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Darum eifert Hennigsdorf dem FC Chelsea nach

Sportplatz bekommt LED-Flutlicht Darum eifert Hennigsdorf dem FC Chelsea nach

Rund 418 000 Euro lässt sich die Stadtverwaltung Hennigsdorf (Oberhavel) die Sanierung eines Sportplatzes kosten. Herzstück ist eine LED-Flutlichtanlage, auf die auch ein Weltclub schwört, aber in Deutschland bislang kaum eingesetzt wird. Die Flutlichter sollen energiesparend sein. Aber bis sich die Anschaffung auszahlt, dauert es nicht nur einige Jahre.

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Alte Flutlichter sind nicht umweltfreundlich genug.

Quelle: Foto: dpa

Hennigsdorf. Der Sportplatz 3 auf dem Gelände an der Tucholskystraße bekommt einen neuen Kunstrasen, das entschieden die Hennigsdorfer Stadtverordneten in der vergangenen Woche. Zudem stimmte die Mehrheit der Abgeordneten einem Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu, laut dem die Flutlichtmasten statt mit Halogendampfleuchten moderne LED-Leuchten bekommen sollen. Der Londoner Spitzenklub FC Chelsea weihte ein solches System im August 2014 im Freundschaftsspiel gegen Real Sociedad feierlich ein, doch in Deutschland haben sich LED-Leuchten bislang noch nicht durchgesetzt. Hennigsdorf geht also mit gutem Beispiel voran.

Lampen sollen bis zu 40 Prozent weniger Verbrauch haben

Schon im Hauptausschuss hatte Jürgen Kafka (CDU) kritisiert, dass bei der geplanten Platzsanierung nur klassisches Flutlicht zum Einsatz kommen soll. „LED-Lampen hätten 40 Prozent weniger Energieverbrauch“, so der CDU-Mann. Während die Stadtwerke die Bürger darüber informierten, wie sie Energie sparen könnten, wolle die Stadt weiterhin „alte Lampen“ verwenden. Für Kafka war das ein Widerspruch. Ursel Degner (Linke) erinnerte indessen daran, dass die Stadtverordneten im November 2015 entschieden hatten, dass städtische Gebäude künftig nur noch mit LED-Leuchten ausgestattet werden sollen. Diese Argumente hatte sich die SPD wohl zu Herzen genommen und daraufhin in der SVV LED-Lichter beantragt.

Lampen müssten bis zu 30 Jahre genutzt werden, bis sich Anschaffung lohnt

Natürlich kosten die modernen Flutlichter mehr, rund 18.000 Euro muss die Stadt draufzahlen. Die Projektkosten für die gesamte Platzsanierung steigen damit auf rund 418.000 Euro. Trotz Energie-Ersparnis müssten die Leuchten allerdings laut Stadtverwaltung etwa 30 Jahre lang genutzt werden, damit die Mehrkosten für die Anschaffung wieder ausgeglichen würden. Die LED-Beleuchtung hat aber neben der Umweltfreundlichkeit noch praktische Vorteile: Die Leuchten blenden den Torwart kaum, außerdem wird das angrenzende Gelände nicht mit beleuchtet. Bislang war das auf dem Sportplatz ein Problem für Anwohner in ihren Häusern und Tiere im angrenzenden Wald.

Fest steht auch, dass der Kunstrasen, wie von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, aufwändig saniert wird. Die Linke hatte vorgeschlagen, ein Angebot des Oranienburgers Hans-Georg Kosel zu prüfen, der angeboten hatte, mit seinem patentierten Gerät „Fugenhexe“ für 12.000 bis 15.000 Euro den Kunstrasenplatz zu reinigen und mit neuem Gummi-Granulat zu bestücken. Der Vorschlag war in der SVV aber vom Tisch.

Im Juni sollen die Arbeiten beginnen, im September wird der Platz wieder bespielbar sein.

Von Marco Paetzel

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