Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Bürgerzentrum als „Dojo“ und Begegnungsort

Oranienburg Bürgerzentrum als „Dojo“ und Begegnungsort

Seit über 10 Jahren gibt es das Bürgerzentrum in der Mittelstadt. Zum Tag der offenen Tür stellten sich Vereine, Gruppen und Mieter vor und präsentierten ihr Angebot. Die Nutzer sind voll des Lobes für die Einrichtung der Stadt Oranienburg.

Oranienburg 52.7537284 13.236681
Google Map of 52.7537284,13.236681
Oranienburg Mehr Infos
Nächster Artikel
Studenten über Bibliothek und Web-Plattform

Zeigen ihr Können: Tino Suder und Vasili Schewelow (rechts) vom Karate-Verein „Shukokai“.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Vereine, Selbsthilfegruppen, Arbeitsgemeinschaften, Beratungen. Das Bürgerzentrum hat sich zum Hort der Möglichkeiten und Angebote gemausert. Freitag öffnete die barrierefreie Einrichtung ihre Türen. „Wir wollen ganz zwanghaft zeigen, was hier alles los ist“, so Leiter Steffen Herrmann. Ohne große Reden, ohne großes Brimborium. „Nutzer des Hauses stellen sich vor und informieren“, bringt Herrmann den Tag auf den Punkt.

So wie Helga Brambach von „Samowar“, dem Treff für Spätaussiedler. „Immer mittwochs treffen wir uns hier, erzählen und singen Lieder“, sagt die Leiterin der Gruppe. „Wir schätzen die gemütliche und intellektuelle Umgebung.“ Auch die Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe lobt die Räumlichkeiten. „Es ist schön, dass die Stadt uns alles kostenlos zur Verfügung stellt“, sagt Britta Rudolph, Sprecherin der Gruppe. Was ihr noch gefällt: Der Austausch mit anderen Gruppen. „Im Bürgerzentrum hilft und unterstützt man sich gegenseitig“, sagt sie.

Einen Stock über der MS-Gruppe sitzt Helmut Heiss. Die Mitervereinigung Nord hat hier ihren Geschäftsstellensitz. „Im Haus sind alle Angebote gebündelt“, sagt der Leiter. „Wir arbeiten eng mit dem Verbraucherschutz zusammen, können Kunden direkt zwei, drei Türen weiter den Flur runterschicken, wenn sie Hilfe brauchen.“ Kurze Wege eben.

„Sport hilft bei der Integration“

So kurz, wie der Figurenzug auf einem Schattbrett. Der entsprechende Club bietet im Bürgerhaus „Schach für Jedermann“ an, immer donnerstags, ganzjährig. „Sommerpause gibt es bei uns nicht“, sagt Ekkehard Elleberg, Vorsitzender des Schachclubs Oranienburg. Im Saal des Bürgerzentrums trägt der Club mit 50 Mitgliedern seine Mannschaftswettkämpfe aus. „Schach ist mehr als Klötze durch die Gegend schieben“, so Wolfgang Meier, zweiter Vorsitzender. „Es ist ein Sport, der Zähigkeit verlangt.“

Von Vorteil ist für den Karate-Verein „Shukokai“ die Lage. „Viele Kinder kommen hier aus der Umgebung“, sagt er. Eltern hätten ihm gesagt, dass sie so problemlos ihren Nachwuchs alleine zum Training schicken könnten.

Der 21-Jährige ist Ausbilder und trainiert die Jugend im Verein. Knapp 80 Mitglieder hat dieser. Das jüngste Mitglied ist vier Jahre alt, das alteste 71. Der gebürtige Russe ist sein zehn Jahren im Verein. Ohne Sprachkenntnisse kam er als Kind nach Deutschland. „Sport hilft bei der Integration“, weiß er aus Erfahrung. „Das Bürgerzentrum ist unser Dojo.“ Das japanische Wort heißt so viel wie „Trainingsstätte“.

Von Marco Winkler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oranienburg


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg