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Oranienburg Aldi-Pläne in Sachsenhausen: Abriss und Neubau
Lokales Oberhavel Oranienburg Aldi-Pläne in Sachsenhausen: Abriss und Neubau
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16:31 14.03.2019
Diese Filiale von Aldi soll einem Neubau weichen. Die Stadtverordneten müssen dafür ihren Segen geben. Quelle: FOTO: Stefan Blumberg
Oranienburg

Die Sachsenhausener müssen nicht länger um ihren Aldi-Markt bangen. Der Lebensmitteldiscounter wird bei seiner beabsichtigten Erweiterung den Planungsweg einhalten, sodass der Umsetzung nichts im Wege stehen dürfte. Zunächst hatte Aldi vom Bauordnungsamt des Landkreises keine Genehmigung für das Projekt erhalten, weil es sich nicht in die örtlichen Gegebenheiten einfügt. Im November äußerte der Sachsenhausener Ortsbeirat die Befürchtung, dass Aldi abwandern könne, wenn dem Unternehmen Steine in den Weg gelegt würden. Das Unternehmen klagte. „Inzwischen hat Aldi einen Antrag auf ein ruhendes Verfahren gestellt“, sagt Kreispressesprecherin Constanze Gatzke. Es gehe nun wohl alles „seinen normalen Weg“.

Aldi benötigt 6150 Quadratmeter

Aldi beantragte am 6. Februar 2019 einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Ziel ist es, das jetzige Gebäude an der Granseer Straße abzureißen und am selben Standort ein neues hinzustellen. Das soll auf einer Fläche von 6150 Quadratmetern geschehen. „Aldi will damit auch in Sachsenhausen sein Unternehmenskonzept durchsetzen. Der Markt wird nicht ganz genau an derselben Stelle stehen, sondern an einer geringfügig anderen Position“, sagt der Oranienburger Baustadtrat Frank Oltersdorf. Laut Einzelhandelskonzept der Stadt ist die Nahversorgung an der Granseer Straße 12 zu sichern. Der Verkauf soll parallel zu den Bauarbeiten weitergehen, womöglich in einem Zelt. Das Vorhaben Thema „Aldi“ wird am kommenden Dienstag, 19. März, 18 Uhr (Orangerie), im Bauausschuss behandelt.

„Bezahlbaren Wohnungsbau vorantreiben“

Ein weiteres Thema ist die Baulandstrategie. Die durchläuft bereits seit 2017 die Gremien der Stadt. Es geht dabei vor allem darum, wie sich die Stadt und ihre Ortsteile kurz-, mittel- und langfristig entwickeln, wo es Baupotenziale gibt, um zusätzlichen Wohnraum von Ein- bis zum Mehrfamilienhaus zu ermöglichen. „Wir möchten mit dem Grundsatzbeschluss die Grundlage dafür schaffen, dass wir als Stadt den Markt selbst regulieren können und nur noch für die Flächen Baupläne machen, die Eigentum der Stadt sind. Die Verfahrensregeln werden später aufgestellt“, sagt Frank Oltersdorf. Hinter der Strategie steckt, in Oranienburg und den Ortsteilen bezahlbaren Wohnungsbau voranzutreiben und zugleich auf mögliche Bodenspekulationen Einfluss zu nehmen. Die Baulandstrategie basiert auf der Ausgangslage in der Stadt und der Prognose für die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2030. Demnach sollte die Zahl der Einwohner von jetzt 46 000 auf 50 900 wachsen. Dies wiederum bedeutet, dass jährlich etwa 600 bis 800 Wohnungen in Oranienburg entstehen müssten.

Plan: Rufbus zunächst als Ergänzung

Und auf der Tagesordnung wird auch das viel diskutierte Konzept für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr stehen. Das große Gesamtpaket wurde leicht geändert. In der Beschlussvorlage wird stehen, dass „die Einführung des Rufbussystems für den Ortsteil Wensickendorf zunächst als Ergänzung zum Linienverkehr erfolgen wird“ (als Erprobung). „Nachfragestarke Fahrten“ würden weiter regelmäßig stattfinden. Bevor eine dauerhafte Einrichtung eines Rufbusses in Erwägung gezogen werde (Ausnahme Schülerverkehr), sollten Erfahrungen von anderen Rufbuslinien vorgelegt werden. Für die Erschließung des Tierparks Germendorf soll ein Shuttleverkehr verhandelt werden. Allerdings sieht es durch die „Kremmen-Oberkrämer-Initiative“ (MAZ berichtete) in dem Fall nach einer anderweitigen Lösung aus.

Von Stefan Blumberg

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