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Oranienburg „Wir probieren eine Menge aus“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Wir probieren eine Menge aus“
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18:06 28.11.2018
Anna Drosdowska, Leiterin der Kreisvolkshochschule Oberhavel, hat eine Menge neuer Ideen mit eingebracht – und zum Teil schon umgesetzt. Quelle: ENRICO KUGLER
Oranienburg

„Umweltgifte und unsere Gesundheit“, „Kreativ in der Natur“ oder „Oberhavel im Spiegel der Zeiten“ – die Kreisvolkshochschule (KVHS) Oberhavel lockt für das Frühjahrssemester 2019 mit gänzlich neuen Kursen. Die Leiterin der Kreisvolkshochschule, Anna Drosdowska (35), sprach mit der MAZ über neue Formate, über Ideen und ihr erstes Jahr an der Spitze der Bildungseinrichtung.

Die meisten Kurse des Herbstsemesters sind beendet. Was passiert gerade in Ihrem Haus?

Anna Drosdowska: Wir bereiten das neue Semester vor. Das Frühjahrsprogramm ist ab Montag, 3. Dezember, online abrufbar. Ab dem Tag kann sich angemeldet werden. Ab 12. Dezember sind dann auch die gedruckten Exemplare mit unseren Angeboten erhältlich. Sie liegen in allen Kommunen aus, in der Regel auch in den Bibliotheken. Das Frühjahrssemester beginnt am 11. Februar 2019.

Es ist das zweite Mal, dass das Programm nicht an alle Haushalte verteilt wird. Jeder, der Interesse an Kursen hat, muss sich selbst kümmern, wie er an Ihre Angebote kommt. Es heißt, Sie hätten dadurch einen Einbruch bei der Zahl der Kursteilnehmer erlitten. Ist das richtig?

Nein, überhaupt nicht. Wir hatten in diesem Jahr mehr Teilnehmer als 2017. Es waren etwa 5000 in den mehr als 500 Kursen. Und es gab etwas mehr als die Hälfte Online-Anmeldungen, zirka 2500, 2017 lag diese Zahl bei 1800.

Ging die Veränderung – keine flächendeckende Verteilung der Hefte – geräuschlos über die Bühne?

Es gab vereinzelt Unmut darüber, dass die Hefte nicht mehr automatisch im Briefkasten landeten. Aber wirklich sehr vereinzelt. Alle die, die das gedruckte Heft trotzdem haben wollten, denen schickten wir es zu. Vielmehr war die Reaktion: „Dann schaue ich online nach.“ Die Online-Anmeldung ist wirklich sehr einfach. Ich habe mich selbst für drei Kurse angemeldet.

Für welche?

Für einen Laufkurs, Spanisch in der Mittagspause und Lach-Yoga.

Sie traten vor gut einem Jahr an, um die Kreisvolkshochschule attraktiver zu machen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Sehr gut. Wir sind öffentlicher geworden, waren auf einer Messe vertreten, veranstalteten ein Konzert und gingen eine Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer, den Stadtwerken und der Wirtschaftsförderung ein, um im nächsten Jahr das Projekt „FckUp N8 – Nacht des Scheiterns“ zu starten. Es gibt eine Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität. Wir entwickeln neue Formate wie Sprachen in der Mittags- oder Frühstückspause. Es bleibt nicht bei den klassischen Abendkursen. Die Homepage ist neu. Noch in diesem Jahr kommen drei neue Smart-boards. Wir probieren uns aus, wollen uns breiter und zukunftsorientierter aufstellen. Die Weiterbildung schult die mentale Flexibilität. Wir haben Formate, die keiner hat.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt „FckUp N8“?

Das Format kommt aus Mexico, aus der Start-up-Szene. Das große Thema heißt Scheitern. Es geht darum, dass man sich untereinander über Fehler unterhält, die man gemacht hat und weshalb das eine oder andere Projekt gescheitert ist. Wir wollen die Fehlerkultur etablieren, indem man sich etwas traut; auch mit dem Wissen, dass man scheitern kann. Dazu werden Gäste eingeladen, die übers eigene Scheitern reden. Wir wollen damit Menschen ermutigen, sich etwas zuzutrauen. Damit sind wir in Oberhavel die ersten.

Zur Attraktivität gehört auch die Optik des Sitzes der Kreisvolkshochschule in Oranienburg. Wer auf das Gebäude schaut, nimmt es kaum als Bildungseinrichtung wahr ...

Das sehe ich genauso. Aber das Haus wurde im 18. Jahrhundert errichtet und unterliegt dem Denkmalschutz, das macht das Anbringen von großen Werbeschriftzügen schwierig. Wir arbeiten mit Aufstellern vor dem Haus. Einerseits macht das Alter den Charme des Hauses aus, anderseits wissen wir um den Umstand, dass das Gebäude nicht barrierefrei ist. Allerdings bieten wir die Kurse oberhavelweit an und sind bemüht, alle unsere Standorte so attraktiv wie möglich zu gestalten. Es wird investiert.

Das Frühjahrsprogramm ist zusammengestellt. Mit welchen Neuheiten warten Sie auf?

Wir beginnen zum Beispiel mit einer Reihe „Oberhavel im Spiegel der Zeiten“, einem geschichtlichen Format. Es gibt Sprachkurse, die speziell für Reisen ausgelegt sind oder Team Time Talk. Auch Gesundheitsangebote wie „Shinson Hapkido“ gehören dazu. Wir wollen uns an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.

Welcher Kurs ist ein meisten besucht?

Zumba. Auch Pilates, Yoga, Englisch und der Computerclub für Senioren werden gut angenommen.

Sie probieren in Ihrem Haus eine Menge aus. Warum?

Wenn wir es nicht tun würden, würden wir Chancen verpassen.

Von Stefan Blumberg

Die eine Seite sieht kein Katzenproblem – die andere will eine Überpopulation eindämmen in der Kreisstadt eindämmen.

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