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22. Nussfest trotz schlechter Ernte ein Erfolg

Stolpe 22. Nussfest trotz schlechter Ernte ein Erfolg

Edeltraud Matthes und Ricardis Klaus vom Stolper Landfrauenverein hatte 1994 eine Idee: Ein Nussfest. Die 22. Auflage wurde am Sonnabend in Stolpe gefeiert – mit Erfolg! Dass die Nussernte in diesem Jahr durch Frost und Schädlinge eher mau ausfiel, tat dem gemütlichen Fest keinen Abbruch.

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Elke Böllersen (r.), deren Tochter Vivian in Velten 150 Walnussbäume angepflanzt hat, verkaufte in Stolpe 50 Kilogramm Walnüsse.

Quelle: Gawande

Stolpe. Extra zum 22. Nussfest ist Peter Klock am Sonnabend aus Hamburg nach Stolpe gekommen. „Es ist eine tolle Veranstaltung“, begeistert sich der Norddeutsche, der selbst in seinem auf Veredelung spezialisierten Gartenbaubetrieb in Schwarzenbek bei Hamburg neben Obstgehölzen auch Nusssorten wie Finkenwerder Deichnuss Royal, eine übergroße Walnuss als Schälfrucht, anbaut. „Die Idee des Nussfestes nehme ich mit und werde nächstes Jahr in den Nussbaumplantagen auch so ein Fest veranstalten.“

So trägt die Festidee, die Edeltraud Matthes und Ricardis Klaus vom Stolper Landfrauenverein 1994 hatten, im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. „Das Nussfest entstand, weil wir damals so viele Nüsse in Stolpe hatten, die wir verkaufen wollten“, erinnert sich Matthes. Dann habe jemand vorgeschlagen, auch Gebasteltes sowie Kaffee und Kuchen zu verkaufen. 65 Kuchen sind es in diesem Jahr, die von den 25 Landfrauen gebacken wurden.

Nüsse wurden kiloweise verkauft

Nüsse wurden kiloweise verkauft.

Quelle: Ulrike Gawande

Und so duftet es im Bürgerhaus einladend nach Gebackenem und vor der Tür nach frischem Räucherfisch während im Garten schwungvolle Livemusik dazu einlädt, mit einem Teller Suppe ein wenig zu verweilen. Es herrscht, trotz zahlreicher Besucher, davon die wenigsten aus Stolpe selbst, eine gemütliche Atmosphäre im Bürgerhaus des Hohen Neuendorfer Ortsteils. „Solch kleine Veranstaltungen sind individueller, es ist gemütlich. Man trifft sich, kommt ins Gespräch und kann Ideen austauschen“, so Festorganisatorin Matthes.

Man stimmt ihr zu: „Es ist nett zusammenzukommen. Mit gefällt die Gemeinschaft“, begeistert sich Monika Fangerob, die Selbstgestricktes anbietet. „Leider ist das Interesse mäßig, es gibt viele Sehleute.“ Über mangelndes Kaufinteresse kann sich hingegen Nicole Peschel nicht beklagen: „Innerhalb von einer halben Stunden waren meine 32 Tüten mit Walnüssen ausverkauft.“ Auch die selbst gebackenen Plätzchen und Fröbelsterne der jungen Frau stoßen auf Zuspruch bei den Besuchern.

Hingucker

Hingucker: Die Nussmännchen von Kurt Stöwe.

Quelle: Ulrike Gawande

Ein besonderer Hingucker sind jedoch die urigen Nussmännchen von Kurt Stöwe (81). Aus zwei Walnüssen gebastelt, mit Haselnusspfeife ausgestattet und auf einem Stück Rinde platziert, sind sie richtige kleine Kunstwerke. Sie gehören einfach zum Nussfest dazu, verrät Stöwes Frau Ingrid, der besonders das Ambiente des Festes gefällt. Ihre Schmalzbrote und der Holunderblütengelee finden ebenfalls Abnehmer.

Dabei sei 2016 ein schlechtes Erntejahr für Walnüsse, erklärt Vivian Böllersen, die in Velten auf 4,5 Hektar 150 Walnussbäume angepflanzt hat. „Viele Blüten wurden vom Frost zerstört und ein Schädling sorgt für schwarze Nüsse.“ Sie bedauert, dass der Walnussanbau wenig bekannt sei und somit die Forschung nur wenig gefördert werde. Dabei sei der Bedarf an heimischen Nüssen vorhanden.

Von Ulrike Gawande

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