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Oranienburg Alles vom Feinsten

Der Countdown in der neuen Comeniusgrundschule läuft: Das Bauordnungsamt hat das Gebäude abgenommen, einem Schulstart am 5. September und der Einschulungsfeier zwei Tage zuvor steht nichts mehr im Wege. Bis dahin haben die Handwerker aber noch viel zu tun. Vor allem die Stahlbauer.

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Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Staubwolken von Pflasterschleifarbeiten am Donnerstagmorgen am Foyer der Comeniusschule: Heidrun Gassan runzelt die Stirn, bekommt aber schnell Entwarnung signalisiert: Nein, die Fensterputzer sind noch nicht durch, kommen erst am Montag. Staubwolken dürfen also noch sein.

Beim Schulneubau an der Jenaer Straße läuft der Countdown: Der erste große Stein ist der Amtsleiterin für Grundstück und Gebäudewirtschaft und Baustadtrat Frank Oltersdorf am Montag vom Herzen gefallen: Das Bauordnungsamt hat den Bau, die Technik, die Leitungssysteme abgenommen: „Der Einschulungsfeier am 3. September und dem Schulstart am 5. steht nichts im Wege“, so Oltersdorf. „Dank an die Firmen, ohne ihr Mitziehen wären wir heute nicht so weit“, betont Gassan.

Bis zum 3. September bleiben jedoch noch Hunderte Handgriffe zu tun. Im März habe es das erste Krisengespräch gegeben. Allen schwante: Schaffen wir es vielleicht nicht? Diese Gefahr wurde gebannt. Die Fahrstühle sind eingebaut, die neuen Möbel stehen an ihrem Platz. Der Forscherraum ist ebenso eingerichtet wie das Kindercafé und der Clubraum des Hortes, die Klassenzimmer, der PC-Raum, ein moderner Theaterraum mit Klappmobiliar, ein Musikkabinett mit spezieller Wandverkleidung für die gute Akustik. Klassenzimmer mit Tafeln bis Klasse drei, darüber mit Whiteboards. Am Donnerstag wurden außen noch Schiefer-Verblendungen angebracht, Grünflächen beregnet, Zäune fehlen noch und vor allem Geländer im Haus. „Die Stahlbaufirma konnte spät rein, ihre Arbeiten haben jetzt Priorität“, so Gassan.

Zwei Hausmeister in voll- beziehungsweise Teilzeit betreuen das Vorzeigeobjekt, begleiten den Bau bereits seit sechs Monaten, um firm zu sein, was zentrale Schließanlagen, Hausalarm, klimatisierten Serverraum für die PC, Rollläden, Fahrstuhl, Expressspülmaschine in der Essenausgabe betrifft.

„Dabei haben wir gut gewirtschaftet“ ist Oltersdorf zufrieden. Von den 17,3 Millionen Euro im Haushalt würden wohl nur 17 ausgegeben. „Es war des größte Einzelbauvorhaben der Stadt seit der Schlosssanierung 1999. Die schlug mit 22 Millionen DM zu Buche. Allerdings hat der hochmoderne Schulbau auch die Reserven im Stadtsäckel aufgebraucht: „Wir sind bei künftigen Investitionen auf Kredite angewiesen“, so Oltersdorf. Und die stehen in Sachen soziale Infrastruktur schon bald wieder an: Am meisten drängt ein Schulbau in Lehnitz.

Von Heike Bergt

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