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09:01 29.12.2017
Die acht Bürgermeister-Kandidaten beim Wahlforum der MAZ im Oranienwerk. Am Ende machte Alexander Laesicke (parteilos) das Rennen (3.v.r.). Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

CDU-Kandidatin Kerstin Kausche trat gegen Alexander Laesicke in der Stichwahl erneut an. Ihr Blick zurück: „Unseren Urlaub hatten wir so geplant, dass dies zum Abstand gewinnen beiträgt. Wir waren in warmen Gefilden und haben in Familie viel erlebt. Das neue Jahr wird neue Herausforderungen und Aufgaben bringen, auf die ich mich sehr freue.“

Jennifer Collin (SPD)

„Der Schmerz nach der nicht gewonnenen Wahl war natürlich groß, aber dennoch sehe ich das Ergebnis als Achtungserfolg, denn die SPD und das Team Collin haben viel geleistet. Um den nötigen Abstand zu gewinnen, half ein Urlaub mit meiner Familie. Nach all dem Stress tat es gut, ein wenig Sonne zu tanken. Die Unterstützung der Genossen, Wegbegleiter, Freunde und natürlich die meiner Familie riss nach der Wahl nicht ab. Ich habe viele aufmunternde Worte erhalten und wurde bestärkt, weiterzumachen. Beruflich geht es weiter im Bildungsministerium in Potsdam – jedoch an anderer Stelle. Ich bin nun in der Schulabteilung tätig und dort Referentin für den Fremdsprachenunterricht an den weiterführenden Schulen sowie für den zweiten Bildungsweg. Die neue Aufgabe macht mir viel Spaß. Kommunalpolitisch kamen im letzten Jahr einige Ämter hinzu, in denen ich mich weiter engagiere wie stellvertretende SPD-Vorsitzende, Mitglied im Bauausschuss, im Woba-Aufsichtsrat.“

Enrico Rossius (Die Linke)

„Ich bleibe natürlich ein politischer Mensch. Ich habe im Wahlkampf für die Bürgermeisterwahlen viel gelernt. Es war eine schöne und auch sehr spannende Zeit, in der ich viele Menschen kennengelernt und auch Erfahrungen gesammelt habe. Ich bin Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Beruflich mache ich einfach weiter. Ich hatte ja keine Karriere auf das Bürgermeisteramt ausgerichtet. Ich habe versucht, im Wahlkampf mit linken Positionen bei den Menschen durchzudringen. Wofür ich stehe, ist wohl bei vielen auch angekommen. Es war ein anstrengendes Jahr für mich. Auch die Familie ist dabei zu kurz gekommen. Die Kids haben schon geschimpft, weil ich nie Zeit hatte. Nun war es auch Zeit, parteipolitisch etwas anderes zu machen. Aber es stand, unabhängig vom Wahlergebnis schon vorher fest, dass ich den Vorsitz im Ortsverband Oranienburg der Linken abgebe, für den Kreisvorsitz kandidiere – als Doppelspitze mit Stefanie Rose. Jetzt geht es mit neuen Aufgaben weiter.“

Heiner Klemp (Grüne)

„Ich bleibe der Kommunalpolitik im vollen Umfang erhalten. Über den Wahlkampf hinweg haben wir neue Mitglieder dazugewonnen, so dass wir jetzt gestärkt an neue Aufgaben gehen. Wenn man wie ich drei von vier Probeabstimmungen vor der Wahl gewonnen hat, hat man natürlich höhere Erwartungen an ein Wahlergebnis als 8,4 Prozent. Ich gebe zu, dass mir das zu schaffen gemacht hat. Ich habe zwei Wochen gebraucht, um meinen Kopf frei zu bekommen. Aber ich habe einen tollen Job, der mich immer neu herausfordert und mich mit interessanten Menschen in Europa zusammenbringt. Es gibt also auch etwas, was ich verloren hätte, wäre ich Bürgermeister geworden. Heute habe ich meinen Frieden mit dem Ergebnis gemacht. In einer Demokratie steht es den Menschen zu, nach ihren ganz subjektiven Kriterien ihre Entscheidung zu treffen. Ich habe dem neuen Bürgermeister eine gute Zusammenarbeit zum Wohl der Stadt angeboten. Ich wünsche ihm eine glückliche Hand dabei.“

Kevin Blüthgen (parteilos)

„Ich habe im Nachhinein noch viel Zuspruch bekommen. Viele fanden es bemerkenswert, dass ich so viel Mut aufgebracht habe, mich der Situation und der Verantwortung zu stellen. 650 Stimmen sind ein Beweis, das es nicht nur Verwandte und Bekannte sein konnten, die meiner Meinung sind, wie damals mancher behauptet hat. Mich würde die Kommunalpolitik schon weiter reizen, aber ich finde es nur sinnvoll, wenn ich mindestens 40 Stunden in der Woche dafür zur Verfügung habe. Unheimlich viele Gedanken schweben immer noch in meinem Kopf herum, was man alles in Oranienburg und Umgebung machen könnte. Aber ich denke, mein Hauptaugenmerk wird auf meiner Familie und den langjährigen Hobbys liegen. Ich bin in zwei Vereinsvorständen. Und halbherzig sollte man nichts machen. Glückwunsch an Alexander Laesicke. Allen anderen Kandidaten einen Dank für die doch sehr interessanten Diskussionen. So manchmal fehlt mir das jetzt doch!“

Jan Radke (AfD)

„Zunächst muss ich sagen, dass ich keine wirkliche Niederlage wegstecken musste. Natürlich bin ich nicht Bürgermeister von Oranienburg geworden, jedoch habe ich als relativ unbekannter Kandidat, als jemand der von außerhalb kommt und der zum ersten Mal für ein politisches Amt kandidiert hat, ein respektables Ergebnis eingefahren. Zudem bin ich ein Demokrat und kann einschätzen wie schwierig es sein würde, bei acht Kandidaten zu gewinnen und das in Oranienburg, eine Stadt die tief verwurzelt ist mit der SPD. Herr Laesicke Junior wurde gewählt und nun heißt es, ihm diese Chance neutral einzuräumen und alles Gute zu wünschen, in der Hoffnung, dass er das Richtige für die Bürger tut. Um Abstand zu gewinnen habe ich mit der Familie einen Kurzurlaub gemacht. Mein beruflicher Fokus liegt auf meiner Arbeit als Ingenieur. Ich interessiere mich sehr für Politik, von daher werde ich mich auch in Zukunft engagieren. Spannend wird es möglicherweise 2019 bei den Kommunalwahlen.“

Friedemann Humburg (parteilos)

„Für mich waren die Wahlen eine wertvolle Lebenserfahrung. Ich bin sehr gern Pfarrer in meiner Gemeinde und spüre das Vertrauen und den Rückhalt. Es ist eine Arbeit die ich weiterhin sehr gern tue. Das stand für mich nie in Frage.“

Von Heike Bergt

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Die E 95 war mit 20,9 Metern die längste und mit 138,5 Tonnen Gewicht die größte und schwerste Lokomotive, die je in Deutschland gebaut wurde. Das riesige und teuerste Kraftpaket in der Geschichte der deutschen Reichsbahn mit Einzelantrieb auf sechs Achsen wurde Ende der 1920er-Jahre in Hennigsdorf gebaut.

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