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Auf dem Silbertablett

Sachsenhausen Auf dem Silbertablett

Zum fünften Mal fand gestern an der Jean-Clermont-Schule in Sachsenhausen der Wettbewerb „Fair Cooking“, den ein ehemaliger Mitschüler und heutiger Koch initiiert hat. Vincent Krawczyk ist heute 25 und möchte auch andere Schüler vom Traumberuf Koch überzeugen. Das gelingt ihm jedes Jahr aufs Neue.

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Justin Rünzel hat seine Lehre gerade begonnen, Paul Steller (l.) kocht fürs Clermont-Team 2016.

Quelle: Bergt

Sachsenhausen. Im vergangenen Jahr war Justin Rünzel beim „Fair Cooking“ noch als Ersatzmann ins Clermont-Team reingerutscht. Und überhaupt wollte der 17-Jährige nach dem Abi eigentlich Arzt werden. Doch nach dem Sieg im Wettbewerb an den Kochtöpfen wusste er: Das ist es! Heute lernt er von den Profis im Restaurant „Volt“ in Kreuzberg, hatte dort zuvor ein Praktikum absolviert, Mitte August eine Kochlehre begonnen und damit seinen Traumberuf gefunden. Gestern gab er erste Erfahrungen weiter.

Zum 5. Mal fand in der Küche der Jean-Clermont-Schule in Sachsenhausen der Kochwettbewerb „Fair Cooking“ statt, den der früherer Mitschüler Vincent Krawczyk initiiert hat. Der kochte auch schon als Kind leidenschaftlich gern, erinnerte sich, wie er als Steppke auf dem Herd eine Plastikschüssel zum Schmelzen bracht. Der heute 25-Jährige hat seine Kochleidenschaft zum Beruf gemacht, arbeit im „Juliette“ in Potsdam. „Der schönste Beruf, den es gibt“. Diese Begeisterung möchte er auch in den heutigen Schülern wecken. Seitdem betreut er ehrenamtlich den Wettbewerb. Mit der Metro, die die Zutaten sponsert, der IHK, MBS, den Stadtwerken, den Wirtschaftsjunioren, der Wildauer Service GmbH und der Firma Chickenonspeed Oranienburg hat dieser inzwischen kräftige Sponsoren im Rücken. Und wer am Wettbewerb teilgenommen hat, ist nicht selten so vom „Koch-Virus“ infiziert, dass er sich für eine Kochlehre interessiert.

Gestern traten vier Teams a vier kochbegeisterte Schüler aus der 1. Oberschule Velten, von der Diesterwegschule und der Albert-Schweitzer-Schule Hennigsdorf und eben der Jean-Clermont-Schule Sachsenhausen gegeneinander an. Mehr Schulen hatten Interesse signalisiert. Aus einem vorgegebenen Warenkorb war ein Drei-Gänge-Menü bis 13 Uhr zu zaubern. Voraussetzungen: Ein Ei muss in der Vorspeise enthalten sein, Saibling im Hauptgang und Schokolade im Dessert. Unter ein schön gedeckter Tisch gehört natürlich ebenso dazu wie abgewaschenes Kochgerät.

„25 Prozent der Schüler aus den Teams nahmen bisher eine Lehre auf“, ist IHK-Regionalleiter Philipp Gall begeistert. Damit serviert der Ex-Clermontschüler der Gastronomie den Nachwuchs sozusagen auf dem Silbertablett. Gastronomen suchen auch in Oberhavel händeringend Nachwuchs und wittern beim Wettbewerb die Chance, engagierte Leute vom Herd weg zu gewinnen. Chefs und Mitarbeiter von zwölf Gastronomiebereichen schauten gestern dem hochmotivierten Nachwuchs auf die Finger.

War die fünfte Auflage von „Fair Cooking“ vielleicht auch die Initialzündung für Paul Steller, der diesmal im Team der Clermontschule kochte? Bisher ist der Beruf Koch für den Schüler der 10. Klasse „Plan B“. „Plan A“ eine Ausbildung bei der Polizei. Ist mit seinem Saibling an Kartoffel-Kürbis-Gnocchis seine Entscheidung gefallen?

Von Heike Bergt

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