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Abitur! Und dann?

Ehemalige organisieren Berufsbörse Abitur! Und dann?

Jeder kennt die Qual der Berufswahl. Der eine weiß schon von Kindesbeinen an, wohin ihn sein Weg führen soll. Der andere ahnt noch nicht einmal während des Studiums, was nun eigentlich sein Berufswunsch ist. Die von Ehemaligen am Veltener Bollhagen-Gymnsium organisierte Berufsbörse versuchte Licht ins Dunkel der angehenden Abiturienten zu bringen.

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Interessierte Schüler der 11.Klassen beim Vortrag von Matthias Woelki (links) zum Thema: Orientierungslos nach dem Abitur.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Velten. Nach dem Abitur im kommenden Jahr will die Veltenerin Michelle Schaal Medizin studieren. Klappt das nicht, hat sie einen Plan B: Jura. Und als Plan C käme für die 16-Jährige als sinnvolle Überbrückung während der Wartesemester ein Auslandsjahr oder eine berufsvorbereitende Ausbildung zum Rettungssanitäter in Betracht. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Michelle weiß, was sie will.

Das ist aber nicht bei allen angehenden Abiturienten der Fall. Und so haben 30 Ehemalige des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums (HBG) vor den Weihnachtsferien eine ganz persönliche Berufsbörse organisiert. Einen Schulvormittag über berichteten die Studenten, Auszubildenden oder schon im Beruf Stehenden von ihren Erfahrungen. „Mir war in den vergangenen Jahren aufgefallen, wie viele Schüler zum Ende ihrer Schulzeit noch keine Ahnung haben, wie es nach dem Abitur weitergehen soll“, berichtet die Organisatorin Delia Borsum, Biologielehrerin am HBG, von der Grundidee der Berufsbörse. Eine Idee, die bei den teilnehmenden Elftklässlern gut ankam.

In dreizehn Kategorien, von sozialen Berufen, über Wirtschaft und Medien bis zum FSJ oder „Work and Travel“, hatte man die Berufe und Studienfächer der Ehemaligen zusammengefasst. „Wir haben uns an den Wünschen der Schüler orientiert und versucht alle Bereiche abzudecken. Nur für Architektur haben wir niemanden gefunden“, berichtet Conrad Guhl, der schon oft Vorträge über sein Studienfach Materialwissenschaft an der Schule gehalten hat. Daraus entwickelte sich der Gedanke, das Angebot auf andere Bereiche zu erweitern. Weitere Ehemalige wurden angesprochen. Kräfte gebündelt. Guhl stieß dabei auf große Begeisterung. Über soziale Netzwerke ist man auch nach dem Abitur noch gut vernetzt.

45 Minuten standen pro Einheit zur Verfügung. Einige Schüler hatten sogar konkrete Fragen vorbereitet. So interessierte sich die Leegebrucherin Marie Friedrich für den Bereich Bundeswehr und Polizei. Besonders die Frage nach den Größenvorgaben brannte ihr unter den Nägeln.

Den meisten Zulauf hatte jedoch Matthias Woelki, Master-Soziologiestudent in Marburg und Abiturient von 2008. Er erzählte aus eigener Erfahrung etwas zum Thema Orientierungslosigkeit nach dem Abitur. „Man muss das machen, was Spaß macht, und nicht den Beruf wählen, den die Eltern wollen oder den, in dem die Berufsaussichten oder der Verdienst am besten sind“, empfiehlt Conrad Guhl, der gerade an seiner Promotion schreibt. „Wir haben als Lehrer neben der Schulstoffvermittlung auch eine Beratungsfunktion“, ist Delia Borsum überzeugt.

Von Ulrike Gawande

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