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Oranienburg fehlen 3000 Wohnungen

Oranienburg Oranienburg fehlen 3000 Wohnungen

Die Oranienburger Genossen habe sich auf ihrer diesjährigen Frühjahrsklausur auf drei wichtige Themen verständigt, die sie als Fraktion voranbringen wollen: den Wohnungsbau in der Stadt, einen Bürgerbus und einen Etat über dessen Verwendung der Jugendbeirat entscheidet.

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Stadtverordnete Judith Brandt mit Fraktionschef Dirk Blettermann und der Bürgermeisterkandidatin Jennifer Collin.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Die jährliche Klausurtagung der Oranienburger SPD vereinte am Wochenende 23 Genossen in Ützdorf am Liepnitzsee. Seit 24 Jahren gibt es diese Frühjahrsklausur. Diesmal verständigten sich die Fraktionsmitglieder auf drei Hauptthemen, die sie in den kommenden Monaten in den Fokus nehmen wollen: den Wohnungsbau in der Stadt, die Verbesserung des Busverkehrs und die Umsetzung von Ideen aus dem Jugendbeirat.

„Bis 2025 gibt es in Oranienburg einen zusätzlichen Bedarf von rund 3000 Wohnungen“, so Jennifer Collin, Aufsichtsratsmitglied bei der städtischen Woba. Einen Teil davon könne die Wohnungsbaugesellschaft stemmen, in dem sie zum Beispiel an der Walther-Bothe-Straße ab 2019 rund 360 Wohnungen in vier Abschnitten bauen will (MAZ berichtete). Doch das allein reicht nicht. Zwar gebe es auch Förderung durch das Land, „aber nicht für die zuvor anstehende Munitionssuche. Das bleibt unser Problem“, kritisiert die Bürgermeisterkandidatin. Die SPD wünsche sich zudem eine Anpassung der Förderbedingungen im Land, damit auch kleine Wohnungen unter 50 Quadratmeter, die mehr denn je gefragt seien, gefördert werden, so Collin. „Unser Ziel ist, dass die Oranienburger auch hier wohnen bleiben können.“ Sie plädierte zudem für ein „sozialen und partizipativen Wohnungsbau“, bei dem Mieter in spe beim Bau und möglichen Wohnkonzepten Mitsprache haben. Zudem möchte sie zum Jahresende in einer Zukunftswerkstatt mit den Bürgern ihr Projekt eines „Holländisches Viertels in Oranienburg“ Gestalt annehmen lassen. Dann gehe es auch um einen möglichen Standort.

Dem neuen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt, der jetzt vor der Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung steht, wolle die SPD zustimmen, um ihn auf den Weg zu bringen. Inhalt ist auch ein Prüfauftrag an die Verwaltung für einen Stadtbus. „Eine Stadtbuslinie, die abhängig von den Wünschen der Bürger Lücken im Busverkehr schließt“, will die SPD unbedingt voranbringen, so Dirk Blettermann. Lehnt aber Schnellschüsse ab. Ein Patentrezept und eine fertige Lösung gebe es nicht, aber das Vorbild Gransee, wo der Stadtbus mit jährlich 20 000 Euro bezuschusst wird – einer vertretbaren Summe.

Nach den Jugendforen 2015 sollten die Wünsche der Jugendlichen der Stadt endlich Realität werden. Welche, sollen Verwaltung und Jugendbeirat bis August 2017 gemeinsam prüfen. Nach einem Antrag der SPD soll im Haushalt 2018 ein Budget mit bis zu 25 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Wofür es ausgegeben wird, kann der Jugendbeirat entscheiden. Außerdem sollen Jugendforen im Zweijahresrhythmus wiederholt werden, fordert Judith Brandt.

Von Heike Bergt

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