Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Auch die Fußgänger leben gefährlich
Lokales Oberhavel Oranienburg Auch die Fußgänger leben gefährlich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:20 08.11.2018
Die Polizei – hier André Bardusch – kam am Mittwoch am Oranienburger Bahnhof mit Radfahrern und Fußgängern ins Gespräch. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

„Ich fahre nur einmal im Monat mit dem Fahrrad. Aber das Rad ist technisch in einem guten Zustand: Lampen, Klingel, Reflektoren – alles dran. Ansonsten habe ich einen Elektroroller. Der ist neu und tip-top“, sagt Brigitte Maschewski aus Oranienburg. So vorbildlich wie bei ihr geht es längst nicht bei allen zu, die sich als Fußgänger oder Radfahrer regelmäßig im Straßenverkehr bewegen. Sie waren die Zielgruppe, die landesweit seit Dienstag bei der Aktion „Tage der Sichtbarkeit“ erreicht werden sollte.

„Vor allem die Fußgänger sind nicht gut sichtbar“, sagt Marie Hensch vom Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg, von dem die Initiative für die Aktion ausging (gemeinsam mit dem Forum Verkehrssicherheit Brandenburg). Die Radfahrer würden ja immer wieder punktuell kontrolliert, die Fußgänger nicht. „Sie machen ja erstmal nichts verkehrt. Aber auch sie wollen wir darauf aufmerksam machen, etwas für ihre eigene Sicherheit zu tun.“ Insgesamt 123 Aktionen vor Bahnhöfen, an Schulen oder anderen belebten Orten im Land Brandenburg fanden und finden seit Dienstag und bis heute statt.

André Bardusch, Jens Biereigel, Thomas Kreutzmann und Carola Grimme waren am Mittwoch im Stadtgebiet unterwegs. Quelle: Enrico Kugler

Im Oranienburger Zentrum waren am Mittwochmorgen die Revierpolizisten André Bardusch, Jens Biereigel, Thomas Kreutzmann, Carola Grimme und Sven-Erik Kusch unterwegs, um die Aktion zu unterstützen. „Wir sind mit den Leuten ins Gespräch gekommen, haben sie beraten, mussten aber auch einige Vergehen ahnden“, sagt André Bardusch. Man könne einiges tun, um besser gesehen zu werden, findet er; leuchtende Westen, Reflektoren für Arme oder Beine sowie für Räder gehörten dazu. Was die Fahrräder angehe, hätte sich die Ausstattung wesentlich verbessert. „Früher hatte man einen Dynamo, der nicht richtig gegriffen hat“, sagt Carola Grimme. Heute sei die Energiequelle das Nabenrad.

Bei ihrer Streife entlang der Bernauer Straße, Schulstraße und Lehnitzstraße liefen (und fuhren) den Polizisten insbesondere Schulkinder in die Arme. „Sie haben wir unter anderem auf das fehlende Licht hingewiesen“, so Carola Grimme. Sowohl in diesen Straßen als auch unmittelbar vorm Bahnhof – am alten Fahrradparkplatz – wurden auch einige Radfahrer gestoppt, weil sie sich ein Vergehen geleistet hatten. „Äh, bin ich auf dem Fußgängerweg gefahren? War es die falsche Richtung?“ Die meisten wussten nicht, warum sie angehalten wurden, wurden aber aufgeklärt – ohne „Zahlschein“.

Katrin Stolzenburg gehörte nicht zu denen. Die 52-Jährige war zu Fuß unterwegs. „Im Herbst und im Winter  fahre  ich gar nicht mit dem Fahrrad. Das ist mir zu gefährlich.“ Auch eine Möglichkeit, der Gefahr als Radfahrer aus dem Weg zu gehen.

Von Stefan Blumberg

Nachdem die Polizei in der Nacht zu Dienstag drei mutmaßliche Diebe in Wensickendorf aufgreifen konnte, die kurz zuvor in Schmachtenhagen in ein Einfamilienhaus eingebrochen waren, wurden die drei Männer inzwischen in Untersuchungshaft genommen.

08.11.2018

Weil es am alten Bahnhof in Germendorf (Oberhavel) nach Gas roch, wurden Feuerwehr und Gasversorger gerufen. Die nahe gelegene Grundschule wurde evakuiert.

11.11.2018

Bereits zum 24. Mal tritt am 14. November um 19 Uhr ein Bundeswehrorchester in Oranienburg für den wohltätigen Anlass auf. Dabei kommen die Einnahmen aus dem Konzert mit dem Heeresmusikkorps Neubrandenburg je zur Hälfte dem Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und der Stadt Oranienburg zugute, die damit eine Schülerfahrt nach Auschwitz organisieren will.

07.11.2018