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17:18 28.08.2018
Zum Durchatmen: Hier entsteht das neue Highlight des Turms: ein Gradierwerk im Miniformat, das gesunde Salzluft verströmt. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Am kommenden Sonnabend, 1. September, um 9 Uhr sind Spaßbad und Saunalandschaft der Turm-Erlebniscity wieder offen. Beim „Anbadetag“ gibt es Musik und Animation am Beckenrand. Knapp zwei Wochen waren beide Bereiche geschlossen. Traditionell ist nach den Sommerferien die Zeit für Umbauten und Reparaturen. Sieben Millionen Menschen haben sich seit der Eröffnung hier getummelt. Das hinterlässt Spuren.

Nach der Sanierung der Badebecken in den letzten drei Jahren gibt es aktuell vier Baustellen unterm Turm-Dach. „Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten, das muss alles wie in einem Uhrwerk ineinandergreifen, damit wir auch am Sonnabend fertig sind“, so Geschäftsführer Kay Duberow.

Baustelle Nummer 1: Die Küche. Hier ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Stein auf dem anderen geblieben. Nicht nur Fliesen an den Wänden und am Boden, Lüftung und Elektrik waren verschlissen: „Hier waren einfach die Abläufe in der Küche nicht durchdacht. Ständig kamen sich Köche und Abwaschpersonal in die Quere. Das ist nach dem Umbau vorbei. Die fünf Köche in Hochzeiten stehen sich dann nicht mehr auf den Füßen bei großen Events. Allerdings wird die Küche nicht bis zum Sonnabend fertig, sondern bis November. Derweil kommt Kulinarisches aus kleinen Ausweichküchen.

Baustelle 2 befindet sich in der Sauna. Hier sind die Bauleute bis zum Sonnabend aber verschwunden. Am Becken im Freien werden Randfliesen ausgetauscht. „Hier gibt es vor allem Putzarbeiten, eine Grundreinigung des Fußbodens steht an, Holzbänke werden abgeschliffen, Silikonfugen erneuert.“ Schließlich ist hier alles in Dauerbenutzung und wird nicht nur einmal am Tag beim Duschen nass. Auch die Lavasteine in den Öfen für den Aufguss werden jährlich ausgetauscht. Wegen eines Engpasses an sibirischem Lärchenholz wird das Dach der Event-Sauna erst später neu gedeckt.

Baustelle 3 befindet sich in der bisherigen „Jurte“. Die war in die Jahre gekommen und nun kommt in den runden Raum ein Gradierwerk im Kleinformat mit Natursole aus Sülbeck, die über das Reisig des Schwarzdorns fließt und salzhaltige, heilende Luft erzeugt, erklärt Technikchef Bastian Gebhard. Das neue Highlight der Turmcity neben Salz-Sauna und russischer Saunalandschaft. Eröffnung des Gradierwerks ist im November. Gestern wurde der Boden unter den alten Fliesen weggeschliffen.

Bis auf die Grundmauern entkernt ist der Duschenbereich auf der linken Seite des Bades – Baustelle 4. Wie die Duschen künftig aussehen, kann man auf der anderen Seite sehen: 2017 waren die dortigen grundsaniert worden. Fertigstellung: 12. Oktober.

Die Randfliesen am Außenbecken der Sauna werden ausgetauscht. Quelle: Enrico Kugler

Presslufthammer und anderes lärmendes Gerät ist ab Sonnabend verstummt. „Die Gäste können schwimmen, sich erholen, alle weiteren Arbeiten finden hinter den Kulissen statt“, verspricht Kay Duberow. Insgesamt wird eine knappe Million investiert.

„Wir müssen das Bad in gutem Zustand halten und auch immer wieder Neues bieten.“ Neben den Einnahmen steht der SOG ein jährlicher Zuschuss aus dem Stadtsäckel in Höhe von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir konnten unsere Kosten mit Abschreibungen 2017 zu 81 Prozent selbst decken“, so der Geschäftsführer. Das sei im Vergleich der Bäder sehr gut.

Die Küche wird erst im November nagelneu sein. Quelle: Enrico Kugler

Und auch das Jahr 2019 hat er schon im Blick: Da werden das „Black Hole“ und das zugehörige „Landebecken“ sozusagen in einem Rutsch saniert. Er verrät nur so viel: „Es wird zugleich ein neues Rutscherlebnis geben“.

Der lang andauernde Hochsommer hat dem Turm zwar weniger Besucher beschert, aber mancher kam gezielt, um den „Südseeblick“ zu genießen, sagt Duberow mit einem Augenzwinkern. Nachdem Unterholz beseitig ist, hat man von Bad und Liegewiese aus einen guten Blick auf die Südseite des Lehnitzsees.

Von Heike Bergt

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