadt

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, Stephan Bernard vom Tiefbauamt und Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm hatten sich erst am Dienstag mit den Mitarbeitern des KMBD zur Kampfmittelsuche ausgetauscht und dabei den neuen Standort besucht. Nicht nur die Luftbildauswertung, sondern auch der Rest des KMBD ist Anfang des Jahres 2017 umgezogen: Von der Hauptallee in Wünsdorf (Zossen) an die Stätte des Zentraldienstes der Polizei, am Baruther Tor, ebenfalls in Zossen. Die Oranienburger Außenstelle in der Polizeifachhochschule bleibt erhalten.

Von Andrea Kathert

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