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Darum ist es in Zühlsdorf so schön

Ein Dorfporträt Darum ist es in Zühlsdorf so schön

„Lokalpatriotismus wird in Zühlsdorf großgeschrieben“, berichtet Ortsvorsteherin Ursel Liekweg, die selber mit einem Wochenendgrundstück in dem kleinen weit verstreuten Dorf am östlichsten Ende von Oberhavel begonnen hat. „Es ist ein ruhiges, schönes Fleckchen Erde hier, und trotzdem nah an der Hauptstadt“, begeistert sich die ehemalige Berlinerin.

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Zühlsdorf hat viel zu bieten.

Zühlsdorf. Müller waren 1335 die ersten Siedler von Zühlsdorf.Noch heute erinnern Straßennamen an die Mühlen, ein großer Findling am Ortseingang an das Gründungsjahr des Dorfes. Noch 1624 zählte man nur vier Bauern im Ort. So blieb Zühlsdorf bis Ende des 19.Jahrhunderts eines der ärmsten Dörfer Brandenburgs. Dann kam 1910 die Heidekrautbahn und brachte die Ausflügler aus Berlin. Der Ort wuchs.

Alleine nach der deutschen Wiedervereinigung hat sich die Einwohnerzahl des beschaulichen Dorfes, westlich von Oranienburg verdoppelt. Doch konnte sich Zühlsdorf den Charme eines typisch Brandenburger Dorfes erhalten. Man trifft sich auf dem Sportplatz, bei der Feuerwehr, nutzt die umliegenden Wälder und das Briesetal für ausgedehnte Spaziergänge. Im Sommer laden der Lubowsee und der klare, schon zu Wandlitz gehörende Rahmer See zum erfrischenden Badevergnügen ein.

„Es ist ein ruhiges, schönes Fleckchen Erde hier, und trotzdem nah an der Hauptstadt“, begeistert sich die Ortsvorsteherin Ursel Liekweg, für Zühlsdorf. Sie selber habe mit einem Wochenendgrundstück in dem kleinen weit verstreuten Dorf am östlichsten Zipfel von Oberhavel begonnen. Erst Mitte der 90er Jahr erkor die ehemalige Berlinerin, den Ort endgültig zu ihrem Hauptwohnsitz.

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Zühlsdorf hat in seit der Wiedervereinigung seine Einwohnerzahl verdoppelt und sich trotzdem den Charme eines typisch brandenburgischen Dorfes erhalten.

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„Ich kannte die Nachbarn, aber nicht das Dorf.“ Um das zu ändern, begann Liekweg sich für das Gemeindeleben zu interessieren. „Lokalpatriotismus wird in Zühlsdorf großgeschrieben“, berichtet sie und hat dafür auch eine einfache Erklärung:“ „Der Ort wurde verwaltungstechnisch hin und her geschoben, mal war es Niederbarnim, dann Schildow, seit 2003 Mühlenbecker Land.“ Wasser, Elektrizität und Telefonvorwahl sind heute noch zu Wandlitz gehörig, ebenso der Kirchkreis. „Man pflegt eine historisch und gefühlsmäßig gute Beziehung nach Osten.“ Nun habe man sich mit der Großgemeinde arrangiert. „Wir sind zufrieden. Die Vorteile überwiegen.“

Das liege aber besonders an den engagierten Zühlsdorfern, lobt die Ortsvorsteherin. „Das ist der größte Vorteil eines Dorfes.“ Manches Mal würde sie von befreundeten Berlinern, um das gute Miteinander im Ort beneidet werden, erzählt die engagierte Powerfrau. Man besucht die Konzerte in der Dorfkirche, die Kinovorstellungen der Filmgruppe, nutzt die Bibliothek im Gemeindehaus und stellt Heidefest und Adventsmarkt auf die Beine. Froh ist Liekweg, dass sich auch viele Neu-Zühlsdorfer einbringen. Da helfe besonders der Kontakt über Kita und Sportverein. „Die Menschen machen etwas miteinander, haben Spaß, helfen sich gegenseitig und bringen ihre Ideen ein.“

Wer dafür noch eine Bestätigung braucht, muss sich nur die Bilder der letzten traditionellen Glühwein-Fete ansehen, bei der die Zühlsdorfer vor dem „Heidekrug“ gemeinsam tanzten, feierten und redeten. Die rührigen Senioren der Volkssolidarität, zu der auch Foto-, Sport-, Tanz-, Yoga- und Patchworkgruppen gehören, haben die Fotos auf ihre Homepage gestellt. Man sieht genau den Dorfzusammenhalt, von dem Ursel Liekweg nach eigenem Bekunden, noch „endlos weiter berichten könnte“.

Natürlich funktioniere nicht alles auf Anhieb. Für vieles bräuchte man einen langen Atem, so Liekweg. Froh sei sie über die Ärztin im Ort. Und über die Kita Schneckenhaus, die in der alten Schule untergebracht ist, und die gerade einen neuen Wasserspielplatz erhalten hat. Oder der Jugendclub, der 2007 neu gebaut wurde. „Heute sind die Lauben Wohnhäusern gewichen. Da ist eine Kita lebensnotwendig.“ Bis zum Anschlag sei das Schneckenhaus gefüllt. Auch zwei Tagesmütter im Ort bieten ihre Dienste an. Nur ein Laden fehlt.

Und so hat Ursel Liekwegs hat noch einige Pläne: Ausbau des Abwassernetzes, Straßenbau. Und der für Schüler dringend notwendige Radweg nach Wandlitz müsse endlich vollendet werden.

Von Ulrike Gawande

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