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Oranienburg will mehr Geld vom Bund

Bombensuche Oranienburg will mehr Geld vom Bund

Oranienburg hat einen neuen Versuch gestartet, vom Bund Geld für die Beseitigung von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg zu bekommen. „Bis heute beteiligt sich der Bund mit keinem Cent an den Kosten für die systematische Bombensuche und -beseitigung in der Stadt“, kritisierte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD).

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Bombensuche am Bahnhof in Oranienburg.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Stadt Oranienburg hat erneut Anlauf genommen, vom Bund Geld für die Beseitigung von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg zu bekommen. Für 2016 sind jetzt 2,25 Millionen Euro finanzielle Unterstützung beantragt worden. Für 2015 waren Aufwendungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro mit Rechnungen belegt und geltend gemacht worden, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Auf Antwort auf den ersten Antrag wartet die Stadt bislang vergeblich.

Oranienburg gilt als eine der am stärksten mit Weltkriegsmunition belasteten Städte Deutschlands. Im vergangenen Dezember wurde der 200. Bombenblindgänger seit der Wende entschärft. „Bis heute beteiligt sich der Bund mit keinem Cent an den Kosten für die systematische Bombensuche und -beseitigung in der Stadt“, kritisierte Hans-Joachim Laesicke (SPD). Der Bund müsse endlich die Verantwortung für die Folgen des Krieges übernehmen, fordert er. „Bisher ist völlig unklar, ob unsere Anträge überhaupt anerkannt werden“, betonte der Bürgermeister. Unklar sei auch, in welcher Höhe es Zuschüsse gebe. „2018 wie auch 2017 müssen wir vier Millionen Euro für dieses Thema in unseren Haushalt einplanen. Geld, das uns für den dringend nötigen Ausbau von Kita, Schulen und Straßen fehlt“, so Laesicke. Der Bund hatte für die Munitionssuche für 2016 fünf Millionen, für 2017 15 und für die Jahre 2018 und 2019 je 20 Millionen bereitgestellt – bundesweit!

Immer noch sei unklar, was abgerechnet werden kann, so Hans-Joachim Laesicke, der „im Herbst mit Antworten auf die Anträge“ rechnet.

Von Heike Bergt

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