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Oranienburg boomt

Stadt will Investoren bei den Kosten für die Infrastruktur mit ins Boot holen Oranienburg boomt

Oranienburg wird weiterer Zuzug in den Jahren bis 2030 prognostiziert. Investoren, die in der Stadt bauen, möchte die Verwaltung an den Kosten für die Infrastruktur beteiligen. Denn Oranienburg wird mindestens zwei neue Kitas und eine neue Grundschule brauchen.

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Den Investor für den alten Speicher wird die neue „Abgabe“ nicht mehr treffen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Investoren, die in Oranienburg bauen möchten, sollen künftig an den Kosten für den Ausbau der Infrastruktur beteiligt werden. Die Stadt möchte ein entsprechendes Konzept erarbeiten, „das wir im Herbst den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorlegen, so Baustadtrat Frank Oltersdorf. Im Bauausschuss am 9. Februar soll es auf den Weg gebracht werden.

Hintergrund ist der zu erwartende Zuzug und der damit verbundene Bauboom. Ein Plus von 1000 Einwohnern war allein 2014 zu verzeichnen, im vergangenen Jahr sah es ähnlich aus. 2012 gingen Prognosen des Landesamtes für Bauen und Verkehr noch von einem Bevölkerungsrückgang von 2,7 Prozent aus. Das wurde 2015 grundlegend korrigiert. Nun sollen bis 2030 hochgerechnet in jeden Fall 1313 Personen mehr in der Stadt leben. Oranienburg erlebt einen enormen Druck auf den Wohnungsmarkt aus Berlin, zugleich gibt hier noch rund 2500 Baulücken.

Doch was und für wen sollte gebaut werden? Für Familien, Senioren, für Singles? Und was suchen sie? In Abstimmung mit der städtischen Woba prüft nun ein Unternehmen die „Marktpotenziale" unter anderem der Weißen Stadt und der dort geplanten Wohnungen entlang der Bothestraße.

Erste Prognosen gehen davon aus, dass Oranienburg künftig zumindest zwei weitere Kitas mit je 150 Plätzen und eine zweizügige Grundschule braucht. Und deren Bau sollen auch die Investoren mitfinanzieren. Die Stadt will die Lasten nicht mehr allein tragen. „Derzeit sind unsere Kapazitäten ausgereizt“, bestätigt die Amtsleiterin für Schulen und Kitas Anke Michelczak.

Dabei geht es nicht um den Häuslebauer, der ein Grundstück für die Familie erwirbt, sondern um große Investoren, wie zum Beispiel die geplanten 280 Wohnungen am alten Speicher. „Wer allerdings bereits Baurecht hat, ist nicht berührt, sondern künftige Bauprojekte“, so Oltersdorf. Die finanzielle Beteiligung wird im „Städtebaulichen Vertrag“ verankert, in dem Kommune und Investoren bisher bereits geregelt hatten, dass zum Beispiel die Erschließung des Grundstücks mit Leitungen und die nötige Zufahrtsstraße auf Kosten des Bauherren errichtet werden. Dann kommt eine „Abgabe“ für die Infrastruktur dazu. „Wer sich der Kostenbeteiligung nicht stellt, bekommt keinen Aufstellungsbeschluss für seinen B-Plan“, so Oltersdorf. Praktiziert werde diese „Kostenbeteiligung bei der Baulandlandwicklung“ schon lange unter anderem in Potsdam oder Berlin, so Planungsamtsleiter Christian Kielczynski.

Von Heike Bergt

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