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Oranienburg Feinschliff für die neue B 96
Lokales Oberhavel Oranienburg Feinschliff für die neue B 96
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01:16 07.12.2018
Die B 96 in Teschendorf – nach einem Unfall ist der Ort in Windeseile zugestaut. Für die Anlieger eine kurze Zeit der Ruhe. Quelle: Julian Stähle
Löwenberger Land

Der geplante Neubau der Bundesstraße 96, Ortsumgehung Teschendorf-Löwenberg, rückt dieser Tage wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens zur Planfeststellung sind seit Anfang der Woche Erörterungstermine über die vorgebrachten Stellungnahmen und Einwendungen im Gange. Diese finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Bürgerhaus in Löwenberg statt. Am Montag wurden die Stellungnahmen der Landkreise, der Träger öffentlicher Belange und anerkannter Verbände behandelt, am Dienstag waren die am Verfahren beteiligten Städte, Ämter und Gemeinden sowie die privaten Einwendungen aus Teschendorf an der Reihe, am Mittwoch folgt die Erörterung der übrigen privaten Einwendungen.

Gegen den vierspurigen Ausbau der B 96 wenden sich die Naturschützer. Damit würde ein dritter autobahnähnlicher Strang zur Ostsee entstehen, so eines der Hauptargumente. Bernhard Hoffmann als Vertreter des Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, hat sich bei der mündlichen Anhörung am Montag dazu geäußert. „Die anerkannten Naturschutzverbände empfehlen statt eines kompletten Neubaus der B 96 den begleitenden Bau eines Radweges an der Bundesstraße und die Anlage von landwirtschaftlichen Nutzwegen“, sagte Bernhard Hoffmann. Die Naturschutzverbände beantragen in dem Zusammenhang, das Planungsverfahren einzustellen. Die vorgesehene Trasse sei aus naturschutzfachlicher wie verkehrsplanerischer und siedlungsplanerischer Sicht falsch. Als Begründung wird unter anderem die Flächenversiegelung herangeführt, die mit dem Ausbau der Straße höher sein wird als die Bundesregierung es anstrebt.

Naturschützer fordern Tempo 30 in allen Ortschaften

Vorgeschlagen wird vom Landesbüro der Naturschutzverbände unter anderem, die Europastraße E 251 von der B 96 auf die Autobahnen A 20/A 11 zu verlegen, vor allem um den Transitverkehr von der Bundesstraße fernzuhalten. Gefordert wird von den Naturschutzverbänden außerdem Tempo 30 in allen Ortschaften, eine höhere Lkw-Maut auf Bundesstraßen als auf Autobahnen und ein Durchfahrtsverbot für Transit-Lkw zwischen Neubrandenburg und Oranienburg.

Kein Knotenpunkt am „Grüneberger Knick“

In Teschendorf haben vor allem Anwohner des Griebener Weges Einwendungen vorgebracht, die darauf abzielen, dort keinen Knotenpunkt einzurichten, der das Auf- beziehungsweise Abfahren auf beziehungsweise von der neuen B 96 ermöglicht. Stattdessen wird für einen Knotenpunkt auf Höhe des Weges nach Grundmühle am „Grüneberger Knick“ plädiert. „Leider sind alle unsere Einwendungen rigoros abgeschmettert worden“, sagte am Dienstag eine sichtlich enttäuschte Bianca Kober. Die Anwohnerin des Griebener Weges war am Dienstag zum Erörterungstermin ins Bürgerhaus eingeladen worden. Dort, so sagt sie, hätte man die Anregung, den Knotenpunkt am Grüneberger Knick zu platzieren mit dem Hinweis abgeblockt, dass es für den Abstand von Knotenpunkten ein festgesetztes Mindestmaß gibt, das in diesem Fall bezüglich des Knotenpunktes in Neulöwenberg unterschritten werden würde.

Landesbetrieb führt Naturschutz ins Feld

Zudem sei seitens des Landesbetriebes Straßenwesen argumentiert worden, dass bei einem Knotenpunkt am „Grüneberger Knick“ der angestrebte Verkehrsfluss nicht gegeben sei, weil ein Großteil der Anlieger dann eher den Knotenpunkt in Nassenheide nutzen würde. Und schließlich sei vielfach auf Bestimmungen des Naturschutzes verwiesen worden, weshalb der Knotenpunkt am Griebener Weg beibehalten werde. Die Erörterung wird am Mittwoch fortgesetzt.

Von Martina Burghardt und Bert Wittke

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