Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
194. Bombe in Oranienburg ist entschärft!

Live-Ticker aus Oranienburg 194. Bombe in Oranienburg ist entschärft!

Ausnahmezustand in Oranienburg: Am Mittwoch wurde eine 250-Kilo-Bombe entschärft. Gut 12.000 Menschen waren vom Sperrkreis betroffen und mussten am frühen Morgen ihre Wohnungen verlassen. Auch ein Krankenhaus und ein Seniorenheim wurden geräumt. Inzwischen ist die Bombe entschärft, der Sperrkreis aufgehoben. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Oranienburg 52.7537284 13.236681
Google Map of 52.7537284,13.236681
Oranienburg Mehr Infos
Nächster Artikel
B 96 ab Mitte Mai für sechs Wochen gesperrt

Bürgermeister Laesicke (r.) bedankt sich bei Sprengmeister André Müller.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Am Mittwoch wurde es wieder ernst: Die zweite bestätigte Anomalie in der Lehnitzstraße wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) entschärft. Bis 8 Uhr mussten alle rund 12.000 betroffenen Bürger den 1000 Meter großen Sperrkreis verlassen haben. Die MAZ war vor Ort und berichtete aktuell und fortlaufend von der Entschärfung. Hier der Live-Ticker zum Nachlesen.

+++ 14.40 Uhr: Glückwünsche an den Sprengmeister +++

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) beglückwünscht Sprengmeister André Müller zur erfolgreichen Entschärfung. Jede Bombe weniger sei für ihn eine Erleichterung, so Laesicke weiter. Wie André Müller sagte, bestand noch am Dienstag eine 50/50-Chance, dass die Bombe gesprengt werden muss. Am Ende sei die Entschärfung aber problemlos verlaufen.

Die 195. Bombe wird wahrscheinlich noch vor der Sommerpause in Angriff genommen. Dabei handelt es sich dann um die dritte Anomalie auf dem Gelände an der Lehnitzstraße.

Wir beenden an dieser Stelle unseren Live-Ticker. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit!

+++ 14.10 Uhr: Sirene! +++

Genau wie angekündigt heulen um 14.10 Uhr die Sirenen in Oranienburg. Der Sperrkreis ist aufgehoben, die Menschen können wieder in ihre Wohnungen.

+++ 13.48 Uhr: Bombe ist entschärft! +++

Aufatmen! Die Bombe an der Lehnitzstraße ist entschärft. Gegen 14.10 Uhr könnten in der Stadt die Sirenen heulen, dann wird der Sperrkreis wieder freigegeben.

+++ 13.45 Uhr: Millimeterarbeit für die Entschärfer +++

Die Entschärfung ist in vollem Gange. „Das kostet Zeit“, so Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Mit einem ferngesteuerten Wasserschneidegerät wird aktuell an der Bombe gearbeitet. Mit dem hochtechnisierten Gerät soll unter Hochdruck mittels eines Wassersandgemisches der Zünder aus der Bombe rausgeschnitten werden – Millimeterarbeit für die sechs Spezialisten des KMB.

+++ 12.53 Uhr: 97 Patienten mussten umziehen +++

Nicht 91, sondern doch insgesamt 97 Patienten sind aus dem Oranienburger ins Hennigsdorfer Krankenhaus verlegt: 78 liegend, 19 per Bus, so der Leiter der Evakuierung Gerd Ritter vom Landkreis. Per Ausnahmegenehmigung sind auch diesmal einige Patienten auf der Intensivstation in ärztliche Obhut geblieben.

Derzeit haben die Retter eine Pause und werden im Hennigsdorfer Krankenhaus versorgt: Aktuell läuft eine Beratung, „in der wir die Rücktransporte und Abläufe weiter optimieren wollen“, so Ritter. Sobald die Bombe entschärft sei, „starten wir die Rücktransporte, denn wir müssen ja nicht die Karenz-Wartezeit der Sprengmeister abwarten, bis die Sirene erklingt.“

Ritter lobte den diesmal reibungslosen Transport vom Domino-Seniorenheim in die Turmhalle des Louise-Henriette-Gymnasiums: „Das war im Haus hervorragend vorbereitet und das DRK Gransee sorgt für Hin- und Rücktransport.“

+++ 12.12 Uhr: 80 Evakuierte im Hildebrandt-Haus +++

Das Regine-Hildebrandt-Haus in Oranienburg ist ausgebucht: 80 Evakuierte haben dort ein Zwischenquartier gefunden. „Kurz nach 7 Uhr standen die ersten vor der Tür“, so Michael Konzer vom Seniorenbüro. Die Stadt sorgt für Getränke, Kekse und Obst, ein Cateringservice bietet ein Mittagessen an: Kesselgulasch oder Erbsensuppe für 3,50 Euro. 45 haben es bestellt.

Zu den Evakuierten gehören auch Renate Lehmann (81), Enkeltochter Peggy Lehmann und die Urenkel Chantal (15) und Mourice (7). „Hut ab vor denen, die solche Entschärfungen machen“, sagt Peggy Lehmann, die nicht verstehen kann, dass Leute den Sperrkreis nicht verlassen wollen und so die Arbeiten verzögern. Die Familie hat sich gut verpflegt für die Wartestunden, „mit Essen, Zeitung, Obst und Spielzeug, dann kann nichts passieren“, sagt Oma Renate.

Evakuiert

Evakuiert: Renate und Peggy Lehmann aus Oranienburg.

Quelle: Heike Bergt

Recht gelassen bleiben auch die drei Frauen aus dem Lindenring: Während Sportlerin Ingrid Fischer bis Mittag schon durch halb Oranienburg geradelt ist und bei Freunden Zwischenstopps eingelegt hat, „weil ich einfach kein Sitzfleisch habe“, freut sich Christa Bart, dass sie jemanden zum unterhalten hat. „Und wir freuen uns, wenn wir wieder zurück dürfen.“

Die Lindenring-Anwohner sind von vielen Evakuierungen gebeutelt: „Als wir damals, als die Bombe gesprengt wurde, zurück durften, haben wir vor Erleichterung alle geweint, erinnert sich Edith Fiske. Seit 1996 war sie immer wieder evakuiert: „Einmal lag eine Bombe unterm Wäscheplatz. Dort, wo ich jahrelang Wäsche aufgehängt habe. Ich glaube, so lange wir leben, werden hier noch Bomben gesucht.“

+++ 11.46 Uhr: Drei Oranienburger wollten nicht raus +++

Wie Stadtsprecherin Susanne Zamecki sagte, gab es am Vormittag drei Leute, die den Sperrkreis nicht verlassen wollten. Die Polizei ist angefordert worden, die Beamten nahmen die Personalien auf. „Das ist aber nichts Ungewöhnliches“, so Susanne Zamecki. Ansonsten sei alles im Zeitplan.

+++ 11.17 Uhr: Entschärfer nehmen Arbeit auf +++

Jetzt, wo der Sperrkreis geräumt ist, können die Arbeiter vom Munitionsbergungsdienst bald ihre Arbeit beginnen. Mit der Freigabe des Sperrkreises wird weiterhin für etwa 15 Uhr gerechnet.

Die Entschärfer, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen

Die Entschärfer, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen.

Quelle: Enrico Kugler

+++ 10.58 Uhr: Sperrkreis ist freigegeben +++

Der Sperrkreis ist freigegeben. Damit kann der Kampfmittelräumdienst mit seiner Arbeit in der Lehnitzstraße beginnen.

+++ 10.40 Uhr: Drei Evakuierungsbereiche freigegeben +++

Drei von vier Evakuierungsbereichen sind freigegeben, teilt die Feuerwehr gerade mit. Noch nicht frei ist der Bereich Robert-Koch-Straße/Saarlandstraße. Dort müsse, so heißt es, noch ein Transport abgewickelt werden.

+++ 10.33 Uhr: Leere Straßen +++

Auch außerhalb des Sperrkreises sind die Straßen leerer als sonst, wie hier in der Schulstraße. Links der Straße läuft das normale Leben, die Häuser rechts der Straße sind im Sperrkreis. Wer hier parken möchte – es sind noch Plätze frei, anders als sonst...

Die Schulstraße – rechte Seite im Sperrkreis, linke Seite außerhalb

Die Schulstraße – rechte Seite im Sperrkreis, linke Seite außerhalb.

Quelle: Robert Tiesler

+++ 10:04 Uhr: So geht es weiter +++

In den nächsten Minuten dürften die Bombenentschärfer die Freigabe für den Sperrkreis bekommen. Dann ist klar, dass sich niemand mehr in dem abgesperrten Bereich befindet.

Die Freigabe könnte bald erfolgen. Dann werden die Experten zum Bombenfundort gehen und sich den Blindgänger anschauen. Vor allem müssen sie entscheiden, ob die Bombe entschärft oder doch gesprengt werden muss. Aus der Erfahrung der letzten Zeit scheint eine Entschärfung sehr wahrscheinlich. Die könnte am frühen Nachmittag erfolgen. In Oranienburg geht man davon aus, dass gegen 15 Uhr der Sperrkreis aufgehoben wird und die Bewohner wieder in ihre Wohnungen können.

+++ 10 Uhr: Feuerwehr entdeckt offenes Fenster im Sperrkreis +++

Es sind Kleinigkeiten wie diese, die die Räumung des Sperrkreises aufhalten. In der Emil-Polesky-Straße entdeckt die Feuerwehr ein offenes Fenster. Jetzt muss überprüft werden, ob jemand in der Wohnung ist. Die Feuerwehr fährt eine Drehleiter aus und prüft.

Feuerwehr im Einsatz

Feuerwehr im Einsatz

Quelle: Marco Winkler

+++ 9:32 Uhr: Zeitplan geht voll auf – Freigabe vielleicht schon 10 Uhr +++

Die Bombenentschärfung in Oranienburg könnte heute schneller als im Februar über die Bühne gehen. Die Helfer sind absolut im Zeitplan. 65 Feuerwehrleute sind gerade im Sperrkreis unterwegs.

Jens Pamperin, stellvertretender Stadtbrandmeister: „Die Evakuierung läuft bisher sehr gut. Alles ist ruhig, wir haben keine Probleme. Die Oranienburger sind vorbildlich und einsichtig. Wir liegen gut in der Zeit.“

Manfred Gellert, ebenso stellvertretender Stadtbrandmeister: „Hundertprozentig kann man das nie sagen, wenn die Freigabe des Sperrkreises erfolgen kann, aber wir rechnen mit gegen 10 Uhr.“

Freigabe bedeutet in diesem Fall, der Sperrkreis wird dann für die Bombenentschärfer freigegeben. Sie können dann an den Fundort und die Bombe unter die Lupe nehmen.

+++ 9:20 Uhr: Ein erstes Zwischenfazit – Feuerwehr zufrieden +++

Noch sind die Helfer unterwegs, überprüfen Wohnungen im Sperrkreis. Aber ein erstes Zwischenfazit fällt positiv aus. Jens Pamperin, stellvertretender Städtebrandmeister in Oranienburg, sagte, dass die Evakuierung sehr ruhig laufe, bisher sei es nicht zu Zwischenfällen gekommen.

Jens Pamperin, stellvertretender Städtebrandmeister in Oranienburg, im Interview mit Fernsehjournalisten

Jens Pamperin, stellvertretender Städtebrandmeister in Oranienburg, im Interview mit Fernsehjournalisten.

Quelle: Marco Winkler

Allerdings wurden nach 8 Uhr zwei Männer im Sperrkreis angetroffen. Die Flüchtlinge, die im Oranienburger Ortsteil Lehnitz leben, wussten nichts von der Bombenentschärfung und wurden von der Feuerwehr in ihre Unterkunft zurückgebracht.

+++ 9:07 Uhr: Ein paar Zahlen und Fakten +++

Heute wird in Oranienburg die 194. Bombe entschärft.

Die Entschärfung leitet Sprengmeister André Müller vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg. Das Team umfasst sechs Spezialisten.

Im Einsatz sind insgesamt 273 Helfer, davon 79 Feuerwehrleute, die derzeit den Sperrkreis kontrollieren, 34 Mitarbeiter von Wachschutzunternehmen, 60 Mitarbeiter von Polizei und Bundespolizei und 100 Kollegen, die die Krankentransporte stemmen.

+++ 9:01 Uhr: Seniorenheim konnte problemlos geräumt werden +++

288 Menschen, größtenteils im Rollstuhl, werden aus dem Seniorenheim „Domino“ in der unmittelbaren Nachbarschaft des Krankenhauses evakuiert und in die Turmhalle des Louise-Henriette-Gymnasiums gebracht.

Alle Mitarbeiter sind im Einsatz, um 6 Uhr begann die Verlegung, die jetzt abgeschlossen ist. Heimleiterin Angelika Kühn: „Das braucht gute Vorbereitung und Abstimmung, dann läuft das.“

Viele Bewohner des Seniorenheims sind auf ihren Rollstuhl angewiesen

Viele Bewohner des Seniorenheims sind auf ihren Rollstuhl angewiesen.

Quelle: Heike Bergt

+++ 8:56 Uhr: Der Sperrkreis ist dicht +++

Seit gut einer Stunde läuft nun die Überprüfung des Sperrkreises. Unterdessen wird das Krankenhaus noch geräumt. Vor 10.30 Uhr wird es nicht evakuiert sein. Deswegen kann auch erst frühestens danach mit den Vorbereitungen für die Entschärfung der Bombe begonnen werden.

+++ 8:53 Uhr: Krankenhaus-Evakuierung läuft noch bis 10.30 Uhr +++

Die Evakuierung des Oranienburger Krankenhauses hat um 5.30 Uhr begonnen und wird wie geplant bis etwa 10.30 Uhr dauern. Derzeit werden die letzten von 91 Patienten ins Hennigsdorfer Krankenhaus verlegt. Das sind 20 mehr als bei der letzten Evakuierung am 24. Februar.

48 Rettungsfahrzeuge wurde aus den umliegenden Landkreisen und aus Berlin bereitgestellt, davon 12 vom Katastrophenschutz, die nicht so gut ausgerüstet sind, um sie für Schwerkranke zu nutzen. Gerd Ritter vom Landkreis Oberhavel, der die Aktion koordiniert, beklagt: „Wir fragen immer an, wer welche Fahrzeuge bereitstellen kann, aber die Zahl wird kleiner“, angesichts der vielen Evakuierungen.

+++ 8:41 Uhr: Menschenleerer Bahnhof +++

Eigentlich ist der Bahnhof in Oranienburg ein beliebter Bahnhof für Pendler. Zwischen 7 und 9 Uhr kommen dort viele Pendler aus dem Umland an bzw. fahren nach Berlin. Heute ist der Bahnhof menschenleer. Erst am späten Nachmittag werden dort wieder Bahnen fahren.

Es fallen einige Züge aus, aber es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen. Wichtig für Bahn-Fahrradfahrer-Pendler. Räder können im Bus nicht mitgenommen werden.

Ausführliche Informationen und alle Abfahrtzeiten gibt es hier.

Der menschenleere Bahnhof in Oranienburg

Der menschenleere Bahnhof in Oranienburg.

Quelle: Marco Winkler

+++ 8.35 Uhr Sperrkreis-Überprüfung dauert – die ersten Bilder +++

Während die Überprüfung des Sperrkreises weiter recht problemlos läuft, schicken unsere Kollegen mittlerweile die ersten Bilder. Wir haben alle in einer Bildergalerie zusammengefasst. Die wird laufend aktualisiert.

97c546bc-06f7-11e6-9557-999f051b39a7

20. April 2016, Oranienburg: Für die Anwohner von Oranienburg gehören Bombenentschärfungen mittlerweile zur traurigen Routine. Regelmäßig müssen in der Stadt Bomben unschädlich gemacht werden. Am Mittwoch mussten in den Morgenstunden 12.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Auch ein Krankenhaus und ein Seniorenheim mussten geräumt werden.

Zur Bildergalerie

+++ 8:21 Uhr: Auch der Rettungsdienst ist im Einsatz +++

Ein Pflegeheim muss geräumt werden

Ein Pflegeheim muss geräumt werden.

Quelle: Marco Winkler

Auch der Rettungsdienst ist an diesem Morgen im Einsatz. Er ist dabei behilflich kranke und bettlägerige Personen aus dem Sperrkreis zu transportieren.

+++ 8:15 Uhr: Darum liegen so viele Bomben in Oranienburg +++

Seit 1990 wurden in Oranienburg etwa 190 Bomben gefunden. Bis zu 300 weitere werden noch im Erdreich vermutet. Rund 20 000 Bomben sollen im Zweiten Weltkrieg auf die Stadt abgeworfen worden sein. Oranienburg war damals ein großer Standort der Rüstungsindustrie. Unter anderem gab es dort ein großes Flugzeugwerk, in dem Tausende KZ-Häftlinge arbeiten mussten.

Hier schildert eine Oranienburgerin, wie sie den Bombenangriff auf ihre Stadt am 20. April 1945 erlebt hat. Marianne Berger (83) war damals 12 Jahre alt.

+++ 8:09 Uhr: Überprüfung läuft +++

Seit rund zehn Minuten läuft die Überprüfung des Sperrkreises. Wie lange diese dauert, ist offen. Erfahrungsgemäß wird es eine ganze Weile dauern. Bei der Bombenentschärfung im Februar konnte man erst gegen 11 Uhr sagen, ob der Sperrkreis geräumt ist.

Es gibt immer wieder Fälle, von Anwohnern, die nichts von der Evakuierung mitbekommen haben oder renitente Anwohner, die sich weigern zu gehen.

+++ 7:54 Uhr: Feuerwehr steht in den Startlöchern +++

Kurz vor 8 Uhr macht sich die Feuerwehr bereit, gleich den Sperrkreis zu überprüfen. Rund 65 Feuerwehrleute werden dann durch den abgesperrten Bereich fahren und die Wohnungen und Einrichtungen überprüfen.

Die Feuerwehrleute warten auf ihren Einsatz

Die Feuerwehrleute warten auf ihren Einsatz.

Quelle: Marco Winkler

+++ 7:46 Uhr: Vorbereitungen haben begonnen +++

In Oranienburg sind bereits viele Helfer unterwegs. In wenigen Minuten sollte der Sperrkreis geräumt sein. Erfahrungsgemäß wird das aber ein wenig länger dauern.

Schließlich liegt auch ein Seniorenheim im Sperrkreis. Hier könnte die Evakuierung dauern.

+++ 5.05 Uhr: Rettungsstelle ist geschlossen +++

Die Klinik Oranienburg muss evakuiert werden. In der Rettungsstelle der Klinik können seit 5 Uhr keine Patienten mehr behandelt werden. Die Versorgung übernimmt die Rettungsstelle der Klinik Hennigsdorf, Marwitzer Straße 91.

 

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick:

Der Sperrkreis

Vom Sperrkreis sind 12000 Menschen betroffen

Vom Sperrkreis sind 12.000 Menschen betroffen.

Quelle: Stadtverwaltung

Im Sperrkreis sind 12.000 Menschen gemeldet, außerdem liegen Kitas und Schulen darin. Bis 8 Uhr sollten alle Menschen den Sperrkreis verlassen haben. Danach wird geprüft, ob die Wohnungen auch wirklich leer sind. Vorher kann mit den Entschärfungsarbeiten nicht begonnen werden.

Schienenersatzverkehr

Im Sperrkreis liegen auch beide S-Bahnhöfe der Stadt. Zwischen Oranienburg und Birkenwerder fahren keine Bahnen. Ein Schienenersatzverkehr nach Birkenwerder wird eingerichtet. Die Busse halten dann in der Bernauer Straße Höhe Bahnbrücke. Die S-Bahn informiert unter anderem auf Twitter über den S-Bahn-Verkehr.

Weitere Informationen gibt es hier und hier.

So lief die letzte Entschärfung am 24. Februar

Gegen 5 Uhr begannen die Vorbereitungen, um 8 Uhr wurde der Sperrkreis geprüft. Erst gegen 11 Uhr gab es die Gewissheit, dass dieser wirklich geräumt war. Einige Anwohner hatten ihre Wohnungen nicht verlassen. Entweder hatten sie nichts von der Räumung mitbekommen oder sie weigerten sich, zu gehen.

Kurz nach 11 Uhr starteten dann die Vorbereitungen für die Entschärfung. Die zogen sich ein wenig in die Länge. Kurz nach 15.30 Uhr dann die erlösende Sirene. Die Bombe ist entschärft.

Einen ausführlichen Text dazu finden Sie hier.

Von Heike Bergt, Marco Winkler, Robert Tiesler und Christian Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oranienburg


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg