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Oranienburg Wenn Hund bleibt, droht diesem Oranienburger Paar die Kündigung
Lokales Oberhavel Oranienburg Wenn Hund bleibt, droht diesem Oranienburger Paar die Kündigung
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01:16 23.12.2018
Steven und Bianca Schuster mit ihrer Hündin Frieda.
Oranienburg

Der „Fall Frieda“ landet vor Gericht. Anfang des neuen Jahres soll darüber entschieden werden, ob Familie Schuster aus Oranienburg ihre Hündin Frieda aus der Wohnung entfernen muss oder nicht. Der Vermieter, die Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft, hatte die Familie dazu im vergangenen Jahr aufgefordert. Bis zum 25. Juni 2018 sollte der Hund aus der Wohnung und der gesamten Wohnanlage in der Theodor-Neubauer-Straße verschwunden sein. Die Begründung: Es sei zu bedrohlichen Situationen gekommen. Zudem sei der Hund überwiegend nicht angeleint im Haus und in der Wohnanlage unterwegs gewesen.

„Liebevoll, sozialisiert, kuschelbedürftig“

Auslöser des Streits sei laut Familie Schuster eine Anzeige einer Nachbarin gewesen, deren Tochter von der Olde-English-Bulldogg-Hündin angegriffen worden sein soll. „Das stimmt nicht“, sagt Steven Schuster. Er und seine Frau schwören Stein und Bein, dass ihre Hündin – damals vier Monate alt – zahm sei. Sie würde ständig an der Leine herumgeführt werden. „Sie ist ein liebevoller Familienhund, sozialisiert, kuschelbedürftig, etwas verspielt und versteht sich mit allen Hunden, die hier herumlaufen“, sagt Bianca Schuster. „Und hier laufen sehr viele Hunde herum.“ Ein Indiz, dass ihre Frieda keineswegs gefährlich ist, ist für die Familie die Höhe der Steuer, die bei der Stadt zu entrichten ist. Ihr Hund wurde in die Kategorie „für den ersten Hund“ eingestuft. Dafür müssen sie 50 Euro zahlen. Im Paragraf 3, Absatz 3, ist die Höhe der Steuer für gefährliche Hunde geregelt. Die liegt bei 512 Euro.

Rechtsbeistand geholt

Der damalige Vorfall führte dazu, dass der OWG auffiel, dass der Hund bei der Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft nicht angemeldet war. „Bei der Stadt hatten wir ihn angemeldet, aber nicht bei der OWG, das holten wir sofort nach“, sagt Steven Schuster. Aber bereits am nächsten Morgen sei die Aufforderung der OWG im Briefkasten gewesen. In der habe gestanden, dass der Hund abzuschaffen sei. Bei Nichteinhaltung würde die fristlose Kündigung folgen. Daraufhin holten sich die Schusters einen Rechtsbeistand, „beides ist keine Option“, so Steven Schuster.

„Wir wollen die Sache am liebsten friedlich lösen“

Nun kommt es zur gerichtlichen Auseinandersetzung. Die OWG wollte sich aus dem Grund nicht mehr  zu dem Fall äußern, hieß es nach der Entscheidung im Sommer. Die Schusters würden es vorziehen, die Verhandlung zu umgehen. „Wir würden die Sache am liebsten friedlich lösen“, stellt Steven Schuster klar.

Von Stefan Blumberg

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