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Baustoffhandel als erster Markenbotschafter

Germendorf Baustoffhandel als erster Markenbotschafter

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke ist auf Unternehmenstour. Station machte er in Germendorf, bei KSE Baustoffhandel. Prokurist Dr. Sven Birk führte ihn durch die Kiesgrube und Renaturierungszone. Das Unternehmen ist das erste Oranienburgs, das als Markenbotschafter für den Standort Oberhavel werben soll.

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Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke überreicht die Ernennungsurkunde an Dr. Sven Birke.

Quelle: Robert Roeske

Germendorf. Einmal im Monat dreht Dr. Sven Birk eine Runde über das 24 Hektar große Gelände des KSE Baustoffhandels in Germendorf. Gut, vielleicht läuft er nicht das ganze Areal ab. „Aber ich mache an bestimmten Punkten Grundwassermessungen“, sagt der Prokurist des Unternehmens.

Freitag begleitete ihn Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Das Stadtoberhaupt hatte einen seiner Ortstermine, um sich selbst ein Bild von Betrieben in Oranienburg zu machen. „Aus erster Hand von den Unternehmen zu erfahren, welche Perspektiven sie verfolgen, wo unsere Unterstützung benötigt wird und wo sie der Schuh drückt, ist mir ein wichtiges Anliegen“, ließ er im Vorfeld ausrichten.

LKW fahren hin und her, um natürliche Rohstoffe abzutragen

LKW fahren hin und her, um natürliche Rohstoffe abzutragen.

Quelle: Robert Roeske

Der Schuh drückt bei Sven Birke ein wenig, wenn es um das Genehmigungsverfahren für die Erschließung weiterer fünf Hektar Land geht. Seit 2,5 Jahren wartet er auf einen positiven Bescheid. Eine Prognose, wann dieser kommt, will er nicht abgegeben. „Bis dahin wird bei uns auch kein Kies abgetragen“, macht er auf das Dilemma der Wartezeit aufmerksam. „Wir versuchen im Unternehmen immer ein Gleichgewicht herzustellen zwischen der Förderung von Rohstoffen und der Deponie-Funktion“, so der 53-Jährige.

Im September werden 5 Hektar Wald gerodet. Nur die Eichenallee auf dem Gelände bleibt bestehen, „als Zugeständnis an den Naturschutz.“

Renaturierung kostet 10 000 Euro pro Hektar

Ein wichtiges Punkt im Unternehmen: Renaturierung. Abgetragene oder aufgeschüttete Fläche soll in ihren Ursprungszustand zurückgeführt werden. Ein Hektar Renaturierung (mit Mischwald) kosten rund 10 000 Euro. Letzte Ergebnisse zeigten: Es gibt seitens des Unternehmens keine nachweisbaren Belastungen des Grundwassers. Abtragungen müssen immer einen Meter über dem Grundwasser erfolgen.

Doch was passiert, wenn der Kies in ferner Zukunft komplett abgetragen ist ? Die öffentliche Nutzbarmachung folgt. Laesicke hätte da eine Idee: „Die Oranienburger wünschen sich schon lange einen Rodelberg.“

Keine Zukunftsmusik: KSE Baustoffhandel ist erster Markenbotschafter für den Regionalen Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten (RKW O-H-V). Bei Sven Birk sei die Idee, die Unternehmensstärke der Region in die Welt zu tragen, gleich auf offene Ohren gestoßen, so Laesicke. Die offizielle Ernennungsurkunde hatte er dabei. Auf seinen Flyern wirbt das Unternehmen schon mit dem Logo. Jetzt kommen noch Aufkleber für sämtliche Fahrzeuge hinzu.

Von Marco Winkler

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