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Abitur oder Ausbildung?

Oranienburg Abitur oder Ausbildung?

Jeder Jugendliche steht irgendwann vor der Frage, ob er einen Beruf erlernt oder doch Abitur macht und sich eine Studienrichtung aussucht. Die Wirtschaftsjunioren Oberhavel sind momentan auf Schultour, um die Entscheidung zu erleichtern. Sie werben für einen guten Ausbildungsplatz in der Region.

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Jens Stein und Enrico Kitschun (vorne) schauten den Schülern über die Schultern.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Vertreterähnlich drehen die Wirtschaftsjunioren aus Oberhavel momentan erstmals ihre Runden durch einige Schulen des Landkreises. Ziel: Den neunten Klassen Wirtschaftsthemen näher bringen und Schüler animieren, sich für einen wirtschaftlichen Ausbildungsberuf zu entscheiden. Am Freitag sind Jens Stein (Dabag) und Enrico Kitschun (GS Company) mit dem Projekt „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ in der Torhorstschule unterwegs. Hier stellen sie sich in allen sechs neunten Klassen vor (156 Schüler). Die Aktion beruht auf freiwilliger Basis seitens der jeweiligen Schulen. Schulen in Oranienburg, Hennigsdorf, Birkenwerder und Velten nahmen teil – insgesamt um die 500 Schüler.

40 000 Schüler nehmen daran deutschlandweit teil. Torhorst-Lehrer Michael Kunert war von der Idee gleich begeistert. Er unterrichtet WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik). „Wirtschaft ist ja oft eher ein dröges Thema“, sagt er. Es fließe aber immer wieder subtil in den Unterricht mit ein. „Bei jeder Kiste, die wir bauen, machen wir eine Wirtschaftsanalyse.“ Für ihn wichtig: Aufzeigen, dass auf die Jugendlichen auch ohne Abitur ein erfülltes Leben wartet. „Wir wollen die Schüler in regionale Arbeitsplätze bringen.“

Wirtschaftsquiz: 30 Fragen, 25 Minuten Zeit

Das wollen auch die Wirtschaftsjunioren und gehen mit gutem Beispiel voran. Jens Stein ist Geschäftsführer seiner eigenen Automobilberatung in Germendorf, Enrico Kitschun geschäftsführender Gesellschafter einer Arbeits- und Personalvermittlung in Oranienburg. „Abitur ist oft einer gewissen Orientierungslosigkeit geschuldet“, so Jens Stein. „Ausbildung ist aber eine gute Sache“, fügt Enrico Kitschun an. Sie beide haben kein Studienabschluss – und sind dennoch erfolgreich. Das wollen sie vermitteln.

Mit einem Quiz der Wirtschaftsjunioren. 30 Fragen, 25 Minuten Zeit. Die Auswertung erfolgt einige Wochen später. Deutschlandweit gibt es Preise. Aber auch lokal. So lockt ein 500-Euro-Gutschein von Dabag für den ersten Autokauf und ein unabhängiger Bewerbungsmappencheck von GS Company. „Viele Bewerbungen sind mangelhaft“, so Fachmann Kitschun. Zahlreiche landen jeden Tag auf seinem Tisch. „Wir geben ein ehrliches Feedback.“ Zusätzlich darf sich der beste Schüler aus Oberhavel bei den Wirtschaftsjunioren vorstellen. Wenn er es gut macht, hat er die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz in den 30 beteiligten Unternehmen zu ergattern.

Von Marco Winkler

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