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Oranienburg „Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Auto“
Lokales Oberhavel Oranienburg „Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Auto“
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01:16 16.07.2018
Jetzt geht die Tür am Wall-WC am Bahnhof in Oranienburg wieder auf. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg/Dollgow

Der Zwischenstopp auf dem Oranienburger Bahnhof entpuppte sich für die Dollgowerin Roswitha Prillwitz – gelinde gesagt – als unerquicklich.

„Außer Betrieb!“

Am vergangenen Sonnabend, 7. Juli, kam sie am späten Nachmittag vom Klassentreffen in Berlin zurück und auf dem Bahnhof an. „Da ich noch bis zur Weiterfahrt nach Gransee 40 Minuten Zeit hatte, wollte und musste ich mir noch ein WC suchen“, schrieb sie an die MAZ.

Ihr erster Versuch, das WC auf dem Bahnhofsvorplatz (Wall-Toilette) zu nutzen, schlug fehl. „Außer Betrieb!“, stand auf der Anzeige. Allerdings sei dies schon öfter der Fall gewesen.

Christian Knappe ist Pressereferent bei Wall, dem Betreiber der Toilette auf dem Bahnhofsvorplatz. Er hat im Unternehmen recherchiert, warum die Toilette am Sonnabend außer Betrieb war.

„Es lag an einem defekten Zahnriemen für die Reinigungsautomatik. Und es gab einen Sensorik-Ausfall.“ Am Montag um 9 Uhr war der Schaden behoben. Die Toiletten würden, so Christian Knappe, Störungen dank eines Sensors selbst melden. „Und wir versuchen, eine defekte Toilette innerhalb von ein, zwei Stunden zu reparieren. Aber das war am Wochenende“, erklärt der Pressereferent.

Zum WC einmal die Straße hoch

Roswitha Prillwitz gab nicht auf. Sie versuchte ihr Glück anschließend in der McDonalds-Filiale im Erdgeschoss des Bahnhofes. „Die haben auch kein WC“, schildert sie ihre Erfahrung. Die Mitarbeiter in dem Restaurant verwiesen die Dollgowerin an das öffentliche WC auf dem Vorplatz. Aber das funktionierte ja nicht.

„Ich erhielt den freundlichen Hinweis, ich sollte die Straße hochlaufen, da gäbe es einen Imbiss. Das habe ich gemacht und hatte Verständnis dafür, dass ich als Nicht-Gast 50 Cent zahlen sollte.“

Auch das noch: Zug kommt mit Verspätung

Als Roswitha Prillwitz – inzwischen erleichtert – auf den Bahnsteig 20 zurückkehrte, wurde der Zug nach Rostock auf der Anzeigetafel angekündigt, Abfahrt 17.11 Uhr. Nach gut zehn Minuten kam die Ansage: Einfahrt des Zuges nach Rostock, bitte treten Sie von der Bahnsteigkante zurück.

„Und es passierte nichts. Kein Zug, keine Durchsage. Laut Anzeigentafel fuhr der nächste Zug nun um 18.11 Uhr.

Also warteten wir Fahrgäste auf dem Bahnsteig.“ Es war sehr warm in der Sonne, Schatten gab es so gut wie keinen auf dem Bahnsteig. Nach 40 Minuten sei der Zug gekommen. In der Zwischenzeit habe es keinerlei Informationen für die Fahrgäste gegeben.

Als alle im Zug saßen, kam eine Durchsage: die Abfahrt des Zuges verzögert sich um acht Minuten, weil zunächst der Gegenzug, wegen der Bauarbeiten in Sachsenhausen, eintreffen muss.

Roswitha Prillwitz sagt: „Ich hatte mich bewusst entschieden, mein Auto in Gransee am Bahnhof stehen zu lassen, um eine entspannte Fahrt zu haben. Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Auto nach Berlin.“

Von Stefan Blumberg

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