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„Bienenhaus“ im Schlosspark eröffnet

Wissen naturnah vermitteln „Bienenhaus“ im Schlosspark eröffnet

1200 Kinder besuchten 2015 das Grüne Klassenzimmer im Schlosspark. Mit dem neu eröffneten „Bienenhaus“ sollen es in diesem Jahr noch mehr werden. Stadt, TKO und Stadtwerke zeichnen fürs Projekt verantwortlich. Die Bienenvölker kommen vom Märkischen Imkerverein Oberhavel.

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Baudezernent Frank Oltersdorf und Stadtwerke-Chef Alireza Assadi im Kontakt mit Bienen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Sie sind nicht besonders groß – ein Exemplar misst zwischen 13 und 16 Millimeter und wiegt rund 80 Milligramm – und doch eine mehr als kleine Sensation. Bienen, genauer gesagt Honigbienen. „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“ Das soll Albert Einstein gesagt haben. Bestätigt wurde das nie.

Dennoch macht es auf die Wichtigkeit der Schwarmtiere aufmerksam. Im Oranienburger Schlosspark wurde jetzt im „Grünen Klassenzimmer“ ein „Bienenhaus“ eröffnet, das Teil des Bildungskonzeptes „Oranienburger Schlossbienen“ der Tourismus und Kultur gGmbH (TKO) ist. Kinder, Besucher, Schulklassen können hier alles über die beflügelten Vegetarier lernen. Die Stadt Oranienburg, die TKO sowie die Oranienburger Stadtwerke haben das Projekt ermöglicht.

1200 Kinder hätten im vergangen Jahr das „Grüne Klassenzimmer“ besucht, so TKO-Geschäftsführer Jürgen Höhn. Mit dem „Bienenhaus“ erhofft er sich noch mehr Wissbegierige. Zudem soll mit dem Zusatzangebot eine Verbindung zur neu eröffneten Museumswerkstatt geschaffen werden. Stadtwerke-Chef Alireza Assadi war von dem Projekt von Anfang an begeistert. „Gerade kleine Kinder von heute haben in der digitalen Welt immer weniger Möglichkeiten, die Natur zu erleben“, sagt er. Und genau dort, in der Natur, werde Wissen noch am lebendigsten vermittelt. „Gerade der Bienenschwarm ist ein Paradebeispiel von Nachhaltigkeit.“ Die Stadtwerke haben das Projekt mit einem „mittleren vierstelligen Betrag“ gefördert, so Assadi.

Zentrum der Wissennstour ist ein Bieneninformationsstand, der wabenförmig angeordnet ist. „Wir haben die Informationen aufs Wesentliche reduziert“, erklärt Sabine Granda von der TKO. So ist zu lesen, dass Nektar der Treibstoff für die Muskelarbeit der Flugbienen ist. Die Info-Station beschäftigt sich vor allem mit dem Thema „Energie.“ „In den nächsten Jahren sollen weitere Themenkomplexe folgen.“ Anschaulich wird das Leben einer Biene in einem Schaukasten aus Glas. Zu sehen sind emsige Arbeiterinnen beim Wabenbau. Das Volk kommt vom Märkischen Imkerverein Oranienburg. „Es ist das dritte Volk, das wir hier haben“, sagt der Vorsitzende Mathias Meier. Sechs Imker des Vereins rotieren, um sich einmal pro Woche um die Völker (eins umfasst bis zu 50 000 Bienen) zu kümmern. Neue Möglichkeiten könnten sich dank einer geplanten Kooperation ergeben, die gerade in Arbeit ist. Eingehen wollen diese die TKO und der Märkische Imkerverein. Noch in diesem Jahr wollen beide Seiten unterzeichnen.

Von Marco Winkler

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