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Oranienburg Azubis räumen Kanalufer auf
Lokales Oberhavel Oranienburg Azubis räumen Kanalufer auf
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00:21 31.10.2018
Ein Teil der Funde der Auszubildenden, die hier gerade eine Frühstückspause einlegen. Quelle: FOTO: Stefan Blumberg
Oranienburg

„Azubis räumen auf!“ Der Spruch, der auf den extra angefertigten Jacken der Auszubildenden des Oranienburger Rewe-Logistikzentrums steht, war am Sonnabend Programm. 21 junge Frauen und Männer des Unternehmens machten sich am frühen Morgen daran, ein Stück vom Ufer des Oranienburger Kanals vom Müll zu befreien. Sie hatten sich das Teilstück von der Brücke an der Dekra bis zur Brücke an der Kremmener Straße – die Seite, die an Kaufland und Möbelboss grenzt – ausgeguckt. Genau genommen war es Sebastian Vehlow, selbst Auszubildender und zugleich Leiter dieses Projekts. „Ich war in dem Bereich öfter angeln. Mir fiel auf, wie verschmutzt das Ufer ist.“ Andere Abschnitte am Oranienburger Kanal würden zum Beispiel von Anglervereinen gepflegt, diese 900 Meter aber nicht. Deshalb machte er den Vorschlag, dass sich die Rewe-Azubis diese Strecke vornehmen könnten.

Der Einsatz der Aufräumaktion, die in Abstimmung und Unterstützung mit der Stadt Oranienburg stattfand, sollte sich lohnen. Unmengen von Müll wurden allein in den Vormittagsstunden zusammengetragen. Ein riesiger Berg von Kabelummantelungen, Stühle, Zelte, vier Staubsauger, halbe Kühlschränke, Jacken, Dosen, Schneeschieber fanden sich in dem von der Stadt extra aufgestellten Container wieder. „Ich hatte nicht gedacht, dass wir hier so viel Müll herausholen. Ich habe viele Kabel gefunden“, sagte Thomas Klug, der die Aktion gut findet und sich zudem darüber freut, „dass wir dafür auch einen freien Tag bekommen“. Auch mit Freude angepackt hat Karolina Jura, die sich im dritten Lehrjahr (Fachkraft für Lagerlogistik) befindet: „Wir tun damit etwas für die Umwelt. Und wenn alle mit anpacken, geht das auch recht schnell. Bei jedem Gang haben wir irgendetwas gefunden. Glasflaschen, Plastikflaschen, Mülltüten, die an Bäume angehängt waren – das haben die Leute bewusst dorthin getragen“, vermutet sie.

Aktion des Logistikzentrums in Oranienburg

Sebastian Vehlow ist sich ziemlich sicher, woher ein Großteil des Mülls kommt. „Vor ein paar Jahren haben hier mal Sinti und Roma ihr Lager gehabt. Aus der Zeit ist viel übrig geblieben. Und ich glaube auch, dass Mülltouristen ihren Dreck hier abladen.“

Die Azubis bildeten am Sonnabend drei Gruppen. Jede Gruppe nahm sich einen Abschnitt vor und kämmte ihn nicht nur einmal durch. Diejenigen, die in Richtung Dekra unterwegs waren, hatten mehr zu tun als die, die sich dem anderen Flügel (Kremmener Straße) widmeten. „Wir hatten etwas Glück und schleppten nicht so viel heraus wie die anderen. Plastik, Glas, Kabel und Dosen haben wir vor allem gefunden“, so Jasmine Barz aus der ersten Lehrjahr (Fachlageristin). Und Pascal-Lukas Wiese (zweites Lehrjahr) zählte vier Säcke, die mit Müll gefüllt im Container landeten. „Staubsaugerteile, Styropor, eine Angel war auch dabei, die hier am Ufer lag.“ Nicht aufgesammelt werden durften Fundstücke, bei denen ein chemischer Inhalt vermutet wurde. „Dafür haben wir Karten angefertigt, auf denen die Stellen eingezeichnet werden“, so Sebastian Vehlow.

Mit der Aufräumaktion – sie wurde mit einer Zeitraffer-Kamera festgehalten, um sie später präsentieren zu können – wollen sich die Azubis für die Umwelt einsetzen und auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen. „Weiterhin existiert die Idee, eine Patenschaft für den Uferbereich zu übernehmen“, hatte Ausbildungsbetreuer Olaf Helmich bereits im Vorfeld der Aktion angekündigt.

Von Stefan Blumberg

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