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Oranienburg „Das Alte hat ganz viel Charme“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Das Alte hat ganz viel Charme“
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02:15 08.06.2017
Ziemlich beeindruckt von der Kunst und dem Charme der alten Mönchsmühle waren die Amerikanerin Leslie Batistich (r.), Elli Kövari und Hund Tilly. Quelle: Cindy Lüderitz
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Mühlenbeck

Ein ehrliches und herzliches „amazing“ kam Leslie Batistich über die Lippen, als sie die Stufen zur Mönchsmühle hinauf gestiegen war und sich im Obergeschoss zwischen Kunst, den Rädern der Geschichte und Pfingstmönch Claus Schwartzer wiederfand. Der Chef des Fördervereins hatte zum Festtag die Kutte angelegt, um die zu ehren, die „das hier alles geschaffen haben“. Das kam bei den Gästen und auch bei der Amerikanerin, die für ein paar Tage in Deutschland zu Besuch ist, gut an. Ihr erklärte Claus Schwartzer auch gleich, dass die um 1230 von den Zisterziensern erbaute Wassermühle älter sei als ihr Heimatland und die Holzwürmer in ziemlich alten Brettern bohrten.

Die Mönchsmühle erlebte anlässlich des bundesweiten Mühlentages einen regelrechten Ansturm. Schon zeitig, waren die Bänke unterm Festzelt belegt, die Besucher beklatschten die Blasmusik und geduldeten sich vor der Mühlentour in der langen Schlange. Einlass in das Denkmal wurde in kleinen Grüppchen gewährt, um den Gästen nicht das Gefühl zu geben, sie würden durchgeschoben, und um zu verhindern, dass Enge entsteht und Jemand auf den schmalen Stufen ins Stolpern gerät.

„Für uns ist das heute ein großer Erfolg und eine Freude, dass so viele Menschen gekommen sind. Das motiviert uns, weiterzumachen“, sagte der Vereinschef. Vor wenigen Tagen saß er erst mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Tisch und sprach mit dem Landeschef über das „Weitermachen“. Ganz konkret steht die Erneuerung der Befestigung in Richtung Eschenallee als nächstes auf dem Plan. „Der Zaun ist baufällig und soll nach historischen Vorbild saniert werden“, erklärte Schwartzer. Rund 12000 Euro werde das Ganze kosten. Wie bei anderen Projekten auch, muss sich der Förderverein um die Finanzen kümmern. „Ohne Fördermittel geht es nicht“, betonte Schwartzer. Der Ministerpräsident sicherte ihm zu, das Vorhaben zu unterstützen. Ein formloser Antrag wurde bereits positiv beschieden. Nun müssen die Mühlenfreunde noch ein Konzept einreichen.

Im Kern der Mühle habe der Verein einen Stand erreicht, an dem es derzeit nichts zu rütteln gebe. „Wir wollen, dass es so authentisch wie möglich bleibt. Das ist die Historie“, so Schwartzer. Leslie Batistich und ihre Begleitung bestärkten ihn in dieser Ansicht. „Bloß nicht weg sanieren. Das Alte hat ganz viel Charme“, so die Kalifornierin. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass der Mühlentag – diesmal der 24. – bundesweit auf so große Resonanz stößt.

Rund 1000 Mühlen öffneten für Besucher, drei davon im Landkreis Oberhavel. Neben der Mönchsmühle in Mühlenbeck konnten Besucher die Bockwindmühle und die Motormühle „Otto Bathe“ in Vehlefanz erkunden.
Leo und Julia hatten sich für die Mönchsmühle entschiedne und im Eingang den alten Mühlenstein entdeckt. Der Spruch an der Tür „Untätigkeit macht alt“, hat für die beiden Teenager noch keine Bedeutung. Eher das Ergebnis ihres Versuchs: mit Schwung und Kraft wurde aus dem dicken Korn, das sie oben einfüllten, ganz fein gemahlenes Mehl, das unten durch das Sieb rieselte. So schwer ist das gar nicht“, sagte Leo. „Es zwickt nur etwas im Oberarm.“

Von Cindy Lüderitz

Das Frauenhaus Oberhavel bietet eine sichere Zuflucht in Krisenzeiten und stimmt sich auf Weihnachten ein. Betroffene bekommen dort eine helfende Hand und werden in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben geführt. Auch über die Festtage ist das 24-Stunden-Notruftelefon unter 0800/6648045 erreichbar.

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