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Oranienburg Bürgerzentrum als „Dojo“ und Begegnungsort
Lokales Oberhavel Oranienburg Bürgerzentrum als „Dojo“ und Begegnungsort
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18:35 15.07.2016
Zeigen ihr Können: Tino Suder und Vasili Schewelow (rechts) vom Karate-Verein „Shukokai“. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Vereine, Selbsthilfegruppen, Arbeitsgemeinschaften, Beratungen. Das Bürgerzentrum hat sich zum Hort der Möglichkeiten und Angebote gemausert. Freitag öffnete die barrierefreie Einrichtung ihre Türen. „Wir wollen ganz zwanghaft zeigen, was hier alles los ist“, so Leiter Steffen Herrmann. Ohne große Reden, ohne großes Brimborium. „Nutzer des Hauses stellen sich vor und informieren“, bringt Herrmann den Tag auf den Punkt.

So wie Helga Brambach von „Samowar“, dem Treff für Spätaussiedler. „Immer mittwochs treffen wir uns hier, erzählen und singen Lieder“, sagt die Leiterin der Gruppe. „Wir schätzen die gemütliche und intellektuelle Umgebung.“ Auch die Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe lobt die Räumlichkeiten. „Es ist schön, dass die Stadt uns alles kostenlos zur Verfügung stellt“, sagt Britta Rudolph, Sprecherin der Gruppe. Was ihr noch gefällt: Der Austausch mit anderen Gruppen. „Im Bürgerzentrum hilft und unterstützt man sich gegenseitig“, sagt sie.

Einen Stock über der MS-Gruppe sitzt Helmut Heiss. Die Mitervereinigung Nord hat hier ihren Geschäftsstellensitz. „Im Haus sind alle Angebote gebündelt“, sagt der Leiter. „Wir arbeiten eng mit dem Verbraucherschutz zusammen, können Kunden direkt zwei, drei Türen weiter den Flur runterschicken, wenn sie Hilfe brauchen.“ Kurze Wege eben.

„Sport hilft bei der Integration“

So kurz, wie der Figurenzug auf einem Schattbrett. Der entsprechende Club bietet im Bürgerhaus „Schach für Jedermann“ an, immer donnerstags, ganzjährig. „Sommerpause gibt es bei uns nicht“, sagt Ekkehard Elleberg, Vorsitzender des Schachclubs Oranienburg. Im Saal des Bürgerzentrums trägt der Club mit 50 Mitgliedern seine Mannschaftswettkämpfe aus. „Schach ist mehr als Klötze durch die Gegend schieben“, so Wolfgang Meier, zweiter Vorsitzender. „Es ist ein Sport, der Zähigkeit verlangt.“

Von Vorteil ist für den Karate-Verein „Shukokai“ die Lage. „Viele Kinder kommen hier aus der Umgebung“, sagt er. Eltern hätten ihm gesagt, dass sie so problemlos ihren Nachwuchs alleine zum Training schicken könnten.

Der 21-Jährige ist Ausbilder und trainiert die Jugend im Verein. Knapp 80 Mitglieder hat dieser. Das jüngste Mitglied ist vier Jahre alt, das alteste 71. Der gebürtige Russe ist sein zehn Jahren im Verein. Ohne Sprachkenntnisse kam er als Kind nach Deutschland. „Sport hilft bei der Integration“, weiß er aus Erfahrung. „Das Bürgerzentrum ist unser Dojo.“ Das japanische Wort heißt so viel wie „Trainingsstätte“.

Von Marco Winkler

Siegfried Rentzsch ist 81 Jahre alt. Seit 2001 wohnt er in Friedrichsthal und verlegt von dort aus Bücher über das Erzgebirge, seine Heimat. Als Lektor im CDU-Verlag „Union“ und später als Chef des eigenen Verlags nahm er so manche Hürde. Ein Werk sollte sogar verboten werden.

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