Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Oranienburg testet Tempo 30 auf Hauptstraßen

Verkehrsentwicklungsplan beschlossen Oranienburg testet Tempo 30 auf Hauptstraßen

Schwere Geburt bei der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend in der Orangerie. Der seit Jahren diskutierte Verkehrsentwicklungsplan der Stadt bis 2025 bekam letztlich eine Mehrheit. Dieser schlägt unter anderem vor, für die Dauer von einem Jahr auf den Hauptstraßen der Stadt Tempo 30 vorzuschreiben.

Voriger Artikel
Die MAZ bittet zur Torejagd
Nächster Artikel
Wechsel in der Chefetage des Friseurs


Quelle: Peter Geisler

Oranienburg. Um 19.15 Uhr war er am Montagabend dann doch beschlossene Sache: Der Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt Oranienburg bis 2025. Der alte stammt aus dem Jahr 1999, um den neuen wurde mehr als drei Jahre gerungen. Auch am Montagabend in der Stadtverordnetenversammlung wieder.

Der Verkehrsentwicklungsplan schlägt unter anderem vor, für die Dauer von einem Jahr auf den Hauptstraßen der Stadt Tempo 30 vorzuschreiben. Rund um die Uhr. Das reduziere Lärm, bringe bessere Luft und vor allem weniger Gefahren für die Menschen, argumentierten vor allem Grüne, Linke und Freie Wähler.

Die SPD-Fraktion hatte einen Zusatzantrag eingebracht: Tempo 30 ja, aber nur in den Nachtstunden, am Tag bringe das den Verkehrsfluss zusätzlich ins Stocken. Auch die Grünen hatten drei Zusatzanträge eingebracht, zum Beispiel, auf der Walther-Bothe-Straße Tempo 50 zu belassen, zu versuchen, den Takt des RE 5 zu verdichten und Oranienburg und alle Ortsteile in einen einheitlichen VBB-Tarif zu bekommen.

Hans-Joachim Laesicke gedachte am Montagabend eingangs dem verstorbenen Ehrenbürger der Stadt, Horst Eichholz

Hans-Joachim Laesicke gedachte am Montagabend eingangs dem verstorbenen Ehrenbürger der Stadt, Horst Eichholz.

Quelle: Heike Bergt

Doch über den SPD-Antrag bekam man sich lautstark in die Haare: „Die Autolobby hat wieder gewonnen“, bemerkte Linken-Fraktionschef Ralph Bujok. „Der SPD-Antrag lässt den Gesamtplan zur Bedeutungslosigkeit verkommen“, polterte Antje Wendt (Freie Wähler), „generell Tempo 30 ist doch Quatsch, bringt nichts “, so SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann. „Es gibt Leute, die dienstlich schnell durch die Stadt müssen“, sagte Werner Mundt (CDU). „Lasst es uns doch wenigstens das Probejahr versuchen“, mahnte Enrico Rossius (Linke).

Nach einer 15-minütiger Auszeit zogen Dirk Blettermann wie Heiner Klemp (Grüne), um den Beschluss zum Verkehrsentwicklungsplan bis 2025 insgesamt nicht zu gefährden, zurück. Bis nach der einjährigen Testphase, die damit beschlossen ist.

Und damit ist auch der Weg frei für einen wichtigen Punkt im Plan, der allen Fraktionen wichtig ist: die sofortige Planung einer Stadtbuslinie. Planungsgelder in Höhe von 10.000 Euro wurde noch im Nachtragshaushalt 2017 dafür eingestellt.

Von Heike Bergt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg