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Aktive Seniorenarbeit in Glienicke

Glienicke Aktive Seniorenarbeit in Glienicke

Jeder vierte Einwohner Glienickes ist über 60 Jahre alt. Damit die Senioren nicht vor dem Fernseher versauern, dafür sorgt Karin Kohn. Seit 10 Jahren ist sie Leiterin des Seniorenclubs. Sie wehr sich gegen den Begriff „Rentner“ und sorgt dafür, dass ihre Senioren im Alter nicht rosten.

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Karin Kohn mit einem Bild von Michael Ahrendt, der aktuell in den Clubräumen ausstellt.

Quelle: Marco Winkler

Glienicke. Wenn es ein Wort gibt, das Karin Kohn nicht mag, ist es: Rentner. Hört sich für die 65-Jährige abwertend an, vorverurteilend. „Wenn das einer zu meiner Senioren sagt, muss er sich was anhören“, so die Leiterin des Glienicker Seniorenclubs.

Die gelernte Köchin kennt hier jeder, hat sie doch jahrelang in der Schulküche der Grundschule gearbeitet. „Für 850 Esser war ich zuständig.“ Schüler, Geschäftsleute, Feuerwehrkameraden. 1969 kam die gebürtige Berliner nach Glienicke. „Ich habe rausgeheiratet“, sagt sie, „fühlte mich aber schnell wie zu Hause hier.“

Aktivitäten ohne Ende

Genau so sollen sich nicht nur die 215 Mitglieder des Seniorenclubs fühlen. „In Glienicke leben rund 2600 Menschen, die älter als 60 Jahre sind.“ 25 Prozent aller Einwohner. Ihnen will der Club etwas bieten – abseits der Einöde vor dem Fernseher mit Doku-Soaps und Home-Shopping-Tinnef. Im Club gibt es Kegelgruppen, eine Handarbeitstruppe, 30 Senioren singen im gemischten Chor, 60 halten sich in einer Sportgruppe fit. Schach, Rommé, Skat.

Eine Weihnachtsfeier in der Sporthalle, zu der jedes Jahr 170 Menschen kommen. Geburtstagskinder erhalten eine Kaffeetafel samt Blumenstrauß und Präsent an ihrem Ehrentag. Gartenfeste, Ausstellungen, Reiseberichte. „Wir bieten wirklich viel an. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre das aber nicht möglich.“

Mehr altersgerechte Wohnungen wünschenswert

Der Club erhält sich durch Gelder der Stadt sowie Mitgliedsbeiträge. 18 Euro im Jahr. Altersdurchschnitt: zwischen 64 und 98 Jahre. „Im Chor wird eine Dame im Dezember 99 Jahre alt“, so Karin Kohn. Chorleiter Heinz Jakob zählt 81 Lenze. 24 Auftritte hat der Chor dieses Jahr.

Stolz ist Karin Kohn auf ihren Club. „Viele Gäste staunen, welche Räumlichkeiten wir haben.“ Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei unkompliziert. „Jeder hat immer ein offenes Ohr für uns.“ Sie selbst ist als Clubleiterin bei der Gemeinde angestellt.

Ein paar Wünsche hätte sie aber. „Es müsste mehr altersgerechte Wohnungen geben.“ Heißt: kleine Wohnungen, barrierefrei. „Viele der Senioren sind alleinstehend, haben ein Haus, das sie nicht mehr brauchen.“

2018 wird das 40-jährige Jubiläum des Seniorenclubs gefeiert. Karin Kohn ist mittlerweile seit zehn Jahren dabei. „Meinen Vertrag habe ich zumindest schon bis zum nächsten Jahr verlängert“, sagt sie. Wahrscheinlich überzeugen sie „ihre Senioren“ aber davon, noch ein Jahr dranzuhängen.

Kontakt : Der Seniorenclub Glienicke , Märkische Allee 72, hat jeden Tag ab 8 Uhr geöffnet. Karin Kohn hat dienstags Sprechstunde, Tel. 033056/770 18.

Von Marco Winkler

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