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Oberhavel Oranienburg wird für Youtuber zum Verhängnis
Lokales Oberhavel Oranienburg wird für Youtuber zum Verhängnis
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00:20 22.09.2017
In seinem Video vom Sonntag berichtete „Tanzverbot“, alias Kilian H., sehr bedrückt von seiner schwierigen Lage. Quelle: Youtube
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Oranienburg

Das Experiment Oranienburg ist für den Youtube-Star „Tanzverbot“ offenbar gescheitert. Fast 480 000 Abonnenten erreicht der 20-jährige Kilian H. über die Videoplattform. Dort erzählt er fast jeden Tag aus seinem Leben, zeigt seine Supermarkt-Einkäufe und lästert auch schon mal über andere Youtube-Stars. Dafür ist er bei vielen nicht sonderlich beliebt – aber eben auch sehr erfolgreich. Viele seiner Videos erreichen mehr als eine Million Klicks.

Im Mai 2017 ist er von Berlin-Kreuzberg nach Oranienburg gezogen. In der Oberhavel-Kreisstadt fand er eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung mit Küchenzeile im Flur. Gerade bei den Teenies jedoch ist sein Gesicht extrem bekannt, so sprach sich schnell her­um, dass er Oranienburger geworden war. Im Internet tauchte mehrmals seine komplette Adresse auf. So begann für den Internetstar ein Spießrutenlauf – und seine Zuschauer konnten quasi immer hautnah dabei sein.

Immer wieder standen Leute vor dem Mietshaus, in dem er wohnt. Mitarbeiter von Lieferdiensten kamen vorbei, weil er angeblich etwas bestellt hatte. Fremde klingelten in der Nacht Sturm oder blockierten die Klingel, so dass sie stundenlang lief. Auch soll das Haus mit Essensresten beworfen worden sein.

Schon mehrere Male gab es Polizei- und Feuerwehreinsätze, weil Unbekannte den Notruf wählten: So soll es angeblich in der Wohnung gebrannt haben – hat es aber nicht. Mehrfach hätten solche missbräuchlichen Notrufe zur Adresse des Youtubers geführt, meldete die Polizei in der vergangenen Woche.

Die Folge: Die Anwohner sind schwer genervt – und der Vermieter auch. Kilian H. bekam in der vergangenen Woche die fristlose Kündigung. „Ich bin völlig kaputt, ich bin so kurz vor dem Nervenzusammenbruch“, erzählte „Tanzverbot“ bereits in einem Video am 2. September. Was er erlebt habe, das wünsche er niemandem, sagte er außerdem. Er habe einfach nur in Ruhe in seiner Wohnung leben wollen. Das aber ist ihm nicht gelungen – seine Bekanntheit ist ihm in der hiesigen Kleinstadt zum Verhängnis geworden. Auf Twitter schreibt er: „Ich bin Kilian. 20 Jahre. Hoffentlich bald nicht mehr in Oranienburg.“

Von Robert Tiesler

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