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Oranienburg Bekenntnis in Millionenhöhe
Lokales Oberhavel Oranienburg Bekenntnis in Millionenhöhe
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11:29 26.08.2016
Die ersten Wände der neuen Lagerhalle, die im März fertig sein soll, wurden am Donnerstag montiert. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Von seinem Fenster aus kann Holger Loclair sehen, wie die neue Orafol-Konzernzentrale wächst. Derzeit ist die Baugrube ausgehoben, finden Vermessungen statt. Es gibt eine Verzögerung von reichlich einem Monat. Das sei wettzumachen, so der Geschäftsführer, der davon ausgeht, dass die rund 140 Mitarbeiter der Geschäftsleitung und der drei Verkaufsdivisionen sowie die Finanzbuchhaltung im August kommenden Jahres Einzug halten. Im vierstöckigen Neubau, „der architektonisch eine neue Handschrift trägt, sich aber auch wohltuend einpasst“, so Loclair.

Mit dem Neubau der Konzernzentrale hat sich der Spezialfolienhersteller mit drei Werken in den USA und Niederlassungen in China und Australien, einmal mehr zum Standort Oranienburg bekannt: „Wir investieren hier bis 2018 rund 100 Millionen Euro. Hier ist und bleibt der Muttersitz“, so Geschäftsführer. Nach elf Firmenerweiterungen im Gewerbepark Nord in den vergangenen zwei Jahrzehnten „ist das die größte, zusammenhängende Investitionsphase, die wir je durchlaufen haben. Und wir strukturieren den Standort dabei noch einmal völlig um.“

Begonnen hatte es zu Jahresbeginn mit dem Bau eines großen Parkplatzes für die Mitarbeiter. Seit Juni ist er freigegeben. „Das war der erste Schritt, denn wir brauchten Platz auf dem Gelände, die Autos mussten weg.“ Nun warten alle auf die Konzernzentrale, „denn es ist einfach zu eng und wird langsam zur Belastung für die Mitarbeiter“. Das bisherige Verwaltungsgebäude wird nach dem Leerzug baulich fit gemacht, damit die Produktionsleitung und die Techniker, die bisher übers Firmengelände verteilt sind, ab Herbst 2017 auch unter ein Dach kommen.

Der Neubau einer Rohstofflagerhalle nimmt bereits Gestalt an: Am Donnerstag wurden die ersten Betonplattenwände zwischen den Pfeilern verankert. Sie soll bis März ausgerüstet sein und helfen, „die innerbetriebliche Logistik effektiver zu gestalten.“ Täglich rollen 20 bis 30 Lkw mit Rohstoffen bei Orafol vor. „Wir arbeiten sieben Tage die Woche rund um die Uhr, da können wir kein Abreißen des Nachschubs riskieren.“

Hauptkunden von Orafol sitzen in ganz Europa. Auch der afrikanische und asiatische Markt wird von hier aus mit Spezialfolien versorgt. Die drei US-amerikanischen Werke beliefern die USA und Kanada, es gibt Niederlassungen in China und Australien. Nach den wirtschaftlichen Spitzenjahren 2014 und 2015 soll auch 216 denen in Sachen Einnahmen in nichts nachstehen. Im Gegenteil: „Wir rechen mit einem Umsatz deutlich über einer halben Milliarde Euro. Das ist gewaltig für uns, macht uns zufrieden“, so Holger Loclair. Großer Partner ist traditionell Russland. „Wir hoffen, dass wir als Westeuropäer versuchen, wieder einen normalen Umgang zu pflegen“, wünscht sich der Oranienburger. Entspannung sei jetzt da, aber auch die Sorge, dass es sich wieder verschärft.

Was Orafol so erfolgreich macht? Ein starkes Team, und „dass wir auf Messen weltweit zu Hause sind, wissen, was der Markt braucht“. Damit das so bleibe, wird die Forschung in Oranienburg stark ausgebaut. „Wir müssen Vorlauf schaffen, um auch in zehn Jahren erfolgreich zu sein.“ Woran geforscht wird, dazu hält Holger Loclair sich bedeckt. Die Konkurrenz schläft nicht.

Bei der Orafol Europe GmbH sind 927 Mitarbeiter beschäftigt, 63 mehr als zu Jahresbeginn. Gesucht sind aktuell vor allem promovierte Chemiker und Anlagenfahrer für die Maschinen.

Hauptprodukte von Orafol sind Klebebandsysteme, grafische Produkte und Reflexfolien unter anderem für Verkehrszeichen, Warnbaken, für Busse, Flugzeuge, Schaufenster.

Das Unternehmen wird mit Beginn der Bundesliga-Saison 2016/17 neuer Exklusiv-Partner von Hertha BSC. Die Kooperation wurde für zwei Jahre vereinbart. Orafol möchte sich damit für den Sport in der Region Berlin/Brandenburg engagieren.

Von Heike Bergt

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