Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Dem Müll den Kampf angesagt
Lokales Oberhavel Oranienburg Dem Müll den Kampf angesagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 10.11.2018
Am Wochenende ein Dauerzustand am Bahnhofsvorplatz. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Müll in Oranienburg – der Dauerbrenner. „Ich weiß nicht, wann das letzte Mal jemand vom Stadthof am Bahnhof war“, fragt sich Karin Waskowski aus Friedrichsthal. Sie ist empört vom dauerhaft schäbigen Aussehen von der Bahnhofsregion. Und nicht nur sie. Das Aufregerthema rief nun auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen der Stadtverordnetenversammlung auf den Plan, um für eine Verbesserung zu sorgen – am Dienstag wurde der Antrag im Bauausschuss behandelt. „Es werden immer wieder Klagen laut, die sich über den Zustand des Bahnhofsplatzes, insbesondere an Wochenenden, beschweren. Der Stadthof kommt aus wirtschaftlichen Gründen nicht wie an Wochentagen zum Einsatz, andererseits ist der Anfall an Müll an Wochenenden typischerweise größer“, heißt es in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung. Und weiter: Betreibern von Takeaway-Verkaufsstellen sei es aber durchaus zuzumuten, im näheren Umfeld ihrer Verkaufsstelle anfallenden Müll zu beseitigen. Die Stadtverwaltung solle prüfen, inwieweit die Gewerbetreibenden, die gastronomische Takeaway-Angebote machen, eine Mitverantwortung für die Beseitigung übertragen werden können.

SPD-Vorschläge für Sauberkeit in der Stadt

Die SPD-Fraktion stellte derweil einen Änderungsantrag zum Antrag der Grünen. Fraktionschef Dirk Blettermann fand für die Situation am Bahnhof drastische Worte: „Der Bahnhof ist die Visitenkarte einer Stadt – und das ist eine Dreckskarte. Ungeheuerlich, wie es dort aussieht.“ Er nannte mit der Lichternacht ein weiteres schlechtes Beispiel. „Die Bernauer Straße sah anschließend wie ein Schlachtfeld aus. Am Sonntag erstickte man noch im Dreck. Da muss der Veranstalter in die Pflicht genommen werden.“ In dem SPD-Antrag ist auch formuliert, dass an stark frequentierten Orten in der Stadt mindestens zehn zusätzliche Mülleimer aufgestellt werden sollen. Damit könne Touristen und Einwohnern die Möglichkeit gegeben werden, kleinere Abfälle zu entsorgen statt sie auf die Straße zu werfen. Auch weitere zentrale Containersammelplätze für Glas und Papiermüll seien empfehlenswert. Und bei der Personalplanung für das kommende Jahr solle die Bereitstellung zusätzlicher Kräfte berücksichtigt werden. Dirk Blettermann sprach auch davon, dass Wochenendarbeit für Mitarbeiter der Stadt drin sein müsse, auch wenn am Wochenende niemand gern arbeite. In dieses Horn stieß auch Frank Rzehaczek (CDU): „Es muss ein Personalregime mit Wochenendarbeit geben.“

Neue Runde im Hauptausschuss

Der Bauausschuss lehnte den Antrag der Bündnis-Grünen ab (fünf Nein, eine Ja, vier Enthaltungen). Die Mitglieder des Hauptausschusses sollen sich mit dem Thema am 26. November befassen.

Von Stefan Blumberg

Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg/ Zehdenick werden am 17. November im Landtag Schleswig-Holstein in Kiel für ihr vorbildhaftes Begleitprogramm zur Yad Vashem-Ausstellung „Deutsche Gerechte unter den Völkern – Ich bin meines Bruders Hüter“ mit dem Waltraud-Netzer-Jugendpreis ausgezeichnet.

07.11.2018

Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg/ Zehdenick werden am 17. November im Landtag Schleswig-Holstein in Kiel für ihr vorbildhaftes Begleitprogramm zur Yad Vashem-Ausstellung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ mit dem Waltraud-Netzer-Jugendpreis ausgezeichnet.

07.11.2018

Ein Ladendieb baute in einem Oranienburger Geschäft zunächst die dort installierten Überwachungskameras ab. Einige Tage später tauchte er erneut auf und ließ diesmal diverse Waren mitgehen. Ein Angestellter reagierte gedankenschnell.

07.11.2018