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Oranienburg Bauen, streuen, säubern: Alles aus einer Hand
Lokales Oberhavel Oranienburg Bauen, streuen, säubern: Alles aus einer Hand
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00:23 01.09.2018
BAB 10, Autobahn Richtung Dreieck Oranienburg Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

„Wir sind für die Übergabe bereit“, sagte Thomas Stütze am Mittwoch mit Vorfreude auf den Betriebsdienststart der Havellandautobahn GmbH am kommenden Sonnabend. Der 1. September 2018 gilt als offizieller Beginn des 30 Jahre laufenden Vertrages für das sogenannte ÖPP-Verfügbarkeitsmodell A 10/A 24. „Es ist das erste Projekt einer öffentlich-privaten Partnerschaft in Berlin-Brandenburg“, sagte Frank Süsser, im Bundesverkehrsministerium zuständig für Bundesfernstraßen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Laut Vertrag wird das Unternehmen in den nächsten drei Jahrzehnten als Auftragnehmer des Bundes, des Landesbetriebes und der Deges den Hut auf haben für die 65 Kilometer lange Autobahnstrecke vom Autobahndreieck Pankow bis zum Dreieck Havelland (A 10) sowie vom Dreieck Havelland bis zur Anschlussstelle Neuruppin (A 24). Das Mammutprojekt ist der sechsstreifige Ausbau der A 10 und die grundhafte Erneuerung der A 24. Bis Ende 2022 werden die Bauarbeiten dauern. „Bei ÖPP-Projekten gab es noch nie Verzögerungen“, versicherte Sven Tesanovic, Projektleiter von der Deges.

Probesitzen im neuen Fahrzeug: André Scholz (l.), Leiter Betrieb der Havellandautobahn GmbH, und Bundestagsabgeordneter Uwe Feiler (CDU). Quelle: Stefan Blumberg

Aktuell werden im Bereich Mühlenbeck und Oberkrämer Vorbereitungen für den vierspurigen Verkehr auf einer Fahrbahn getroffen. Vermutlich Ende September werden die Fahrzeuge dann auf diese Weise rollen, zwei Fahrspuren in jede Richtung. Eines der priorisierten Projekte ist der Brückenneubau in Vehlefanz. Die alte Brücke wird aber erst abgerissen, wenn die neue befahrbar ist. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler (CDU), der sich bei der Havellandautobahn-Gesellschaft über den status quo informierte, wollte wissen, ob denn die Besonderheiten, die es im Bereich Leegebruch nach dem Hochwasser 2017 gab – bei der Planung berücksichtigt wurden. „Da, wo wir bauen, säuft kein Ort ab“, brachte es Sven Tesanovic auf den Punkt.

Von Sonnabend an bis zum 29. Februar 2048 ist die Havellandautobahn-Gesellschaft auch für das ganze „Drumherum“ zuständig (und für das zehn Kilometer lange Stück von der A 10 bis Falkensee). Worum sich bislang die Autobahnmeistereien Bernau, Birkenwerder und Wittstock kümmerten, liegt dann in der Hand des noch Unternehmens: Beseitigen von Straßenschäden, Pflege der Grünflächen, Instandhaltung der Ausstattung (Schilder, Leitplanken), Winterdienst, Reinigung, Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden. Um dem gerecht zu werden, wurden 14 neue Mitarbeiter eingestellt. Sie stammen zum Teil vom Landesbetrieb Straßenwesen oder anderen Autobahnmeistereien. Einige Kollegen hätten jetzt sogar kürzere Fahrwege, so Thomas Stütze. „Für 2,1 Millionen Euro haben wir unsere neue Technik gekauft“, erklärte André Scholz, Leiter Betriebspark, am Mittwoch. Das sind sechs nagelneue MAN-Lkws auf höchsten technischen Standard („Die Kollegen sollen beste Arbeitsbedingungen haben.“). Die Mitarbeiter werden derzeit geschult.

Die Havellandautobahn-Gesellschaft hat nebenbei ein weiteres Projekt in Arbeit: Der Bau des neuen Standortes im Gewerbegebiet Vehlefanz. Wenn der fertig ist, wird der provisorische Standort in Oranienburg verlassen.

Von Stefan Blumberg

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