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Angst vor heimtückischen Knoten

Oranienburg Angst vor heimtückischen Knoten

Das Brustkrebszentrum Oberhavel in der Klinik Oranienburg hatte für Donnerstagabend zum ersten „Tag der offenen Tür“ eingeladen, um mit interessierten Frauen über die Früherkennungs- und Behandlungsmethoden ins Gespräch zu kommen. Seit 2013 ist das Zentrum zertifiziert. Der Ansturm von Frauen war riesig.

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Dr. Nadine Pohl (l.) erläutert, was man bei einer Sonographie der Brust alles sehen kann.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Angst vor Brustkrebs treibt wohl jede Frau um. Wie kann man Veränderungen selbst ertasten? Gibt es eine Prophylaxe? Wie groß ist das Risiko der Erblichkeit dieser Krankheit? Was passiert eigentlich bei einer Sonographie oder einer Mammografie? Und wie sieht ein Tumor aus? Fragen, auf die die Besucherinnen beim ersten „Tag der offenen Tür“ am Donnerstagabend im „Brustkrebszentrum Oberhavel“ in der Klinik Oranienburg kompetent Antworten bekamen.

Erwartet hatten Dr. Nadine Pohl und Sabrina Naumann ein halbes Dutzend Frauen. Gekommen waren 50! Das Interesse am Angebot war riesig. Die beiden Oberärztinnen leiten das Brustzentrum, das 2013 erstmal und im Oktober dieses Jahres erneut als solches zertifiziert worden ist. Im Zentrum kümmert sich eine ganzes Spezialistenteam um die Frauen: Die Gynäkologen, eine Radiologin, eine Psychoonkologin, die Ärztin, für den Part der Chemotherapie, Pathologen, Sozialarbeiter, Schwestern. Wer Rat oder Bedarf an einer Untersuchung braucht, kann sich in der „Brustsprechstunde“ anmelden, zu der der Gynäkologe überweist oder für die sich Frauen selbst einfach einen Termin machen können unter 03301/66 29 56.

Auf die Frage einer Patientin, ob sie zur Nachsorge nach einer Brust-OP in Berlin auch ins Brustzentrum kommen kann, antwortete Pohl: „Sie sind uns herzlich willkommen.“ Sie erklärte zudem an einem Modell und auch live an einer Besucherin, was man bei einer Ultraschalluntersuchung der Brust auf dem Bild eigentlich sieht als Mediziner. Erklärte, dass die gefürchteten Karzinome sich meist mit diffusen Umrissen darstellen. Die Ärztin riet, die Brust aller vier Wochen selbst abzutasten, „gründlich, auch die Lymphknoten unter den Achseln und bis zum Schlüsselbein hinauf.“ Im Brustzentrum gibt es Infozettel zur Anleitung für Interessierte zum Mitnehmen.

Dass immer mehr Frauen an Brustkrebs erkranken, bestätigt Nadine Pohl nicht: Durch die Mammografie wird er schon sehr früh erkannt.“ Mehr als 100 OPs finden jedes Jahr im Brustzentrum statt, das aber jegliche Veränderungen der Brust behandelt. „Es erkranken auch Männer an Brustkrebs.“ Erst vor Tagen hatte sie wieder einen Fall.

Viele Frauen konnte Nadine Pohl am Donnerstagabend beruhigen: „Brustkrebs tut nicht weh. Schmerzen sind eher ein gutes Zeichen. Auch, dass immer nur eine Brust wehtut. Jede 8. bis 9. Frau erkrankt aber. Und fünf bis zehn Prozent aller Frauen tragen das genetische Gen für Brustkrebs.“ Hierfür gibt es spezielle Blutuntersuchung, allerdings nur an der Charité.

Muss ein Tumor behandelt werden, entscheidet eine interdisziplinäre „Tumor-Konferenz“ über die Therapie. Mehrere Meinungen sind für eine Entscheidung Voraussetzung. In der Konferenz erfolgt auch die Auswertung des Brust-Screenings für Frauen über 50.

Von Heike Bergt

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