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Oranienburg Bücherliebe: Von Schiller bis Fantasy
Lokales Oberhavel Oranienburg Bücherliebe: Von Schiller bis Fantasy
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01:15 04.04.2019
Jennifer Bonk, die Bücherfee in der Stadtbibliothek Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Am Freitag ist es wieder soweit, da lädt die Stadtbibliothek Oranienburg wieder zum großen Osterbasteln. Makerspaces – Orte des Schaffens – sind diese kreativen Veranstaltungen überschrieben. „Es sind Trends, die man nicht verpassen darf“, bringt es Bibliothekarin Jennifer Bonk auf den Punkt.

Jennifer Bonk, die Bücherfee in der Stadtbibliothek Quelle: Enrico Kugler

Die 31-Jährige muss es wissen, hat sie doch ihre Bachelorarbeit über die Makerspaces geschrieben. Egal ob Buch- oder Zeitschriften-Upcycling (Wiederverwertung), Häkeln, Stricken & mehr oder Workshops zum Songschreiben in Kooperation mit dem Jugendclub, die Bibliothek ist heute mehr als ein Ort voller Bücher, sondern viel mehr ein Treffpunkt für die verschiedenen Generationen. „Das macht eine moderne Bibliothek aus“, glaubt die Germendorferin, die privat bis zu vier Bücher pro Woche liest und über das Gelesene einen Blog führt.

Jennifer Bonk, die Bücherfee in der Stadtbibliothek Quelle: Enrico Kugler

Sie habe schon immer etwas mit Büchern machen wollen, verrät Jennifer Bonk. Mindestens einmal in der Woche fuhr sie als Kind mit dem Bus von Germendorf zu Tante Lotti in die Kinderbibliothek Oranienburg, wo sie früh begann auch Goethe zu lesen. „Sie hat mich ausleihen lassen, was ich wollte. Ich war ein Vielnutzer.“ Besonders die Sprache habe sie fasziniert. Bis heute gehört Schiller deshalb zu ihren Lieblingsautoren im Bereich alte Literatur. Ansonsten bevorzugt sie Fantasy. „New Young Adult“ ist das Genre überschrieben, das sich an junge Menschen im Übergang zum Erwachsenenalter richtet. Sie schätzt Bücher von Veit Etzold, die oft in Berlin spielen, und von Sebastian Fitzek. „Ich mag ausgefeilte Themen und anspruchsvolle Cover.“

Jennifer Bonk, die Bücherfee in der Stadtbibliothek Quelle: Enrico Kugler

Nach dem Abitur plante Jennifer Bonk ein Germanistikstudium. Eine Arbeit beim Verlag war ihr Traum. „Ich habe mich auf alles beworben, was mit Büchern im Zusammenhang stand: Vom Buchhändler, über Buchbinder bis zur Bibliothek.“ Beim Deutschen Patent- und Markenamt in München absolvierte sie schließlich eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek. Schon vor der Abiturprüfung hatte sie die Zusage sicher. Die Archivarbeit habe ihr viel Spaß gemacht. Es sei eine wahre Bücherjagd gewesen. „Man entwickelt ein Gespür für Bücher.“

Jennifer Bonk, die Bücherfee in der Stadtbibliothek Quelle: Enrico Kugler

Doch Bonk wollte mehr und schloss ein Bibliotheksmanagementstudium in Potsdam an. Um sich das leisten zu können, arbeitete sie nebenher in einer Kochschule und hielt zudem Kontakt zur Bibliothek in Oranienburg. „Ich hatte ja keine Erfahrung in öffentlichen Bibliotheken.“ Drei Tage nach der Abschlussprüfung trat sie 2015 ihre Stelle als Kinderbibliothekarin in Oranienburg an. Besonders die Veranstaltungsarbeit liegt ihr am Herzen. „Wir wollen mehr machen. Das neue Gebäude hat viel Potenzial.“ Sie sprüht vor Ideen, liebt alle Arten von Spielen und Entscheidungsbüchern. „So kann man spielerisch den Alltag erleben und Auszeiten schaffen.“ Und sie brennt für Apps, unter anderem eine mit der Rallyes erstellt werden können, mit Hilfe derer man spielerisch auf historische Spurensuche gehen kann. Mit dieser finden sogar Jugendliche die Bibliotheksführungen spannend. „Stadtgeschichte ist wichtig, für Kinder und Jugendliche.“

Info: Osterbasteln am 5. April von 15 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek Oranienburg. „Auch in diesem Jahr wollen wir den Frühling mit Ihnen Willkommen heißen und die Ostersträuße der Bibliothek mit bunter selbstgebastelter Dekoration schmücken. Jeder, der Interesse hat, kann gern vorbeikommen. Wir freuen uns auf Sie.“ Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter: 03301/600 8660 (Bibliothek) oder stadtbibliothek@oranienburg.de oder direkt in der Bibliothek.

Von Ulrike Gawande

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