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Oranienburg Gewinnerideen beim Bürgerhaushalt
Lokales Oberhavel Oranienburg Gewinnerideen beim Bürgerhaushalt
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19:09 07.11.2018
Bürgermeister Alexander Laesicke (h.M.) dankte den Einreichern der zehn Siegervorschläge vom 2. Bürgerhaushalt in Oranienburg. Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

Nur 360 Oranienburger gaben im September zum zweiten Oranienburger Bürgerhaushalt ihre Stimme ab. Unter 98 Vorschlägen konnten die Bürger wählen, am Mittwoch bekamen die Einreicher der zehn Gewinner-Vorschläge eine Urkunde überreicht und konnten mit der Verwaltung ihre Ideen besprechen, die nun 2019 umgesetzt werden sollen.

Siegervorschlag: Verkehrsspiegel in Zehlendorf

Als Sieger ging Olaf Steinke mit seinem Vorschlag, in Zehlendorf einen Verkehrsspiegel an der Einmündung des Tongrubenweges auf die Alte Dorfstraße aufzustellen, aus der Abstimmung hervor. „Es hat zuletzt mehrere Unfälle dort gegeben“, weiß Steinke. Die Kreuzung sei schlecht einsehbar, weil dort immer mehr gebaut werde. Er freut sich, dass er gleich bei seiner ersten Teilnahme am Bürgerhaushalt, für seinen Vorschlag 223 Stimmen bekam. Bürgermeister Alexander Laesicke freute sich mit dem Gewinner, denn so zeige sich, dass „gute Projekte nicht immer die teuren sein müssen“. Denn mit gerade einmal 500 Euro sei der Verkehrsspiegel eines der preiswerten Projekte. „Das wird bestimmt nicht der letzte Spiegel in Oranienburg sein“, mutmaßte das Stadtoberhaupt.

Geringe Bürgerbeteiligung

Er bedauerte jedoch, dass sich nicht noch mehr Oranienburger an der Abstimmung zum Bürgerhaushalt beteiligt haben. Umso mehr dankte er den anwesenden Ideengebern. „Leute wie sie, machen mir Hoffnung.“ Denn es sei nicht selbstverständlich, sich zu engagieren. „Es ist die Trägheitskraft, die jeder einzelne überwinden muss“, so Laesicke, auch gelte es die Hürde zu überwinden, „für andere etwas zu tun“. Finanzdezernent Christoph Schmidt-Jansa betonte, dass der Bürgerhaushalt die einfachste Form der Demokratie sei und gerade in Zeiten der Politikverdrossenheit anschaulich zeige, wie einfach Demokratie möglich sei. Ein Vorschlag werde eingereicht und im nächsten Jahr umgesetzt. Die einzigen Bedingungen, die zu erfüllen seien, dass das einzelne Projekt nicht mehr als 20 000 Euro kostet, keine Folgekosten verursacht und im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegt.

Wunsch: Verschönerung des Bürgertreffs in Lehnitz

Schmidt-Jansa dankte den Einreichern der Vorschläge, dass „sie durch die Stadt gegangen seien und geschaut hätten was fehlt oder auch was einfach nur gut aussieht“. Oder eben noch nicht. Wie der Bürgertreff in Lehnitz, dessen Verschönerung Werner Schmidt vorgeschlagen hat. Er belegte mit dieser Idee Platz vier. Kostenpunkt: 20 000 Euro. „Bisher ist es eine traurige Stelle in Lehnitz an der Schnittstelle zwischen Nord und Süd“, so Schmidt, der sich nach der Gestaltung mehr Zuspruch an dieser Stelle wünscht. Katrin Wandrey möchte Sitzbalken auf den Treppenstufen an der Ludwigshafener Straße errichten, um die Aussicht auf den Lehnitzsee genießen zu können. Sie hofft, dass die Bürger durch ihre Mitbestimmung später auch pfleglicher mit den Projektergebnissen umgehen und diese mehr wertschätzen.

Platz sechs: Begrünung des Schlossinnenhofes

Auf Platz sechs landete Christian Wollank, der die Begrünung des Schlossinnenhofes vorgeschlagen hat. „Das Schloss ist von vorne schön, aber von hinten trist. Da kann man mehr draus machen, schließlich finden dort auch Veranstaltungen statt“, ist er überzeugt. „Schade nur, dass die Beteiligung an der Abstimmung so gering war.“ Dabei könne man sogar bequem von zuhause aus die Briefwahl nutzen. 2019 sollen die Oranienburger auch online abstimmen können.

Von Ulrike Gawande

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