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Biber-Grundschule feiert 80. Jahrestag

Jubiläum in Hennigsdorf Biber-Grundschule feiert 80. Jahrestag

Vor 80 Jahren wurde die erste Klasse in die heutige Biber-Grundschule eingeschult. Dieses runde Jubiläum feierten am Donnerstag Lehrer, Stadtverordnete und Mitarbeiter der Hennigsdorfer Verwaltung. Zum Geburtstag hatten sich die Schüler ein ganz besonderes Motiv einfallen lassen.

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Junge 80: Für ein Jubiläumsfoto hatten sich die Schüler in der Turnhalle aufgestellt.

Quelle: Foto: Schule

Nieder Neuendorf. Die Schüler posieren in der Turnhalle, von oben betrachtet bilden sie eine 80. Konrektor Jirco Cesal hat das Bild festgehalten, dafür musste er mit einer Leiter bis unters Dach der Turnhalle steigen. Viel Mühe, die sich aber gelohnt hat. Das Foto hing am Donnerstag in der Mensa, passend zum 80. Geburtstag der Biber-Grundschule. Gekommen waren Lehrer, Eltern, Stadtverordnete und Mitglieder der Verwaltung, um gemeinsam mit einem Glas Sekt anzustoßen.

Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) gratulierte der ältesten Schule Hennigsdorfs. Für ihr Alter sind die „Biber“ aber sehr modern: Lehrer im Befehlston, Schüler die nur auswendig lernen und keine eigenen Gedanken haben dürfen – das gehöre der Vergangenheit an. Heute fördern die Lehrer die Schüler individuell, entwickeln ihre sozialen Kompetenzen. „Die Stadt, das darf ich sagen, hat diesen Entwicklungsprozess immer begleitet, und unterstützt die gute pädagogische Arbeit seit Jahren durch kontinuierliche Verbesserung der Lernbedingungen“, so Schulz.

So wurde die Schule in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebaut. Einem Erweiterungsbau 2011 folgte die Erweiterung des Mehrzweckraums auf 82 Plätze im vergangenen Jahr. Auch der knapp drei Millionen Euro teure Hort-Neubau in der Dorfstraße wurde 2015 eröffnet: Im Außenbereich gibt es Sandkasten, Klettergerüst, Fußballfeld, Trampolin und Rollerbahn. Drinnen stehen 165 Hortplätze zur Verfügung. In insgesamt 18 Funktionsräumen können sich die Hortkinder aufhalten, Hausaufgaben erledigen, spielen, entspannen im Kuschelraum, basteln oder sich in der Bücherei und im Medienraum beschäftigen. Auch einen Theaterraum mit Bühne gibt es für die Kleinen. Sie durften beim Hortneubau mitbestimmen, es gab einen „Kinderrat“. So haben sie nicht nur bei der Gestaltung des neuen Hortes mitgewirkt, sondern auch Regeln aufgestellt, etwa wie zum Zocken an den Spielekonsolen. Auch plädierten die Mädchen für einen Raum nur für sich. Was zur Folge hatte, dass auch Jungs sich einen eigenen Klubraum erbaten.

Unterricht begann 1936

Die erste Einschulung sollte zu Ostern 1936 stattfinden, wurde aber auf Sommer verschoben, weil der Schulbau nicht rechtzeitig fertig geworden war. Unterrichtet wurden Schüler bis zur vierten Klasse. Ab Klasse 5 mussten sie mit dem Pferdefuhrwerk nach Hennigsdorf zum Unterricht.

Nach dem Krieg war das Schulgebäude stark beschädigt, 1963 wurde die Schule nach dem Hennigsdorfer Politiker Otto Nuschke benannt. Er war lange Jahre stellvertretender Ministerpräsident der DDR.

Kurz vor der Schließung stand die Schule 1989, die vierte Klasse mit nur noch zwölf Schülern wurde aufgelöst. Doch 1991 entschied die SVV, die Schule zu erhalten. Mit dem Bau des neuen Wohngebietes stiegen die Schülerzahlen wieder, 1999 wurde der neue Schulbau eingeweiht. Ab Sommer 2006 konnten die Kinder dann auch den neuen Sportplatz ihrer Schule endlich nutzen.

Durch den Hort stehen nun alle Klassenräume für den Unterricht zur Verfügung, die kleine Schule mit 258 Schülern und 13 Lehrern ist nun zweizügig. „Das sind gute Voraussetzungen für erfolgreiches Lehren und Lernen an der Schule im Grünen“, so der Bürgermeister, der Schulleitern Uta Pönisch noch einen 200-Euro-Scheck der Verwaltung in die Hand drückte.

Die Schulleiterin will von dem Geld Spielgeräte für den Hof anschaffen. „Die Kinder haben sich das gewünscht“, sagt Uta Pönisch. Ansonsten gibt es nichts zu meckern für die „Biber“. „Wir haben tolle Schüler, super Ausstattung und ein gutes Team.“ Der Weihnachtsmarkt der Schule ist gute Tradition in der Stadt geworden, genau wie der Sponsorenlauf und der Trommelunterricht, unterstützt wird die Schule dabei vom regen Förderverein, in dem sich Eltern engagieren.

Von Marco Paetzel

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