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Auf Schnäppchenjagd in der Innenstadt

Oranienburg Auf Schnäppchenjagd in der Innenstadt

Rabatte, Niedrigpreise, dauerreduzierte Ware – und immer wieder der Schriftzug „Sale“ und Prozente auf alles. Der Sommerschlussverkauf hat unter dem Kürzel „SSV“ die Innenstadt Oranienburgs längst erreicht. Für einige Händler ist er überflüssig, andere vertrauen aufs „Lockangebot".

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Ausverkauf: Viele Kunden verlassen sich noch auf die Aktionen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Rabatte, Niedrigpreise, dauerreduzierte Ware – und immer wieder der Schriftzug „Sale“ und Prozente auf alles. Der Sommerschlussverkauf hat unter dem Kürzel „SSV“ die Innenstadt Oranienburgs längst erreicht. Für einige Händler ist er überflüssig, andere vertrauen aufs „Lockangebot".

Maik Gutenschwager gehört nicht dazu. „Es gibt doch immer wieder Aktionen“, sagt der Inhaber von „edel-lot Herrenmoden“ in der Bernauer Straße. „Ich entscheide kurzfristig, wenn ich etwas runtersetze.“ Reduzierte Ware ist beim Schneidermeister dennoch zu finden. Er gibt Ermäßigungen je nach sommerlicher Wetterlage.

„Bei 20 Grad Außentemperatur bekommen Kunden 20 Prozent, bei 25 Grad dann 25 Prozent und so weiter.“ Seit 12 Jahren betreibt der 50-Jährige sein Textilgeschäft, gegründet in Gedenken an seine verstorbenen Eltern Edeltraud und Lothar (daher leitet sich auch der Firmenname ab).

Herrenmode-Inhaber Maik Gutenschwager hat sich eine originelle Rabatt-Aktion einfallen lassen

Herrenmode-Inhaber Maik Gutenschwager hat sich eine originelle Rabatt-Aktion einfallen lassen. Hier stehen die Außentemperaturen für den Preisnachlass.

Quelle: Marco Winkler

Eine besondere Aktion hat sich der Laden „Label womenswear“ einfallen lassen: Kleider aus Geschenkpapierfolie schmücken das große Schaufenster. „Eine Idee der Chefin“, sagt Verkäuferin Cornelia Kahl. Zu kaufen gibt es diese allerdings nicht. Der SSV lohnt sich. „Einige Kunden fragen direkt nach“, so die 46- Jährige. Der SVV sei für das Geschäft auch wichtig, weil es kein Lager gibt. „So schaffen wir Platz für die nächste Saisonware.“

Was allerdings nicht mehr so gefragt ist: Herrenmode. Jacken, Hosen, Hemden – aktuell gibt es die komplette Herrenkollektion zur Hälfte des ursprünglichen Preises. „Es ist einfach nicht mehr so gefragt, rentiert sich nicht.“ Deshalb wird es bald keine Herrenartikel mehr geben.

In der Filiale von „Mode Express No 1“ ist der Schlussverkauf fast vorbei. Neuwaren, die von Anfang an als Sonderangebot ausgeschrieben werden, gibt es hier nicht. „Unser Bestand wird reduziert“, erklärt Inhaberin Daniela Lutter. Seit sieben Jahren gibt es das Geschäft„auf dem Boulevard.“ Wer immer kommt: Stammkundschaft. „Davon leben wir hier.“

Christa Wohlfarth wirbt groß und deutlich mit die Saison-Ware

Christa Wohlfarth wirbt groß und deutlich mit die Saison-Ware.

Quelle: Marco Winkler

Ähnlich geht es auch Christa Wohlfarth ein paar Hausnummern weiter. Sie ist Inhaberin des Modegeschäfts „Nansen“, an dem in großen Schriftzügen „Sommerlagerräumung“ und „Saison-Räumungsverkauf“ steht. Einige Oranienburger munkelten schon, der Laden würde schließen. „Wir bleiben hier“, sagt Christa Wohlfarth mit Nachdruck. Doch zumindest der SSV ziehe nicht mehr richtig. „Wer ein Schnäppchenjäger ist, findet diese das ganze Jahr über.“

Nur nicht überall. Einige Läden in der Innenstadt haben dicht gemacht. Leere Fenster in der Stralsunderstraße, dort, wo „New Outfit“ Sportsachen verkaufte und „Shopaholic“ seinen zweiten Laden in Oranienburg hatte.

Von Marco Winkler

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