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Oranienburg Den Neuntausender geschafft
Lokales Oberhavel Oranienburg Den Neuntausender geschafft
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17:44 19.01.2016
An Kindern mangelt es nicht, wie hier an der Kita Zwergenland zu sehen ist. Quelle: ARCHIVFOTO: UWE HALLING
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Gransee

Die Granseer haben den „Neuntausender“ erklommen. Die Einwohnerzahl des Amtes Gransee und Gemeinden rutschte wieder knapp über diese magische Marke. Vor einem Jahr musste man konstatieren, dass 8999 Menschen im Amtsgebiet wohnten. Jetzt, zwölf Monate später, steht die 9110 in der Statistik. Die Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr nach Gransee kamen, drückten die Zahl kräftig nach oben. Aber Ordnungsamtsleiterin Karin Schröder stellt freudig fest, dass der Rückgang der Einwohnerzahl bereits seit einigen Jahren gestoppt ist. Dieser Trend setzte sich – auch ohne die Flüchtlinge – im Vorjahr fort.

„Dann haben wir wohl nicht so viel verkehrt gemacht“, schätzt Amtsdirektor Frank Stege beim Blick auf die neueste Auswertung ein und erinnert daran, dass dafür gewisse Grundlagen gelegt wurden. Er denkt dabei an die Investitionen in die Infrastruktur der vergangenen Jahre; das DSL-Netz, die Kitas, die Schulen, die Radwege, die Spielplätze, die Erweiterung des Gewerbegebietes oder des Wohngebietes Stadtwald. Mehr als 80 Veranstaltungen habe der Amtswirtschaftshof begleitet. „Ich glaube, die Menschen fühlen sich hier wohl“, so der Verwaltungschef. Es gebe Zuzug aus der Region, aber auch aus Berlin; direkt in die Stadt Gransee, nach Stechlin oder Seilershof. In Neuglobsow seien Grundstücke verkauft worden. Über die Regionale Entwicklungsgesellschaft Nord oder das Amt – speziell von Britta Franzen, Abteilungsleiterin Finanzen/Liegenschaften – seien dafür entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden.

Der Zuwachs mache sich auch in den Kindertagesstätten bemerkbar. „Der Bedarf steigt“, sagt Karin Schröder, die für die Kitas im Amt zuständig ist. Derzeit sind 590 Kinder in der Betreuung der 69 Erzieherinnen, im Januar sollen neun weitere Kinder dazukommen. Auch bei den Geburten ist ein Plus zu verzeichnen, wenn auch nur ein kleines. Kamen 2014 65 Kinder zur Welt, stieg diese Zahl 2015 auf 69. Zurückgegangen sind die Sterbefälle: von 116 auf 108.

Eine stolze Zahl an Zuzügen von Familien mit Kindern (508) wurde registriert, Wegzüge von Einzelpersonen gab es 514). Aufgrund dieser Entwicklung muss im Amtsgebiet die Kitabedarfsplanung bis zum Jahre 2021 angepasst werden. Die ist immer ziemlich konkret: „Die Prognosen von Frau Schröder treffen seit Jahren ein“, staunt Frank Stege. Es geht um kurz-, mittel- und langfristige Investitionen. Zum Beispiel solle geprüft werden, ob in Altlüdersdorf ein Kita-Neubau für vermutlich 45 bis 50 Plätze errichtet werden könne. Thema sei auch, das Erdgeschoss im sogenannten Kernerhaus – das Gebäude hatte sich vor Jahren der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner gekauft und inzwischen wieder abgestoßen – im Meseberger Weg 35 anzumieten, um dort Kinder unterzubringen. Und das Erwirken von Ausnahmeregelungen bei der Belegung von bestehenden Kitas, um die Kapazität zu erhöhen, ist den Granseer Verantwortlichen kein unbekanntes Thema. „Ja, das Ganze ist ein Luxusproblem“, sagt der Amtsdirektor mit einem Schmunzeln.

Von Stefan Blumberg

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